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Kannibalismusdroge 'Cloud Nine' – Macht sie uns zu Zombies?

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Es häufen sich derzeit (10/2017) Anfragen zur sogenannten Droge Cloud Nine.

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Auf Facebook macht ein Statusbeitrag die Runde, der mittlerweile bereits knapp 1.500.000 mal geteilt wurde. In den beiden Videos sieht man verstörende Bilder von zwei Personen, welche sich “Zombieartig” bewegen.
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Die Frage ist: Macht diese Droge uns zu Zombies?

Ja, kann sie uns machen, aber nur bei übermäßigem oder regelmäßigem Konsum. Ob man zu einem Kannibalen Zombie wird, hängt von einem Zusammenspiel aus vielen verschiedenen einzelnen Faktoren ab, die man unmöglich vorhersagen kann.

Cloud Nine

Weitere Bezeichnungen sind u.a. auch Spice, Cannibal, MDPV, Flakka oder Badesalz. Badesalz deshalb, da die Droge im Internet als Badezusatz verkauft wird und somit legal zu beschaffen ist. Der Fachbegriff für diese Drogen lautet ‚Legal Highs‘.

Wenn die Drogen doch legal zu beziehen sind, wieso sind sie dann so gefährlich?

Die Substanzen werden nicht dem eigentlichen Bestimmungszweck (einem wohltuenden Entspannungsbad) zugeführt, sondern missbräuchlich verwendet, indem sie beispielsweise geraucht werden.

Enthalten sind in diesen Tütchen psychoaktive Stoffe, die direkt im Gehirn wirken. Sie erhöhen nicht nur die Körpertemperatur (eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf die Droge), sondern lösen auch Halluzinationen aus.
Je nach psychischer Verfassung des Konsumenten und den äußeren Einflüssen können durch den Konsum Schäden verursacht werden. Die auffälligsten erlangen dann auch die meiste Aufmerksamkeit. Zum Beispiel wenn eine Seite titelt: „Mann isst Hund bei lebendigem Leib und bellt dabei“ oder auch: „Menschen werden zu Kannibalen Zombie-Droge Cloud Nine: Gruselige Fälle auf Ibiza und Mallorca“ (Berliner Kurier vom 18.08.2014). In den meisten dieser pressebekannten Fällen wurden die Drogen alleine und ohne Aufsichtsperson konsumiert. Eine Aufsichtsperson die selbst nicht konsumiert wird jedoch empfohlen um schnellstmögliche Hilfe bei unerwünschten Nebeneffekten herbeiziehen zu können.
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Wer mehr über die Wirkweise und Symptomatik erfahren möchte, dem sei alles ab Seite 2f. in diesem Artikel der Deutschen Apothekerzeitung an das Herz gelegt.

Die Produktion findet laut dem Artikel in China und Südasien statt und wird durch Drogenbanden nach Europa und Amerika gebracht. Nicht nur die Produktion ist extrem günstig, auch der Marktpreis liegt unter dem von Heroin, Kokain und anderen Substanzen mit ähnlicher Wirkung. Dadurch, dass sie im Betäubungsmittelgesetz nicht verboten waren, stellten Legal Highs eine bequeme Option für polizeibekannte Konsumenten dar.
Auch Jugendliche fanden zunehmend Gefallen daran, da sie legal, günstig und einfach über das Internet zu beziehen waren. Im September hat der Bundestag in Deutschland dann ein umfassendes Verbot der Legal Highs beschlossen.
Eine weitere Option für den sicheren Konsum von Drogen wäre zusätzlich noch gegeben, wenn es in allen großen Städten und auch bei Festivals die Möglichkeit eines sogenannten Drug-Checkings gäbe. Konsumenten könnten ihre (il)legalen Drogen legal und sanktionsfrei auf deren Inhaltsstoffe überprüfen lassen und nach eingehender Analyse selbst entscheiden, ob Sie diese Mittel noch konsumieren möchten oder lieber doch nicht. Auch wird eine Aussage über die Potenz (den sogenannten Reinheitsgrad) gemacht, so dass Überdosierungen vermieden werden können. Gerade die Legal Highs hatten zum Teil hohe Potenzen, da die Produktion So günstig war, dass man für eine hohe Marge kaum Streckmittel benötigte.
Weitergehende Informationen bietet auch die folgende Seite

Artikel: Gordana Rammert

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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