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Am 04.02.2016 nahm sich das Anonymous Kollektiv dem Thema an und verfasste einen Aufsatz zu dem Thema.

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Darin stellt das Kollektiv zunächst die Rechtsgrundlage für das Inzestverbot für jedermann nachvollziehbar dar.

§173 StGB mit der Strafandrohung mit bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe.

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Anschließend bezieht sich der Verfasser (das Kollektiv) auf eine Pressemitteilung der Augsburger Grünen Jugend, die augenscheinlich mit der Rechtslage ein Problem habe und dies NUN ändern wolle.


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Im Verlauf des Artikels werden die grünen Politiker als Pädokriminelle bezeichnet, gefolgt von einem Zitat aus der Pressemitteilung der grünen Jugend. Auch wird dem Leser vor Augen geführt, dass es bereits im Jahre 2012 vom grünen Politiker Hans – Christian Ströbele einen Vorstoß in derselben Richtung gegeben habe. Gefolgt von 2 Quellenangaben kommt der Artikel recht schnell zum Ende.

Was ist da jetzt dran?

Schauen wir dazu mal auf die zwei Quellen:

Der erste Link führt uns zur Webseite der Grünen Jugend Augsburg, was aber da schon recht schnell ins Auge fällt ist rechts ein deutlich sichtbarer Kasten in dem für den geneigten Besucher der Internetpräsenz ein Hinweis hinterlegt ist:

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Neue Webseite? Sind wir etwa zu spät dran?

Schauen wir weiter sehen wir direkt unter der Überschrift „Liebe legalisieren!“ – Grüne Jugend Augsburg gegen das Inzestverbot einen weiteren kleinen Kasten, ebenfalls grün hinterlegt:

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Moment, der Text des Kollektivs von gestern spricht eine deutliche Sprache die Grüne Jugend Augsburg will „NUN“ – jetzt, heute, auf der Stelle – dagegen vorgehen, bezieht sich aber auf eine Pressemitteilung von 2012?

Auch der verlinkte Artikel aus der Augsburger Allgemeinen ist von 2012. 

Beide nicht sonderlich aktuell, also folgen wir mal vorsichtig dem Link zur neuen Webseite der Grünen Jugend Augsburg, vielleicht ergibt sich da ja etwas, was das „NUN“ rechtfertigt.

Erfreulicher Weise ist dort eine Suchoption eingefügt, so dass wir mit dem Suchbegriff „Inzest“ vielleicht ein paar Treffer erzielen können, schließlich soll das Thema der Grünen Jugend Augsburg ja durchaus am Herzen liegen.

Doch leider folgt, nach Eingabe des Suchbegriffes auch gleich die nächste herbe Enttäuschung, lediglich der bereits auf der alten Internetseite veröffentlichte (und vom Kollektiv verlinkte) Text ist erneut hinterlegt, nichts wirklich aktuelles, nichts aus 2016, 2015, 2014, 2013 erst der Text von 2012. Rechtfertigt das ein „nun“ – was ja durchaus auf einen aktuellen Bezug hindeutet?

Ist denn wenigstens das veröffentlichte Zitat so richtig?

Zitat aus dem Artikel des Kollektivs:

„…In einer Presseerklärung lassen die pädokriminellen grünen Inzestjugend jedermann wissen:
(…) Mit dem Inzestverbot greift der Staat massiv in das Privatleben und das Selbstbestimmungsrecht seiner Bürger*innen ein (…), schreibt Marie Rechthaler, Sprecherin der Grünen Jugend Augsburg. Außerdem widerspreche das Inzest-Verbot den wissenschaftlichen Tatsachen. (…) Dieses Verbot basiert allein auf überholten gesellschaftlichen Tabus und ist rational nicht haltbar. Das wollte der Europäische Gerichtshof leider nicht erkennen (…), so Rechthaler. Auch Katharina Stephan, eine weitere Sprecherin der Grünen Jugend schreibt: (…) Mit dieser mutlosen Entscheidung werden wir um Jahre zurückgeworfen. Eine Abschaffung des ‘Inzestparagraphen’ 173 ist längst überfällig. Wir fordern deshalb: Deutschland muss Liebe endlich legalisieren! (…) „“

Unabhängig von der Wortwahl in Richtung der Grünen Jugend, lautet die Antwort Jain –

das Zitat stammt aus der Pressemitteilung allerdings ist die Pressemitteilung eine Stellungnahme zu einer ursprünglichen Presseerklärung vom selben Tag und das Zitat stammt aus der ursprünglichen, nicht aus der aktuelleren, in welcher noch einmal darauf hingewiesen wird, dass selbst die ursprüngliche Pressemitteilung keine Befürwortung von Inzest gewesen sei, sondern es lediglich darum ging die Strafbarkeit abzuschaffen.

Den weiteren Wortlaut kann man immer noch unter dem obigen Link, oder auf der aktuellen Webseite der Grünen Jugend Augsburg finden.

Fazit:

Man kann zu Inzest stehen wie man will, man darf auch sicher diejenigen kritisieren, die für die Abschaffung der Strafbarkeit sind. Nur die Hälfte weglassen, oder falsch zitieren, um sein Ziel zu erreichen, muss das sein?

Das Kollektiv versucht wieder einmal politisch anders denkende mit Dreck zu bewerfen, in dem Dinge aus dem Kontext gerissen werden.

Autor: Jens H, mimikama.at

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