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Donnerstag, 2 September 2021
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Kein Fake-Video: Der von einem Hund kastrierte Mann

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Per Facebook-Messenger kursiert anscheinend gerade ein ziemlich grausames Video.

In dem 35 Sekunden langen Video sieht man einen am Boden liegenden, nackten Mann, dessen Hände auf den Rücken gefesselt sind und dessen Beine festgehalten werden, während ein Hund die Genitalien des Mannes abbeißt und verspeist. Doch im Gegensatz zu ähnlichen Fake-Meldungen ist dieses Video echt!

Screenshot aus dem Video
Screenshot aus dem Video

„Habe gerade ein Video bekommen, welches ziemlich abartig ist Angeblich ein Kinderschänder, aber ob das wirklich so ist?
Habe das per Messenger bekommen
Da beißt ein Hund das Geschlechtsteil des angeblichen Kinderschänders ab“

…so einer der Anfragen an uns.

Das Video ist echt!

Wie unter anderem der „Mirror“ und die spanischsprachige Seite „Periodista Digital“ berichte, tauchte das Video erstmals im August 2019 im Internet auf. Anhand der Rufe des Mannes ist erkennbar, dass das Video anscheinend irgendwo in Mexiko aufgenommen wurde.

Augenscheinlich wurde das Video von einem der in Mexiko weit verbreiteten Drogenkartelle fabriziert, die bereits ähnliche Methoden an anderen Opfern durchgeführt haben. Die Identität des Mannes ist nicht bekannt, über den Grund der Tat gibt es zwei Versionen:

  1. Der Mann hat erst kürzlich eine Frau vergewaltigt, die Drogengang nahm dann das Gesetz in ihre Hände.
  2. Bei dem Mann handelt es sich um ein Mitglied einer rivalisierenden Drogengang.

Probleme in Mexiko: Drogen und Gewalt gegen Frauen

In Mexiko werden jeden Tag rund drei Frauen ermordet, mindestens 49 werden sexuell missbraucht. Täglich werden den Behörden nach eigenen Angaben 70 Fälle gemeldet, die Dunkelziffer wird weitaus höher sein.

Auch die Drogenkartelle Mexikos werden laut den lokalen Medien immer brutaler. Aus diesem Grund wurde auch das Video gedreht: als Warnung für Feinde des Drogenkartells.

In einem anderen Fall, der lokal publik wurde, haben Mitglieder eines Drogenrings einem Mann die Hoden abgeschnitten und sie ihm zu Essen gegeben.

Fazit

Leider leben ganze Seiten im Internet nur von dem Verbreiten solcher Videos. Für Gewalttäter ist das Internet eine fantastische Bühne, ob es IS-Verbrecher oder Drogenkartelle sind: So erfährt die Welt von ihren Taten!

Leider gibt es dann aber auch Nutzer, die solche Videos nicht etwa angewidert wegklicken, sondern auch noch auf Facebook & Co weiter verbreiten. Was dies allerdings für einen Sinn hat, sich dies anzusehen (und kommt uns bitte nicht mit „Das ist die Realität, das muss man sehen!“), entzieht sich uns auch!


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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