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Joe Biden und die Bilder und Videos mit Frauen und Kindern

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In einer Vielzahl von Fotos und Videos sieht man Joe Biden, wie er (junge) Frauen und Kinder berührt und augenscheinlich an ihren Haaren riecht. Wir betrachten die Vorwürfe.

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Seit 1972, als Joe Biden mit 29 Jahren den Bundesstaat Delaware im Senat der Vereinigten Staaten bis 2009 vertrat, steht der künftige US-Präsident im Licht der Öffentlichkeit. Insbesondere seit 1988, als er erstmals als US-Präsident kandidierte, entstanden sehr viele Fotos und Videos, die nun teilweise dafür verwendet werden, Biden als „Creepy Joe“, „Sniffing Joe“ oder sogar als Pädophilen zu bezeichnen.

Pädophilen-Vorwürfe gegen Joe Biden
Pädophilen-Vorwürfe gegen Joe Biden

Im Folgenden werden wir auf die am meisten verbreiteten Bilder und Szenen eingehen und die jeweiligen Situationen beschreiben.

Die Bilder und Videos

Biden und das Mädchen
Biden und das Mädchen

Bereits 2015 entstand das Foto und wirkte auf viele Menschen irritierend, da sich das Mädchen dabei augenscheinlich unwohl fühlt.

Bei dem Mädchen handelt es sich um Maggie Coons, die Tochter des Senators Chris Coons (links auf dem Foto). Das Foto entstand bei der Vereidigung Chris Coons zum Senator, Biden war zu der Zeit Vizepräsident.

Chris Coons erzählte der Washington Post (siehe HIER) über das Foto und die Vorwürfe:

„Nein, sie findet den Vizepräsidenten nicht „creepy“. Er kennt meine Kinder schon ihr ganzes Leben lang. Joe war nur fürsorglich, er beugte sich nach vorne. Ich konnte ihn hören.“

So habe Biden der Tochter von Coons von seiner eigenen Vereidigung erzählt, damals war seine eigene Tochter Ashley 13 Jahre alt und fühlte sich auch unwohl. Dann gab er Maggie Coons Tipps, wie sie den Tag vor so vielen Fotografen und Zuschauern gut überstehen würde, worüber Maggie schmunzelte.

Er war einfach Joe“, so Chris Coons. „Er war fürsorglich und nett, und ich glaube, [meine Tochter] ist angenehm überrascht, dass nun mehr Leute von ihr gehört haben als von mir.

Biden und der Junge
Biden und der Junge, Quelle: Twitter

Das Foto zeigt Joe Biden, wie er sich zu einem Jungen hinunterbeugt und den Kopf des Jungen mit der Hand hält.

Das Foto (Original siehe HIER) entstand am 6. Juni 2015 bei der Trauerfeier für Beau Biden, der am 30. Mai 2015 im Alter von 46 Jahren an einem Gehirntumor starb. Bei dem Jungen handelt es sich um Joe Bidens Enkel Hunter Biden.

Am selben Tag entstand auch das verbreitete Foto, welches Biden zeigt, wie er einem blonden Mädchen den Kopf küsst (siehe HIER). Dabei handelt es sich um seine Enkelin Natalie Biden.

Der Vollständigkeit halber: Ein weiteres Foto (siehe HIER) zeigt Bidens Sohn Hunter Biden, wie er seinem Neffen Hunter Biden auf die gleiche Art und Weise den Kopf hält und auf den Kopf küsst.

Ohne den Zusammenhang zu kennen, wirkt das Foto also tatsächlich seltsam, man sollte aber im Hinterkopf behalten, dass er in den Szenen den trauernden Kindern seines verstorbenen Sohnes beistand.

Biden und eine Frau
Biden und eine Frau

Das Foto entstand am 17. Februar 2015 bei der Vereidigung des neuen Verteidigungsministers Ashton Carter. Bei der Frau handelt es sich um die Ehefrau Carters, Stephanie Carter.

Im März 2019 tauchte das Foto im Zuge der #MeToo-Bewegung wieder auf, woraufhin Stephanie Carter sich in einem ausführlichen Blogpost (siehe HIER) davon distanzierte, dass jenes Foto für missbräuchliche Zwecke verwendet und falsch beschrieben wird.

„Der Joe Biden auf meinem Bild ist ein enger Freund, der jemandem hilft, einen großen Tag zu überstehen, wofür ich immer dankbar sein werde.“

schreibt Stephanie Carter über die Situation.

Sie beschreibt in dem Blogpost den Tag der Vereidigung ihres Mannes sehr detailliert und merkt an, dass Biden merkte, dass sie sehr nervös war, als er eintraf. In der obigen Szene, welche ein Standbild aus einem Video ist (Video siehe HIER), sagte er zu ihr „Danke, dass Sie ihn das machen lassen“, während seine Hände auf ihren Schultern ruhen.

Stephanie Carter beklagt in dem Blogpost, wie schrecklich sie es findet, dass das Bild, in dem ein alter Freund sie einfach nur ermutigt und ihr dankt, zu „so einem Witz verkommen sei“, der als Beweis dienen soll, dass Biden Frauen nicht respektiere.

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Zwischenfazit

Es gibt noch zahlreiche Fotos und Videos, in denen man Joe Biden sieht, wie er zumeist Frauen und Kinder (aber auch Männer) umarmt, berührt und ihnen was ins Ohr flüstert. Es ist unmöglich, alle Bilder in einem einzigen Artikel zu beleuchten, doch sollen die obigen Bilder mal exemplarisch gelten.

Biden ist ein Mann, der andere gerne berührt und umarmt, um Vertrauen zu zeigen oder aufzubauen, dafür gibt es zahllose Beispiele. So etwas ist aber nicht jedem angenehm, und wenn ein älterer Mann dazu auch noch Kinder berührt, wird gerne sofort „Pädophilie“ geschrien.

Die Beschuldigungen

Knapp 50 Jahre politisch tätig, davon über 30 Jahre im Licht der Weltöffentlichkeit seit seiner ersten Präsidenten-Kandidatur. Bei der Anzahl der Vorwürfe in den sozialen Medien bezüglich der Fotos und Videos sollte man meinen, dass es in der Zeit auch eine Vielzahl von Klagen gegen Joe Biden gegeben haben sollte.

Im Mai 2020 listete Business Insider (siehe HIER) acht Fälle auf, in denen Biden beschuldigt wurde, sich unangemessen gegenüber Frauen und Mädchen verhalten zu haben.

Eine der Frauen, Tara Reade, beschuldigt Biden zusätzlich, sie 1993 sexuell belästigt zu haben. Die anderen sieben Frauen gaben an, dass das Verhalten Bidens ihnen zwar unangemessen erschien, es aber nicht auf sexuelle Belästigung oder Übergriffe hinauslief.

Nachdem die Beschuldigungen im April 2019 erstmals auftauchten, veröffentlichte Biden auf Twitter ein Video, in dem er sagt, dass er verstehe, dass er anscheinend den „personal space“ mancher Menschen nicht beachtete und sich bemühe, sein Verhalten zu bessern.

„Die gesellschaftlichen Normen ändern sich. Ich verstehe das, und ich habe gehört, was diese Frauen sagen. Für mich ging es in der Politik schon immer darum, Verbindungen herzustellen, aber ich werde in Zukunft mehr darauf achten, den persönlichen Freiraum zu respektieren. Das ist meine Verantwortung, und ich werde mich ihr stellen.“

schreibt er in dem Tweet. In dem Video betont er auch nochmal, er verstehe, dass sich soziale Normen geändert haben und er das respektieren werde.

Erstaunlicherweise wurde die Beschuldigung von Tara Reade nicht von Donald Trump im Wahlkampf gebraucht. Auf die Beschuldigung gegen Biden angesprochen, sagte Trump (nachzulesen auf der offiziellen Seite des White House HIER):

Trumps Meinung zu der Anschuldigung
Trumps Meinung zu der Anschuldigung, Quelle: White House

„Ich weiß nichts darüber. Ich weiß nicht genau – ich denke, er sollte darauf reagieren. Wissen Sie, es – es könnten falsche Anschuldigungen sein. Ich weiß alles über falsche Anschuldigungen. Ich bin schon oft fälschlich beschuldigt worden. Und es gibt so etwas.“

Wie Independent berichtete (siehe HIER), reagiert Joe Biden auch auf die Vorwürfe und meinte, „so etwas ist nie, nie geschehen“. In einem schriftlichen Statement sagte er zudem:

„Verantwortungsbewusste Nachrichtenorganisationen sollten die vollständige und wachsende Zahl von Ungereimtheiten in ihrer Geschichte, die sich sowohl im Kleinen als auch im Großen immer wieder verändert hat, untersuchen und auswerten.“

Bidens Kampagnen-Managerin Kate Bedingfield ergänzte dazu:

„Solche Behauptungen sollten auch von einer unabhängigen Presse sorgfältig überprüft werden. Was an dieser Behauptung klar ist: Sie ist unwahr. Dies ist absolut nicht geschehen.“

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Fazit

Eine Unzahl von Bildern und Videos zeigen Joe Biden, wie er Frauen und Kinder (aber auch Männer) in einer Art und Weise berührt oder hält, die viele als unangemessen empfinden.

Manches davon ist im jeweiligen Zusammenhang nachvollziehbar, bei vielen Bildern sind die Umstände und jeweiligen Situationen aber auch nicht mehr nachvollziehbar oder überprüfbar.

Dass längere Berührungen und Gesten so manchem eher unangenehm sind und sie sie als unangemessen empfinden, zeigen die Beschuldigungen einiger Frauen.

Joe Biden stellte sich diesen Vorwürfen, sieht ein, dass sich soziale Normen geändert haben und versprach, mehr darauf zu achten, den persönlichen Raum von Personen nicht mehr so zu stören, dass sie es als unangenehm empfinden.

Während es also in den vergangenen Jahren mehrere Vorwürfe von Frauen gab, findet sich nirgendwo eine einzige Beschuldigung oder gar Anklage wegen Pädophilie oder anderem sexuellem Missverhalten gegenüber Kindern.

Artikelbild: Shutterstock / Von Andrew Cline

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Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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Dieser Inhalt wurde von EURONEWS GERMANY zur Verfügung gestellt.

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