Aktuelles „Sag mal bitte allen Leuten…“ - Unschöne Folgen eines WhatsApp – Kettenbriefes

„Sag mal bitte allen Leuten…“ – Unschöne Folgen eines WhatsApp – Kettenbriefes

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Gefühlt hat anscheinend schon jeder WhatsApp-Nutzer diesen Kettenbrief gelesen, in dem vor einem Nutzer gewarnt wird, den man nicht als Kontakt annehmen soll, da es sich um einen Virus handeln würde.

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Einige wollten sich nun einen besonderen Scherz erlauben, die Folgen waren allerdings unerwartet groß…

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Im Wortlaut:

„Sag mal bitte allen Leuten in deiner Liste, dass sie den Kontakt mit ‚Hannes XXXXX‘ nicht annehmen sollen! Das ist ein Virus (über WhatsApp usw.), der zerstört die ganze Festplatte und zieht sich die Daten runter, wenn ihn einer deiner Kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die Liste frisst! Also kopier und schicken!!! Wenn dich die Nummer XXXXXXXXXXX anruft, nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute Morgen auch von Antenne Bayern und RTL bestätigt worden! Weiterleiten!“

Zweifelhafter Scherz

Der Kettenbrief an sich existiert schon seit 2011 und wurde zuerst auf Facebook in Postings und PN weiter verbreitet. Die Namen und Telefonnummern wechselten dabei über die Jahre immer mal wieder.

Begonnen hat alles mit einem sogenannten Moritz Häupl und einem Christian Wick. 2012 wurde dann aus Christian Wick auf einmal ein Marcel Hohmann und im Jahre 2014 dann Domenik Beuting sowie Andreas Opitz. Weiter ging es dann 2015 mit Ute Christoff. Aus Ute Christoff wurde 2016 dann Ute Lehr und nun sind wir mittlerweile bei einem gewissen Hannes B. angelangt.

Tja, da wollten sich einige Kollegen des Fußballvereins SV Egg an der Günz im Allgäu einen Scherz erlauben. Sie trugen Namen und Handynummer ihres Abwehrspieles Hannes ein und verteilten den Kettenbrief innerhalb der Mannschaft. Jedoch war wenigstens einer der Spieler entweder zu unvorsichtig oder zu leichtgläubig: Er verteilte den Kettenbrief weiter, so dass er mittlerweile in mehrtausendfacher Kopie durch WhatsApp geistert.

Hannes ist davon alles andere begeistert, wie Antenne Bayern und allgaeu.life berichten: Nach unzähligen Drohungen und Beschimpfungen musste er sich schließlich eine neue Handynummer zulegen und hofft, dass nun Ruhe einkehrt.

 

Technisch unmöglich

Egal, wie die angeblichen Viren nun heißen sollen (ja, merkwürdigerweise haben Viren hier Vor- und Nachnamen), es ist absolut unmöglich, allein durch die Annahme eines Kontaktes, sei es auf WhatsApp oder auf Facebook, sich einen Virus einzufangen, erst recht keinen Virus, der „die Festplatte zerstört“ (Handys haben Festplatten?) und Daten herunterzieht.

Wir bitten euch im Namen von Hannes und allen möglicherweisen künftigen Opfern eines solchen „Scherzes“ sowie allen Namensgleichen vorangegangener Kettenbriefe mit dem gleichen Wortlaut:

Hört bitte auf, diesen Kettenbrief weiter zu verbreiten!

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