Aktuelles Frauen diskriminert: Jobinserate sind ein Fake, der Hintergrund ist ernst.

Frauen diskriminert: Jobinserate sind ein Fake, der Hintergrund ist ernst.

Facebook-Themen

Mysteriöses Elefantensterben in Botswana!

330 Elefanten sind seit Jahresbeginn in Botswana gestorben. Menschliches Eingreifen wird ausgeschlossen. Dieser Inhalt wurde von EURONEWS GERMANY zur Verfügung gestellt.

Trump attackiert in UN-Rede China scharf

US-Präsident Donald Trump hat seine Rede bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung für eine scharfe Attacke gegen China wegen der Corona-Krise genutzt. Die Vereinten Nationen...

Nach iOS 14: Was bedeuten die farbigen Punkte?

Das neueste iOS 14-Update bietet seit dem 16. September einige Neuerungen an. Doch viele User dürften sich fragen, warum oben rechts nun auch manchmal ein...

Die PlayStation 5 kommt – und mit ihr falsche Gewinnspiele!

Noch ist es relativ ruhig auf Facebook - doch die ersten Ausläufer des Fake-Gewinnspiels-Sturms tauchen auf. Nur noch zwei Monate, dann ist es soweit: Am...
-WERBUNG-
- Advertisement -

Jobinserate mit unterschiedlichen Gehaltsangaben: Frauen bekommen weniger Gehalt angeboten. Doch diese Jobinserate sind nicht echt!

- Werbung -

Am 21.10.2019 war der sogenannte „Equal Pay Day 2019 2019″. Das bedeutet nach Angaben der Arbeiterkammer Österreich, das an diesem Tag im Schnitt Männer bereits so viel verdient haben, wie Frauen im ganzen Jahr. Um genau darauf aufmerksam zu machen, erschienen an diesem Tag auch zwei Jobinserate.

Die Arbeiterkammer gibt ebenso an, dass Frauen statistisch gesehen in diesem Jahr in Österreich im Durchschnitt um rund 10.000 Euro pro Jahr verdienen (auf Basis von Vollzeitbeschäftigung). Eine kleine Verbesserung gibt es jedoch: Der „Equal Pay Day 2019″ hat sich im Gegensatz zum Jahr 2018 um einen Tag nach hinten verschoben.

- Werbung -

Würdest du dieses Angebot annehmen?

Eine Marketingagentur hat auf Social Media ein Jobinserat veröffentlicht. Gesucht wird eine MarketingmanagerIn, pikant an dieser Stelle: Völlig unabhängig von Alter und Qualifikation wird jedoch abhängig vom Geschlecht ein unterschiedliches Gehalt angeboten.

Jobinserat Facebook
Jobinserat Facebook

Männer bekommen 3000€, Frauen 2700 €. Doch es ist nicht allein ein Job als MarketingmanagerIn, welchen die „Agentur Gnutlah & Partner“ zu ungleichen Konditionen vermitteln will.

Es gibt auch Jobinserate für BuchhalterInnen, GrafikerInnen oder GeschäftsführerInnen. Alle haben einen Haken: Die Agentur vermittelt ausschließlich zu ungleichen Gehältern.

Hintergrund der Jobinserate

Und tatsächlich sind die unterschiedlichen Gehälter auch beabsichtigt. Wenn man hier genau hinschaut und die kleinen Details erkennt, bemerkt man den Sinn der Inserate. Allein schon Logo und Name der Agentur transportieren eine Botschaft (Gnutlah = Haltung, das Firmenlogo ist ein Ungleich-Zeichen).

- Werbung -

Natürlich werden diese Jobs nicht ausgeschrieben, sondern sie sollen darstellen, wie ungleich Männer und Frauen entlohnt werden. Die Zahlen aus den einzelnen Jobinseraten basieren auf einem Berechnungsmodell aus der Publikation „Mind the Gap“ der Agenda Austria. In der Publikation lautet es:

Der „Gender Pay Gap“ ist kein Mythos, allerdings beziehen sich viele populäre Argumente auf falsche Zahlen. Die Agenda Austria kommt in der vorliegenden Studie zu dem Ergebnis, dass der Gender Pay Gap nicht in der Gegend von rund 22 Prozent liegt, sondern zwischen 3,5 und 11,2 Prozent (je nach Einkommensklasse).

Bei der Agenda Austria handelt es sich um einen unabhängigen Thinktank, der durchaus als wirtschaftsliberal angesehen werden darf. Die in der Publikation bereinigten Zahlen sind also nicht als überdramatisierte Ergebnisse zu werten, sondern durchaus moderate Angaben.

„Gender Pay Gap“

Auf diesen Ergebnissen basiert nun die Kampagne „Gleich ist gleich“, die hinter der vermeintlichen Agentur Gnutlah & Partner steckt. Das ist auch kein Geheimnis, denn klickt man einer dieser Fake-Jobinserate an, so landet man auf der Webseite der Kampagne. Hier liest man:

Frauen verdienen in Österreich zwischen 3,4% und 11,2% weniger
als Männer. Dieser Unterschied ist nicht durch Teilzeitmodelle,
Karenzierung o.ä. erklärbar und somit willkürlich.

Hier setzen nun die Fake-Jobinserate an. Denn wären diese tatsächlich so geschaltet worden, wären sie illegal. Dennoch gibt es rechnerisch diesen Unterschied, wie die Publikation „Mind the Gap“ beschrieben hat, vor allem in Berufen mit höheren Qualifikationsanforderungen.

Die Inserate sollen den Unterschied im Verdienst zwischen den Geschlechtern verdeutlichen. Wir haben hierzu mit Thomas Meyer von der Agentur Toman+Meyer GmbH gesprochen, die für die Kampagne „Gleich ist gleich“ verantwortlich ist:

„Ziel der Kampagne ist Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit auf ein Thema, das zu oft zu komplex und nicht plakativ genug dargestellt wird.“, so Meyer. Die Aufmerksamkeit zu erzeugen ist jedoch nur der erste Schritt, das Ziel soll die Lösung des Problems sein: „Es gibt Ungerechtigkeiten, die einfach lösbar wären. Diesen müssen wir uns als Zivilgesellschaft annehmen – weil es sonst niemand tut.“

Das könnte ebenso interessieren:

Aus für sexistische Werbung in GB

- Werbung -
An alle unsere Leserinnen und Leser! Wir brauchen deine Unterstützung! Wir haben keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten offen halten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon

Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Aktuelle Nachrichten aus dem In- und Ausland

Dieser Inhalt wurde von EURONEWS GERMANY zur Verfügung gestellt.

Mysteriöses Elefantensterben in Botswana!

0
330 Elefanten sind seit Jahresbeginn in Botswana gestorben. Menschliches Eingreifen wird ausgeschlossen. Dieser Inhalt wurde von EURONEWS GERMANY zur Verfügung gestellt.
Dieser Inhalt wurde von der AFP zur Verfügung gestellt.

Trump attackiert in UN-Rede China scharf

0
US-Präsident Donald Trump hat seine Rede bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung für eine scharfe Attacke gegen China wegen der Corona-Krise genutzt. Die Vereinten Nationen...

Shadowbanning – TikTok blockiert in einigen Regionen LGBTQ-Inhalte.

[Weiterlesen]

Top-Artikel

Die PlayStation 5 kommt – und mit ihr falsche Gewinnspiele!

Noch ist es relativ ruhig auf Facebook - doch die ersten Ausläufer des Fake-Gewinnspiels-Sturms tauchen auf. Nur noch zwei Monate, dann ist es soweit: Am...

Will Facebook sich aus Europa zurückziehen?

Facebook droht mit einem Rückzug vom europäischen Markt aufgrund von Unstimmigkeiten mit der irischen Datenschutzbehörde Der US-Konzern beklagt, in seiner Freiheit eingeschränkt zu werden und...

instructionsweb. com führt in Abo-Falle

Du brauchst eine Gebrauchsanleitung für ein elektronisches Gerät? Dann hüte dich vor der Webseite instructionsweb. com - es handelt sich um eine Abo-Falle! Die Suche...

Zitat von Michael Jackson? Falsch und aus dem Zusammenhang gerissen!

Der Vorteil von toten Prominenten: Sie können sich nicht gegen aus dem Zusammenhang gerissene und verfälschte Zitate wehren! So werden dem 2009 verstorbenem "King of...

Iranische Hacker überlisten Verschlüsselung von WhatsApp und Telegram

Die Hacker hatten es vor allem auf Gegner des iranischen Regimes abgesehen und fischten Informationen via WhatsApp und Telegram ab. Wie die Computerwoche berichtet, sollen...
-WERBUNG-
-WERBUNG-