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Freitag, 23 Juli 2021
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Impfstoff von Johnson & Johnson – Seltene Nervenerkrankung als Nebenwirkung

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Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson wurde eine sehr seltene Nervenerkrankung als Nebenwirkung beobachtet.

Der Impfstoff Janssen des Herstellers Janssen-Cilag, einer Tochter des des US-Unternehmens Johnson und Johnson (deswegen auch oftmals vereinfacht Johnson & Johnson-Impfstoff genannt) wird seit dem 27. Februar 2021 in den USA verimpft, in Europa seit dem 11. März 2021.

Die Besonderheit des Impfstoffes ist es, nur einmalig verabreicht werden zu müssen. Dadurch, dass er relativ spät erst zugelassen wurde, wurde er im Vergleich zu anderen Impfstoffen auch weniger verimpft: In Deutschland (Stand: 13.7.) rund 2.1 Millionen Mal. Auch die Effektivität des Impfstoffes ist niedriger (siehe HIER).

Die Nervenerkrankung

Insgesamt wurden bisher 12,5 Millionen Dosen des Johnsons & Johnson-Impfstoffes weltweit verabreicht. Von diesen 12,5 Millionen Menschen mussten bisher 95 Patienten ins Krankenhaus eingeliefert werden, da bei ihnen das sogenannte Guillain-Barré-Syndrom auftrat, eine Person starb

Bei dieser sehr seltenen Nervenerkrankung, dessen Symptome etwa 42 Tage nach der Impfung auftraten, klagen die Patienten über Probleme beim Gehen, Schwächegefühle in den Gliedmaßen, Schwierigkeiten bei der Mimik, doppeltes Sehen, Probleme, Blase und Darm zu kontrollieren.

Das Auftreten des Guillain-Barré-Syndroms nach Impfungen ist kein neues Phänomen: Beispielsweise kam es 1976 in den USA zu gehäuften Meldungen nach Impfungen gegen die Schweinegrippe. Die damals eingesetzten Impfstoffe werden heute nicht mehr verwendet, die genaue Ursache bis heute unklar (siehe HIER).

Fazit

Verständlicherweise klingt dies auf den ersten Blick beunruhigend, allerdings ist die Seltenheit dieser Nebenwirkung zu bedenken: rein rechnerisch ist das Guillain-Barré-Syndrom bisher nur bei 0,00076 Prozent aller Patienten aufgetreten, die den Johnson & Johnson-Impfstoff bekamen – eine COVID 19-Erkrankung ist da wahrscheinlicher.

Patienten, die den Impfstoff bekamen, sei jedoch geraten, genau auf etwaige Symptome zu achten. Wird das Guillain-Barré-Syndrom sofort im Krankenhaus behandelt, kann es innerhalb weniger Tage geheilt werden. Ohne Behandlung vergehen die Symptome bei den meisten Erkrankten von selbst nach einigen Monaten, könnten sich aber auch verschlimmern.

Artikelbild: Siraj Ahmad / Shutterstock.com
Quellen: Spiegel, MSD Manual, FDA, Gesundheitsinformation
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