Aktuelles Hantavirus? Eine neue Bedrohung?

Hantavirus? Eine neue Bedrohung?

Facebook-Themen

Liberale US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ist tot

Die liberale Richterin am Obersten US-Gericht Ruth Bader Ginsberg ist tot. Vor dem Gerichtsgebäude in Washington versammelten sich hunderte Trauernde. US-Präsident Donald Trump würdigte ihre...

Aufnahmen zeigen Jupiter in nie dagewesener Schärfe

Das Hubble-Teleskop hat neue Aufnahmen des Planeten Jupiter und seines Mondes Europa gemacht, die den Gasriesen und seinen Trabanten in nie dagewesener Schärfe zeigen. Dieser...

US-Regierung schiebt TikTok und WeChat den Riegel vor!

In den USA ist das Herunterladen der chinesischen Apps TikTok und WeChat ab Sonntag unter Berufung auf nationale Sicherheits- und Datenschutzbedenken verboten! Dieser Inhalte wurde...

Fast 2300 Corona-Neuinfektionen – höchster Wert seit April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut deutlich die Schwelle von 2000 übersprungen und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Dieser Inhalt...
-WERBUNG-
- Advertisement -

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat sich ein Mann in der chinesischen Provinz Yunnan an dem sogenannten Hantavirus angesteckt und ist daran gestorben. 32 weitere seien daraufhin getestet worden. Droht eine neue Gefahr?

- Werbung -

Das Hantavirus gehört zu der Familie der Hantaviridae und ist ein seit Jahrzehnten bekannter Virus. Dieser wird durch Nagetiere auf Menschen übertragen, wenn diese in Kontakt mit Speichel, Fäkalien oder Urin kommen. Vor allem Mäuse, in Deutschland speziell die Rötelmaus, sind potentielle Überträger.

Die Inkubationszeit des Virus beträgt ca. 5 bis 60 Tage und kann zu einer fieberhaften Erkrankung und Nierenversagen führen. Symptome der Viren sind neben Fieber Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Kreislaufprobleme, Sehstörungen und intestinale Blutungen.

Die Erkrankung durch Hantaviren ist in Deutschland meldepflichtig und wird bei schwerem Verlauf im Krankenhaus behandelt.

Der Knackpunkt der Hantaviren zumindest bei den bisher auftretenden Fällen in Asien und Europa ist laut dem Robert-Koch-Institut (RKI), dass es keine Übertragung zwischen Menschen gibt. Lediglich bei der aggressiveren Variante des Virus in Südamerika gibt es Anzeichen auf zwischenmenschliche Übertragung, wobei auch dies noch nicht ausreichend erforscht ist.

Üblicherweise passiert die Übertragung durch Menschen entweder durch die Verunreinigung der Umgebung oder Nahrungsmittel durch das Wirtstier oder durch Verspeisen des Wirtes selbst.

Spekulation

Es kann bis dato also nur spekuliert werden ob die Übertragung in China durch Lebensmittelverunreinigung oder durch Verspeisen des Wildtieres (ähnlich wie beim Coronavirus) stattgefunden hat.

In Deutschland trat das Hantavirus immer wieder auf, die verseuchteste Region in Bezug auf Nagetiere und damit das für die Übertragung gefährlichste Gebiet war 2019 der Kreis Göppingen. Die Dimension der Krankheit in Anzahl der Fälle hing üblicherweise mit der Durchseuchung der Nagetierpopulation in den jeweiligen betroffenen Gebieten ab.

- Werbung -

Üblicherweise wird einer Übertragung vor allem mit strengen Hygienevorschriften und durch Entsorgung von toten Tieren mittels Handschuhen und Mundschutz, sowie Auslegung von Fallen vorgebeugt.

Ein Impfstoff gegen die Hantaviren ist derzeit in Entwicklung, wurde aber noch nicht zugelassen.

Zusammengefasst ist das Hantavirus nicht ungefährlich und kann bei Infizierten schwere Krankheitsverläufe hervorrufen.

Dennoch ist eine Absonderung einer erkrankten Person nicht notwendig und die Übertragung zwischen Menschen laut RKI bisher nicht möglich. Gefährdet sind vor allem Personen, die im täglichen Kontakt mit wilden Nagetieren stehen und Besitzer von Gartenhütten, die nicht ausreichend gegen Nagetiere gesichert sind.

Abschließend sei angemerkt, dass gerade Berichte über „ein neuartiges Virus“, wie in diesem Fall der seit Jahrzehnten altbekannte Hantavirus in Zeiten einer Pandemie zeigt, inwieweit sich viele seriöse von unseriösen Medien unterscheiden, welche Medien auf Panikmache aus sind und regelrecht Clickbait betreiben und welche an ernsthafter Informationsversorgung interessiert sind.

Viele reißerische Artikel lassen die Tatsache, dass der Virus zwischen Menschen nicht übertragbar ist, geflissentlich aus, während bspw. „die-apothekenumschau.de“ dies relativ schnell feststellt. Es genügt hinsichtlich der Hantaviren lediglich ein kurzer Blick auf die Website des RKI um eine Panikmache zu vermeiden.

- Werbung -

Quellen und Verweise:
Hantavirus in Corona-Zeiten? Mann stirbt in der Provinz Yunnan an Hanta
Hantavirus-Erkrankung RKI-Ratgeber
ICYMI: China records another outbreak of new Hantavirus
Artikelbild: Shutterstock / Julio Ricco/ Anant Kasetsinsombut
Autor: Alexander Herberstein
- Werbung -
An alle unsere Leserinnen und Leser! Wir brauchen deine Unterstützung! Wir haben keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten offen halten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon

Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Weitere Themen

USA: Trump sperrt Tiktok und WeChat

USA: Trump sperrt Tiktok und WeChat (UPDATE)

0
+++Update 20.9.2020+++ Das Download-Verbot wurde verschoben! Der ORF schreibt u.a.: "Nach wochenlangem Gezerre zeichnet sich nun doch eine Lösung für die Kurzvideo-App TikTok in den...
Warnung vor WhatsApp und anderen Messenger-Diensten

Warnung vor WhatsApp und anderen Messenger-Diensten

0
Wie sicher ist es eigentlich seine Kontakte einem Messenger-Dienst zu überlassen und auf deren Server hochzuladen? Wie futurezone berichtet, schlagen Sicherheitsforscher Alarm, denn der Zugriff...

Aktuelle Nachrichten aus dem In- und Ausland

Dieser Inhalt wurde von der AFP zur Verfügung gestellt.

Liberale US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ist tot

0
Die liberale Richterin am Obersten US-Gericht Ruth Bader Ginsberg ist tot. Vor dem Gerichtsgebäude in Washington versammelten sich hunderte Trauernde. US-Präsident Donald Trump würdigte ihre...
Dieser Inhalt wurde uns von der AFP zur Verfügung gestellt.

Aufnahmen zeigen Jupiter in nie dagewesener Schärfe

0
Das Hubble-Teleskop hat neue Aufnahmen des Planeten Jupiter und seines Mondes Europa gemacht, die den Gasriesen und seinen Trabanten in nie dagewesener Schärfe zeigen. Dieser...

Shadowbanning – TikTok blockiert in einigen Regionen LGBTQ-Inhalte.

[Weiterlesen]

Top-Artikel

USA: Trump sperrt Tiktok und WeChat (UPDATE)

+++Update 20.9.2020+++ Das Download-Verbot wurde verschoben! Der ORF schreibt u.a.: "Nach wochenlangem Gezerre zeichnet sich nun doch eine Lösung für die Kurzvideo-App TikTok in den...

Warnung vor WhatsApp und anderen Messenger-Diensten

Wie sicher ist es eigentlich seine Kontakte einem Messenger-Dienst zu überlassen und auf deren Server hochzuladen? Wie futurezone berichtet, schlagen Sicherheitsforscher Alarm, denn der Zugriff...

Kann mich Facebook zwingen, meinen Personalausweis hochzuladen?

Bereits seit einigen Jahren werden Konten auf Facebook aufgrund des Namens gesperrt. Facebook verlangt von seinen Nutzern, ihren Klarnamen anzugeben, das ist kein Geheimnis. Deswegen...

Achtung: angebliche SMS von Raiffeisen führt in Phishing-Falle

Die Raiffeisen-Banken verschicken aktuell keine SMS zu einem angeblichen "pushTan"-Dienst - Vorsicht vor Betrug! Aktuell erhalten Smartphone-Besitzer eine dubiose SMS, die angeblich von den Raiffeisen-Banken...

Identitätsdiebstahl: Das sind die gängigsten Betrugsmaschen

Ausweiskopien und fremde Identitäten sind im Bereich der Internetkriminalität ein begehrtes Gut. Denn so können Kriminelle unter falschem Namen Straftaten begehen und bleiben selbst...
-WERBUNG-
-WERBUNG-
Datenschutz
Wir, Mimikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Vereinssitz: Österreich), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Wir, Mimikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Vereinssitz: Österreich), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: