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Stephan B. ist kein Kasache namens Anun Bulit

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Weiterhin sind Screenshots auf Social Media zu sehen, auf denen behauptet wird, dass der Täter aus Halle ein Kasache namens Anun Bulit sei.

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Wir haben bereits einen sehr ähnlichen Artikel zu diesem Thema. Darin wurde bereits behauptet, Stephan B. würde in Wirklichkeit ein Iraner mit dem Namen „Stephan Bailliet“ sein (vergleiche). Nun wird häufig behauptet, er heiße Anun Bulit.

Was für unseren ersten Artikel galt, gilt hier ebenso: Es ist abstoßend, was da wieder im Netz passiert. Die Nationalität und auch das Motiv von Stephan B. stehen fest.

Hier die derzeit weit verbreiteten typischen Screenshots und Postings:

Um es deutlich zu sagen: Die Vita der Täters wird von vielen Medien recht schlüssig und deutlich beschrieben. Sehr ausführlich berichtet beispielsweise „Der Westen“ (vergleiche):

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Der 27-Jährige soll in Eisleben in Sachsen-Anhalt geboren worden sein und bei seiner Mutter in Benndorf gelebt haben. Der Ort befindet sich rund 40 Kilometer von Halle entfernt.

Die Behauptung, Stephan B. sei ein Kasache mit dem Namen Anun Bulit, ist ein mutwillig in den Verkehr gebrachter Irritationsversuch. Stephan B. ist kein kasachischer Staatsbürger. Auch hier weisen wir nochmals auf die Generalbundesanwaltschaft hin (vergleiche):

Die Bundesanwaltschaft hat heute (10. Oktober 2019) beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen

den deutschen Staatsangehörigen Stephan B.

wegen Verdachts des zweifachen Mordes und des versuchten Mordes in mehreren Fällen (§§ 211, 212, 22, 23, 52, 53 StGB) sowie weiterer Straftaten gestellt. Der Beschuldigte wurde gestern (9. Oktober 2019) vorläufig festgenommen.

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Familie und Nachbarn wurden bereits von verschiedenen Medien interviewt, die Herkunft des Täters ist hinreichend geklärt. So interviewte der Spiegel beispielsweise seine Mutter (vergleiche). Dieses Interview wird am Montag, den 14.10.2019, um 23.25 Uhr auf RTL ausgestrahlt (Spiegel TV).

Anun Bulit – Warum das Ganze?

Der Ursprung des Ganzen kommt aus seinem Video, in dem er sich als „Anon“ bezeichnet, Anon Bullet. Was in diesem Falle als „Anonymous“ zu werten ist, mit der Bedeutungsvariante „einer von Vielen“. Bullet ist nichts anderes als eine Munitionskugel. Letztendlich ein Username.

Wir haben es jedoch nun an dieser Stelle mit Irritationsversuchen zu tun, die auf mehreren Ebenen wirken:

Aufgrund der Nennung einer ausländischen Staatsbürgerschaft (ob Iran oder Kasachstan) und der Nennung eines nicht landestypischen Namens (Anun Bulit) soll zum einen der Anschein erweckt werden, dass diese Tat nicht durch einen Deutschen durchgeführt wurde. Auf der Metaebene wird dadurch signalisiert, ein Deutscher würde diese Art von Taten nicht begehen.

Eine weitere Wirkungsebene ist die beabsichtigte Diskreditierung von Ermittlungsbehörden und seriöser Berichterstattung. Durch Suggestion und unbewiesene Behauptungen sollen alle bisher veröffentlichten Informationen in Zweifel gezogen werden. Gleichzeitig wird in einer Art Gegenöffentlichkeit ein falsches Bild aufgestellt.

Es ist natürlich Teil einer Verschwörungstheorie, exakt jene zu diskreditieren, die korrekt berichten, um genau diese Ebene des Zweifels zu errichten. Das Problem für Verschwörungstheorien an dieser Stelle: Sie liefern keine Beweise.

Wie bereits in unserem ersten Artikel zu diesem Thema zu lesen, gilt es auch hier:

Genau diese Phänomene haben wir in der Vergangenheit immer wieder beobachten können, nicht nur nach Terroranschlägen, auch nach anderen großen Unglücksfällen. Ob London (hier), München (hier), ja auch Notre Dame (hier) oder die generelle Verschwörungstheorie der sog. Crisis-Actors (hier), alle laufen nach demselben Schema ab.

Der Täter ist kein Kasache!

Es ist und bleibt schäbig, mit Ablenkungsmanövern, unbewiesenen Behauptungen und Verschwörungstheorien nach der Tat in Halle gezielt zu manipulieren. Auch hier können wir nur wiederholen:

Die Identität von Stephan B. steht fest. Was in Halle geschehen ist, war grauenvoll. Was gerade im Netz im Abgang passiert, ist widerlich. Manchmal möchte man jenen, die so etwas verbreiten, am liebsten sagen:

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