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Mittwoch, 13 Oktober 2021

Den Hacker Fabrizio Brambilla gibt es nicht!

Ein Hacker, der in der Lage ist dich zu hacken, wenn er einen deiner Facebook-Kontakte knackt? Glaube nicht alles, das auf WhatsApp oder Facebook geteilt wird.

Der angebliche Hacker Fabrizio Brambilla treibt aktuell wieder sein Unwesen auf Facebook. Er habe ein Foto mit einem Hund und soll „das System mit Ihren Messenger-Konto verbunden“ haben. Wer eine Freundschaftsanfrage erhält, soll sie auf gar keinen Fall annehmen. Das klingt natürlich nach einer ernstzunehmenden Sache – wäre sie nur wahr.

Die Warnung wird als Statusbeitrag auf Profilen geteilt und klingt ungefähr so:

Erneut kursiert die Warnung vor Fabrizio Brambilla auf Facebook
Erneut kursiert die Warnung vor Fabrizio Brambilla auf Facebook

Hab ich gerade bekommen. Bitte sage allen Kontakten in deiner Messenger-Liste, dass Sie nichts von Fabrizio Brambilla akzeptieren sollen. Er hat ein Foto mit einem Hund. Er ist ein Hacker und hat das System mit Ihren Messenger-Konto verbunden. Wenn einer deiner Kontakte es akzeptiert, wirst Du ebenfalls gehackt, also stelle sicher, dass alle deiner Freunde es wissen. Vielen Dank . Bitte weiterleiten

Der Faktencheck

Diese und andere Versionen kursieren bereits seit 2011 auf Facebook.

Auch wenn man einige Fabrizio Brambillas über die Facebook Suche finden kann und auch eine Freundschaftsanfrage von diesem Namen bekommt, muss man sie zwar nicht annehmen, aber man wird bestimmt nicht „gehackt“.

Denn dies ist rein technisch schon nicht möglich. Der Facebook-Messenger ist dazu da, um Texte und kleinere Dateien mit anderen Nutzern auszutauschen, auch „Chat“ genannt. Somit könnte ein „Hack“ nur stattfinden, wenn jemand eine infizierte Datei geschickt bekommt und diese öffnet. Man kann aber nicht „gehackt“ werden, indem man einfach einen Kontakt annimmt und dieser einen dann anschreibt.

Der Hintergrund rund um Brambilla

Aber woher kommen dann solche Warnungen, wie die über Fabrizio Brambilla?

Begonnen hat alles mit einem sogenannten Moritz Häupl und einem Christian Wick. 2012 wurde dann aus Christian Wick auf einmal ein Marcel Hohmann und im Jahre 2014 dann Domenik Beuting sowie Andreas Opitz. Weiter ging es dann 2015 mit Ute Christoff. Aus Ute Christoff wurde 2016 dann Ute Lehr und 2017 war dann ein gewisser Anouk Theiler an der Reihe! Usw. usf.!

Es handelt sich also um einen Kettenbrief, der aus den unterschiedlichsten Beobachtungen heraus entstanden sein dürfte. Beweisen kann da niemand mehr etwas, man kann lediglich Vermutungen anstellen.

Unser Tipp: Man sollte generell keine Freundschaftsanfragen von Fremden ungeprüft annehmen.  Ignoriert solche Texte und schickt sie nicht weiter – so unterbrichst du die Kette!

Artikelbild: Shutterstock / Von SikorskiFotografie
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