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Greta Thunberg und die DB – Ein Sturm im Wasserglas

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Wenn es sonst keine Probleme gibt, bastelt man sich welche.

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Eines dieser Themen, welches uns in Form von Anfragen auf den Tisch flatterte (im übertragenen Sinne, in Wirklichkeit landete es im Mail-Fach), ist die Frage nach Greta Thunberg und ihrer Zugfahrt in einem ICE der Deutschen Bahn. Denn auf ein Foto von ihr reagierte die DB ein wenig „patzig“, könnte man sagen, und wir bekamen Anfragen, ob das wirklich von Greta ist und ob die Bahn wirklich so reagierte und was an den Erklärungen dran ist.

Anfragen, die so gesehen keinen wirklichen Mehrwert haben, alleine schon, weil man sie sehr einfach selbst auf Twitter einsehen kann (viele Artikel verlinken ja sogar direkt auf die Tweets).

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Was war geschehen?

Greta Thunberg machte sich von der Klimakonferenz auf den Heimweg und fuhr damit unter anderem auch mit der Deutschen Bahn.
Da sie viel per Twitter dokumentiert, wurde davon auch ein Foto gemacht:

So weit, so unaufgeregt. Ein Mädchen sitzt in einem Zug und schaut verträumt/nachdenklich aus dem Fenster. Sie sitzt dabei auf dem Boden, neben sich ein Stapel Gepäck.

Eigentlich wie ein Bild aus einem Werbeprospekt. Mit erkennbarem Filter ist dies sicherlich kein einfacher Schnappschuss, sondern auch ein wenig PR. Darüber könnte man jetzt einfach so hinwegscrollen, wenn nicht…..

…..die Deutsche Bahn (welche auch in Deutsch auf den englischen Tweet antwortet, warum auch immer) ein wenig schnippisch reagierte, da dies ja so gar keine Werbung für die Bahn sei, schließlich habe sie ja die meiste Zeit in der 1. Klasse gesessen.

„Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist.“

Es stimmt übrigens, dass sie in der 1. Klasse saß. Es stimmt aber auch, dass das Foto nicht komplett „gestellt“ ist. Es war wohl aber eine bessere Möglichkeit, ein gutes Foto zu machen, welches die Heimreise dokumentieren sollte, damit sollte eher weniger überfüllte Züge angeprangert werden.

Auf Deutsch:

„Unser Zug ab Basel ist ausgefallen. Also saßen wir in 2 verschiedenen Zügen auf dem Boden. Nach Göttingen habe ich einen Platz bekommen, das ist natürlich kein Problem, und ich habe das nie behauptet. Überfüllte Züge sind ein gutes Zeichen, denn sie bedeuten, dass die Nachfrage nach Zugreisen hoch ist!“

Es ging Greta Thunberg nicht um einen überfüllten Zug. Es lag gar kein Problem vor. Sie sieht das also sogar als gutes Zeichen. Wo liegt also das Problem?

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Und nun?

Was haben wir also im Endeffekt?

  • Eine auf dem Boden eines ICE reisende Greta Thunberg.
  • Eine DB, die es verpasst hat, das aus ihrer Sicht negative Bild in etwas Positives umzuwandeln.

Nun ist es aber so, dass sehr viele Menschen (inklusive dem Autor, der sich dann immer in die Nähe der 1. Klasse setzte, um WLAN zu haben) diese Reisesituation eher kennen, als den Service der 1. Klasse in einem ICE. Der Fotograf hat damit ein wirklich gutes Bild geschossen: Ein Hauch Reise- und Eisenbahnromantik, eine Situation, die viele Reisende kennen, ein Blick in die Ferne durch das Fenster.

Die Deutsche Bahn hätte da natürlich besser (oder besser gar nicht) reagieren können. Stattdessen waren sie sauer, dass daraus keine direkte Werbung für die Deutsche Bahn wurde (indirekt aber schon!).

Und warum fragt man uns danach?

Wir wissen es nicht. Es ist, wie schon in der Überschrift gesagt, ein Sturm im Wasserglas, ein Gewitter im Nachttopf, heiße Luft, viel Lärm um nichts.
Es erzeugte mehr Aufmerksamkeit, als nötig wäre. Und alle schreiben darüber. Sogar wir nun. Weil die heiße Luft durch die Anfragen zu uns wehte.

Es war aber doch nur ein ausgefallener Zug, wodurch Greta Thunberg in einem anderen Zug sitzen musste, da eine eventuelle Platzkarte dort natürlich nicht gilt. Kann jeder Zugreisende nachvollziehen, ist auch kein großes Ding.

Manchmal kann man sich auch über die unscheinbarsten Dinge künstlich aufregen….

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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