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Mittwoch, 20 Oktober 2021

Wie du deine Daten online schützt

Informationen über Dich und Daten von Dir, die Du kontrollieren kannst

Fotos, hochgeladene Dokumente oder App-Details – Datenmanagement ist Teil unseres Alltags, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Aber wissen wir, wo unsere Daten landen, und könnten sie in die falschen Hände geraten? Wir müssen lernen, wie wir mit personenbezogenen Daten verantwortungsvoll umgehen und diese teilen können – egal, ob es sich dabei um Daten handelt, die wir selbst oder Dritte managen. Hinzu kommen Daten von anderen, auf die wir Zugriff haben. Diese Checkliste zeigt, wie man die Kontrolle über die eigenen Daten behalten kann.

  1. Sei Dir bewusst, welche persönlichen Daten Du mit wem teilst und inwiefern Du diesen Dritten vertrauen kannst
    Wenn Du persönliche Daten, mit denen Du identifiziert werden kannst (Reisepässe, Personalausweise, Krankenversicherungen), weitergibst, vergewissere Dich, dass Du weißt, an welchen Dienst oder welche Person Du diese Daten sendest. Vergewissere Dich auch, ob Du diesem bestimmten Dienst oder dieser Person vertrauen kannst. Prüfe bei Unternehmen, ob es in der Vergangenheit bereits eine Datenverletzung gegeben hat. Denke jedes Mal nach, bevor Du Dokumente digital an andere weitergibst.
    Dies ist besonders wichtig, wenn es um das Teilen medizinischer Daten geht (beispielsweise Menstruationszyklus, Blutzucker, Kalorienverbrauch etc.).
    Deine persönlichen Einstellungen kannst Du mithilfe des Privacy Checkers vornehmen.

  2. Achte darauf, mit wem Du Deine Daten teilst – und wann Du das tust
    Du solltest den Überblick darüber behalten, mit welchen Dritten Du persönliche Daten geteilt hast. Denn so kannst Du bei einem bekannt gewordenen Datenleck überprüfen, ob Deine Daten möglicherweise kompromittiert wurden. Hierbei kann ein Passwort-Manager helfen, in dem alle Dienste, bei denen man sich registriert hat, gespeichert sind. Wenn Du persönliche Informationen teilst, überlege zweimal, ob Du das tun möchtest.
    Überprüfe Deine persönlichen Datenschutzeinstellungen mithilfe des Privacy Checkers


  3. Denke nach, bevor Du etwas postest – die Informationen verbleiben oft im Internet, auch wenn das Profil gelöscht wurde
    Auf der Grundlage Deiner Beiträge in Sozialen Netzwerken kann ein „soziales Profil“ erstellt und gegen Dich verwendet werden. Kannst und willst Du für alles, was Du je online geäußert hast, gerade stehen? Ziehe in Erwägung, Dein Konto in den Privat-Modus zu schalten, aber sei Dir auch bewusst, dass es dadurch nicht vollständig verborgen ist; es gibt immer noch eine Reihe von Möglichkeiten, dass Deine geposteten Beiträge öffentlich werden (zum Beispiel, wenn Deine Follower gehackt werden).
    Deine persönlichen Einstellungen kannst Du mithilfe des Privacy Checkers überprüfen.


  4. Verwende, wenn überhaupt, abstrakte Geotags. Markiere keine Fotos mit bestimmten Orten, die Du regelmäßig besuchst
    Geolokalisierung ist eine der sensibelsten Art von Daten, durch die Du kompromittiert werden kannst. Denn durch Geotags können Cyberkriminelle herausfinden, wo Du wohnst, wo Du Dich aufhältst, welche Routen Du nimmst und wann Du nicht zu Hause bist. Das Teilen der Geotags von Orten hingegen, an die Du reist oder die Du selten besuchst, ist im Allgemeinen sicherer.
    Mithilfe des Privacy Checkers kannst Du Deine Datenschutzeinstellungen anpassen.


  5. Achte darauf, dass keine persönlichen Daten auf geteilten Fotos zu finden sind
    Das klingt zunächst einfach und selbstverständlich, doch wenn man sich die Hashtags #tickets oder #flights anschaut, sieht man, dass immer noch viele persönliche Daten auf Fotos teilen – zum Beispiel Flugbuchungsnummern auf einer Bordkarte. Jedes Mal, wenn diese Art von Daten öffentlich gemacht wird, besteht die Gefahr des Missbrauchs. Tatsächlich gab es bereits den Fall, dass jemand den Flug eines ahnungslosen Nutzers zum Spaß storniert hat, indem er die Fluggesellschaft mit der online veröffentlichten Buchungsnummer und dem Namen des Nutzers anrief. Wenn Du etwas über Deine Reisen mitteilen möchtest, achte darauf, dass die Fotos keine persönlichen Daten enthalten.
    Überprüfe mit dem Privacy Checkers Deine für Dich passenden Datenschutzeinstellungen.


  6. Erkenne, welche Messenger sicher sind und welche eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzen
    Persönliche Unterhaltungen, die in der Regel in Messenger-Apps stattfinden, gehören zu den sensibelsten Daten von allen. Wir nutzen Messenger, um uns über private und wichtige Themen auszutauschen – Dinge, die unsere Schwächen oder wunden Punkte aufzeigen können. Daher ist es entscheidend zu wissen, wie sicher der verwendete Messenger ist und welche Art von Daten – Text oder Fotos – mit geringem Risiko ausgetauscht werden können. Bringe in Erfahrung, ob Deine genutzten Messenger-Apps Nachrichten auf dem Gerät, in einer Cloud oder auf einem Server speichern, von wo aus sie geleakt werden können. Denke außerdem an weitere Datenschutzoptionen, beispielsweise ob die App Dich informiert, wenn der Teilnehmer einer Konversation einen Screenshot von Eurer Kommunikation gemacht hat, oder versucht, Nachrichten zu versenden, die sich selbst löschen.
    Verwende zur Einstellung Deines Datenschutzes den Privacy Checker


  7. Investiere klug in Smart Devices. Billige Entwicklung bedeutet oft höheres Risiko für Datenlecks
    Fitness-Tracker und Smartwatches, die wir rund um die Uhr tragen, sind alle mit Apps verbunden, die biometrische Daten sammeln. Es gibt zwar viele günstige Geräte, aber sei Dir bewusst: Je weniger der Entwickler in das Gerät und die App investiert hat, desto geringer wird das Sicherheitslevel sein. Die Grundregel lautet: In die Kaufentscheidung sollten Preis, Popularität des Geräts und Nutzerfreundlichkeit der Anwendung, mit der dieses funktioniert, mit einfließen. Informiere Dich also vor dem Kauf über die Anwendung, mit der ein Tracker verknüpft werden soll, und prüfe, ob es in der Vergangenheit bereits Datenlecks gegeben hat. Des Weiteren können Nutzerbewertungen herangezogen werden. Das Gleiche gilt für Smartphones, Videokameras und Babyphones.
    Persönliche Datenschutzeinstellungen kannst Du mithilfe des Privacy Checkers vornehmen.


  8. Kaufe nur bei vertrauenswürdigen Händlern ein
    Die Menge an Online-Shops, die mehr oder weniger das Gleiche anbieten, kann uns verwirren. Aber alle Geschäfte haben unterschiedliche Datenschutzrichtlinien, einige auch – gar keine. Je weniger Online-Shops man nutzt, desto weniger Informationen gibt man weiter. Überprüfe Deine persönlichen Datenschutzeinstellungen mithilfe des Privacy Checkers.

Passend dazu:

Übernimm jetzt die Kontrolle deiner Privatsphäre!
Finde heraus, wie du deine Datenschutzeinstellungen ändern kannst, um die Kontrolle über deine persönlichen Daten zu übernehmen.
Hier geht es zum Online Privacy Checker
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