Aktuelles Hirschlausfliege: Gibt es wirklich Zecken, die fliegen können?

Hirschlausfliege: Gibt es wirklich Zecken, die fliegen können?

Facebook-Themen

Facebook: Neuer Umgang mit politisch gesteuerten Nachrichtenseiten

Vermehrt tauchen in letzter Zeit neue Nachrichtenseiten auf Facebook auf. Das ist an sich nicht schlimm, denn je mehr Nachrichtenquellen, umso informierter ist man. Das...

Freundschaftsanfragen: So behält man den Überblick auf Facebook

Wie man die Übersicht über Facebook Freundschaftsanfragen - erhaltene und gesendete - behält. Zu einer neuen Freundschaftsanfrage erhält man eine Benachrichtigung. Doch wo kann man...

Gefälschte MediaMarkt-Seite auf Facebook lockt wieder mit Gewinn

Bei der Facebook-Seite „MediaMarkt, Oberwart“ handelt es sich um keine offizielle Seite des Unternehmens. Die Facebook-Seite „MediaMarkt, Oberwart“ gibt vor, 10 Segway Ninebot ES2 zu...

Zwarte Piet verboten? Nein, aber „blackface“!

Viele Medien berichten, Facebook verbiete den sogenannten "Zwarte Piet“. Stereotype Darstellungen des in den Niederlanden und Belgien bekannten Nikolaushelfers "Zwarte Piet" sind ab sofort auf...

Wir spoilern euch gleich mal zu Beginn: Dieses fliegende Insekt ist biologisch betrachtet keine Zecke, aber sie verhält sich so ähnlich wie eine!

- Werbung -

Es geht hierbei um die Hirschlausfliege, die es immer wieder in die Medien schafft (wir berichteten):

Screenshot des angefragten Facebook-Beitrags
Screenshot des angefragten Facebook-Beitrags

Der Faktencheck

Die Hirschlausfliege gehört – wie der eigentliche Name schon sagt – zur Familie der Lausfliegen. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Lipoptena Cervi.

Faustregel: Fliegen und andere Insekten erkennst du an den 6 Beinen. Spinnen und Milben (hierzu gehören auch Zecken) hingegen haben 8 Beine.

Ihren Spitznamen – „fliegende Zecke“ – verdankt sie ihrem Verhalten. Hauptsächlich treiben sie im Wald ihr Unwesen und befallen dort Wild. Aber auch Pferde, Hunde und Menschen werden nicht verschont.

Hinweis
Du bist auch auf Facebook? Dann folge uns doch auch in unsere Gruppe 🙂
- Werbung -

Nachdem sie ihr Opfer ausgewählt hat, umschwirrt sie dieses und lässt sich dann auf dem Wirten nieder. Beim Hund ist das zum Beispiel oftmals am Bauch der Fall, beim Menschen der Nacken. Und nun kommt der Teil, der dem Zecken-Verhalten ähnlich ist: Sie krabbeln sehr flink an eine geeignete Stelle auf der Haut und saugen sich dort fest. Einige Arten werfen danach auch ihre Flügel ab – sie haben also nicht unbedingt vor, da wieder zu verschwinden.

Besonders unangenehm: Hirschlausfliegen können das erst vor 20 Jahren entdeckte Bakterium „Bartonella schoenbuchensis“ verbreiten.

Bartonella schoenbuchensis – ist das gefährlich?

Es gibt bisher nur sehr wenige Untersuchungen, wie das Bakterium auf den Menschen wirkt. Den Stich selber merkt man nicht, die Bissstellen schwellen allerdings nach kurzer Zeit an und ähneln einem Bluterguss. Dazu kommt noch ein heftiger Juckreiz und Pustelbildung. Das Bakterium steht im Verdacht, bei Menschen Herzentzündungen zu verursachen, dies ist allerdings bisher reine Spekulation! Es ist noch nicht mal sicher, ob das Bakterium überhaupt auf den Menschen übertragen wird, die Untersuchungen hierzu laufen erst seit 2017.

Fazit

Die Hirschlausfliege verbreitet sich tatsächlich in Deutschlands Waldgebieten. Auch wenn sie den Spitznamen „fliegende Zecke“ trägt, gehört sie nicht zu den Zecken!

Sie kann – muss aber nicht – das Bakterium Bartonella schoenbuchensis übertragen. Dieses Bakterium wird erst seit wenigen Jahren erforscht.

An alle unsere Leserinnen und Leser! Wir brauchen deine Unterstützung! Wir haben keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten offen halten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon
- Werbung -

Facebook: Neuer Umgang mit politisch gesteuerten Nachrichtenseiten

Vermehrt tauchen in letzter Zeit neue Nachrichtenseiten auf Facebook auf. Das ist an sich nicht schlimm, denn je mehr Nachrichtenquellen, umso informierter ist man. Das...

Fragwürdige Corona-Infos: Facebook löscht mehr als 7 Millionen Beiträge

Facebook greift bei Falschinformationen im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus härter durch. Wie der ORF berichtet, hat Facebook seit April mehr als sieben Millionen Beiträge...

Freundschaftsanfragen: So behält man den Überblick auf Facebook

Wie man die Übersicht über Facebook Freundschaftsanfragen - erhaltene und gesendete - behält. Zu einer neuen Freundschaftsanfrage erhält man eine Benachrichtigung. Doch wo kann man...

Top-Artikel

Gefälscht: Rechtsgrundlage zur Corona-Situation

Aktuell kursiert ein vermeintliches Schreiben des Gesundheitsministeriums mit dem Titel "Rechtsgrundlage zur Corona-Situation" im Internet. Dieses ist gefälscht! Wir erhielten zahlreiche Anfragen zu einem Screenshot...

Facebook: Neuer Umgang mit politisch gesteuerten Nachrichtenseiten

Vermehrt tauchen in letzter Zeit neue Nachrichtenseiten auf Facebook auf. Das ist an sich nicht schlimm, denn je mehr Nachrichtenquellen, umso informierter ist man. Das...

Twitter: Neues Feature lässt festlegen, wer auf Tweets antworten kann

Twitter lässt seine Nutzer durch ein neues Feature bestimmen, wer auf veröffentlichte Tweets antworten darf. Bereits im Mai wurden von Twitter dahingehend Tests durchgeführt. Nun...

Kuh-Selfie: Aufregung wegen Verhalten von Touristen

Immer wieder wird von gefährlichen Situationen berichtet, in denen sich Ausflügler zu nahe an Kühe heranwagen. Offensichtlich haben Kühe eine magische Anziehungskraft auf Touristen und...

Der hinkende Renten-Vergleich zwischen Deutschland, Italien und Frankreich

Sowohl in Bild- als auch in Schriftform wird in sozialen Medien die Rentenniveaus dreier Länder verglichen. So werden ohne größeren Kontext die Zahlen von Deutschland,...
-WERBUNG-
-WERBUNG-
-WERBUNG-
Datenschutz
Wir, MImikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Vereinssitz: Österreich), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Wir, MImikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Vereinssitz: Österreich), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: