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Samstag, 4 September 2021
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Im Faktencheck: Wohin mit dem Kassenzettel?

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Die Chemikalie Bisphenol A: Darum gehören Kassenzettel nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll.

Der Herstellung von Kassenzetteln mit Bisphenol A ist zwar ab Januar 2020 verboten, die Restbestände dürfen jedoch noch aufgebraucht werden. Hättest du es gewusst? Wenn du dich schon seit langem fragst, zu welcher Müllkategorie eigentlich Kassenzettel gehören, dann weißt du es jetzt. Die Antwort lautet nämlich: zum Restmüll!

Wir erklären dir, warum:

Oft landet der Kassenzettel im Papiermüll. Denn ein Kassenzettel ist doch aus Papier und gehört auch deswegen zum Altpapier – oder etwa nicht?

Nein, denn entscheidend ist das Material. Ob das bedruckte Stück Papier nämlich in das Altpapier oder Restmüll muss, richtet sich danach, woraus er besteht. Die meisten Belege sind aus so genanntem Thermopapier gemacht und das gehört in den Restmüll.

Aber wie erkenne ich Thermopapier? Wenn du mit dem Fingernagel über das Papier kratzt und dabei dunkle Streifen entstehen, hast du es mit Thermopapier zu tun – vorausgesetzt, es war kein Dreck von deinem Nagel.

Warum Thermopapier nicht im Altpapier, sondern im Restmüll entsorgt wird, ist ebenfalls schnell erklärt: Das Papier ist mit einer Chemikalie namens Bisphenol A beschichtet.

Landen Bisphenol A-haltige Kassenzettel im Altpapier, kann der Stoff laut Umweltbundesamt über recycelte Papierprodukte wie zum Beispiel Toilettenpapier in die Umwelt gelangen. Bisphenol A ist hormonell wirksam und kann die Fortpflanzungsfähigkeit von Lebewesen beeinträchtigen. Studien belegen, dass der Stoff bei Fischen und Amphibien Fortpflanzung und Entwicklung schädigt.

Als „besonders besorgniserregender Stoff“ ist Bisphenol A ab 2020 als Beschichtung von Thermopapier verboten, um die menschliche Gesundheit zu schützen. Hierdurch werden hoffentlich auch die Einträge in die Umwelt sinken.

Mehr Informationen zu diesem Thema findest du hier und hier.

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Artikelbild: Shutterstock / Von Haelen Haagen

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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