Hacker kennen das Passwort deines E-Mailaccounts!

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Autor: Kathrin Helmreich

Hacker kennen das Passwort deines E-Mailaccounts!
Hacker kennen das Passwort deines E-Mailaccounts!

Betrügerischer Sicherheitsalarm im Postfach

Wie unser Kooperationspartner Watchlist Internet berichtet, finden Konsument/innen in ihrem E-Mailpostfach eine Nachricht mit dem Betreff „Sicherheitsalarm. Hacker kennen das Passwort vom (E-Mailadresse)“.

In dem Schreiben behaupten Kriminelle fälschlicherweise, dass sie Zugriff auf den fremden Computer haben und über intimes Videomaterial verfügen. Sie veröffentlichen es, wenn Empfänger/innen ihnen keine Bitcoins überweisen.

Das Schreiben ist erfunden. Konsument/innen müssen darauf nicht reagieren.

Internet-Nutzer/innen finden in ihrem E-Mailpostfach eine Nachricht mit dem Betreff „Sicherheitsalarm. Hacker kennen das Passwort vom (E-Mailadresse)“. Sie stammt augenscheinlich von ihrer eigenen Adresse.

Darin behaupten die Absender/innen, dass sie Zugriff auf den Computer von Nachrichten-Empfänger/innen haben und über intimes Videomaterial verfügen. Opfer sollen 336 Euro bin Bitcoins an die Kriminellen bezahlen, damit es zu keiner Veröffentlichung des intimen Videomaterials kommt:

Ich grüße Sie!

Ich habe schlechte Nachrichten für dich.
28.06.2018 – an diesem Tag habe ich Ihr Betriebssystem gehackt und vollen Zugriff auf Ihr Konto erhalten (E-Mailadresse).

Wie war es:
In der Software des Routers, mit der Sie an diesem Tag verbunden waren, gab es eine Sicherheitsanfälligkeit. Ich habe diesen Router zuerst gehackt und meinen bösartigen Code darauf abgelegt. Bei der Eingabe im Internet wurde mein Trojaner auf dem Betriebssystem Ihres Geräts installiert.

Danach habe ich alle Daten auf Ihrer Festplatte gespeichert (ich habe Ihr gesamtes Adressbuch, den Verlauf der angezeigten Websites, alle Dateien, Telefonnummern und Adressen aller Ihrer Kontakte).

Ich wollte dein Gerät sperren. Und benötigen Sie eine kleine Menge Geld für das Entsperren. Aber ich habe mir die Websites angesehen, die Sie regelmäßig besuchen, und kam zu dem großen Schock Ihrer Lieblingsressourcen. Ich spreche von Websites für Erwachsene.

Ich möchte sagen – du bist ein großer Perverser. Sie haben ungezügelte Fantasie!

Danach kam mir eine Idee in den Sinn. Ich habe einen Screenshot der intimen Website gemacht, auf der Sie Spaß haben (Sie wissen, worum es geht, oder?). Danach nahm ich Ihre Freuden ab (mit der Kamera Ihres Geräts). Es stellte sich wunderbar heraus, zögern Sie nicht.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie diese Bilder Ihren Verwandten, Freunden oder Kollegen nicht zeigen möchten. Ich denke, 336€ sind ein sehr kleiner Betrag für mein Schweigen. Außerdem habe ich viel Zeit mit dir verbracht!

Ich akzeptiere nur Bitcoins.
Meine BTC-Geldbörse: 1WLEChY6S7S97m5voZZtbQcwiEYeSNsja

Sie wissen nicht, wie Sie die Bitcoins senden sollen?
Schreiben Sie in einer Suchmaschine „wie Sie Geld an die BTC-Geldbörse senden“.

Es ist einfacher als Geld an eine Kreditkarte zu senden!
Für die Bezahlung gebe ich Ihnen etwas mehr als zwei Tage (genau 50 Stunden).
Keine Sorge, der Timer startet in dem Moment, in dem Sie diesen Brief öffnen. Ja, ja .. es hat schon angefangen!

Nach Zahlungseingang zerstören sich meine Viren und schmutzigen Fotos automatisch.
Wenn ich die angegebene Menge nicht von Ihnen erhalte, wird Ihr Gerät gesperrt, und alle Ihre Kontakte erhalten ein Foto mit Ihren „Freuden“.

Ich möchte, dass du umsichtig bist.

– Versuchen Sie nicht, mein Virus zu finden und zu zerstören! (Alle Ihre Daten sind bereits auf einen Remote-Server hochgeladen.)
– Versuchen Sie nicht, mich zu kontaktieren (Dies ist nicht möglich, ich habe Ihnen diese E-Mail von Ihrem Konto aus gesendet).
– Verschiedene Sicherheitsdienste helfen Ihnen nicht weiter; Auch das Formatieren einer Festplatte oder das Zerstören eines Geräts ist nicht hilfreich, da sich Ihre Daten bereits auf einem Remote-Server befinden.

P.S. Ich garantiere Ihnen, dass ich Sie nach der Bezahlung nicht mehr stören werde, da Sie nicht mein einziges Opfer sind.
Dies ist ein Hacker-Ehrenkodex.

Ich empfehle Ihnen von nun an, gute Antiviren-Programme zu verwenden und regelmäßig (mehrmals täglich) zu aktualisieren!

Sei nicht böse auf mich, jeder hat seine eigene Arbeit.
Abschied.

Das Schreiben ist in zahlreichen weiteren Varianten im Umlauf. Für sie gilt das nachfolgend Ausgeführte ebenso.

Was hat es mit der Nachricht auf sich?

Konsument/innen müssen nicht auf die Nachricht reagieren und können sie bedenkenlos in ihren Spam-Ordner verschieben, denn ihr Inhalt ist erfunden. Auf den ersten Blick verunsichert zwar der Umstand, dass die E-Mail scheinbar von dem eigenen Konto stammt, Sie als Empfänger/in muss das jedoch nicht irritieren: Kriminelle können ihre Absender-Adresse frei wählen. Sie setzen diese mit der Empfänger/innen-Adresse gleich. E-Mailprovider überprüfen diese Angabe nicht, weshalb es dazu kommt, dass Sie vermeintlich Nachrichten von sich selbst erhalten. Dass Unbekannte Zugriff auf Ihr Postfach haben, bedeutet das jedoch nicht.

Weitere Anhaltspunkte dafür, dass für Sie von dem Schreiben keine Bedrohung ausgeht, sind unter anderem:

  • Die E-Mail ist unpersönlich und allgemein gehalten. Sie greift beispielsweise auf Formulierungen, wie „ Ich grüße Sie!“ oder „28.06.2018 – an diesem Tag habe ich Ihr Betriebssystem gehackt“ zurück. Es fehlen konkrete Angaben darüber, die Empfänger/innen benennen und auf ihr Betriebssystem eingehen. Damit ist offensichtlich, dass das Schreiben standardisiert ist.
  • Der Inhalt der Nachricht ist erfunden, denn Unbekannte haben keinen Zugriff auf den Router von Empfänger/innen. Das können Sie mithilfe eines Virenscans in Erfahrung bringen.
  • Es gibt kein intimes Videomaterial, das Kriminelle veröffentlichen können.
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