Abofallen Vorsicht! Gratis essen und dabei Geld verdienen

Vorsicht! Gratis essen und dabei Geld verdienen

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Als Testesser vergünstigt speisen, eine Bewertung abgeben und damit Geld verdienen klingt verlockend. Doch Vorsicht ist geboten!

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Aktuell poppt bei einigen Facebook-Nutzern eine Werbeanzeige für ein Unternehmen namens „gratis-essen-testen.de“ auf.

Als Testesser erhält man hier Einladungen in regionale Gastronomiebetriebe, wobei ein Rabatt für ein Essen inkludiert ist. Gibt man später eine Bewertung ab, wofür ein Fragebogen per Mail versendet wird, erhält man nochmals  bis zu 25 Euro.

Anmeldung als Testesser

„Sie möchten nebenberuflich für Ihr Essen nichts bezahlen und monatlich bequem von Zuhause aus Geld verdienen? Dann sind Sie hier genau richtig!“ – so die Begrüßung auf der Startseite.
Die Anmeldung funktioniert relativ einfach. Man wählt aus, welche Kategorien man testen möchte: Fisch, Fleisch, Pizza, Softdrinks, Kaffee etc. stehen hier zur Auswahl. Aber auch, wenn man hier nichts auswählt, gelangt man zur nächsten Seite.

Hier taucht bereits eine Info auf, dass die Möglichkeit, Testesser zu werden, an ein Gratis-Abo (6 Ausgaben einer Zeitschrift) geknüpft ist. „Selbstverständlich ohne Abnahmeverpflichtung“ heißt es weiter.
Im nächsten Schritt gibt man seine persönlichen Daten an und stimmt Geschäftsbedingungen, Datenschutzerklärung und Liefervereinbarung zu.

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Genaues Durchlesen

Liest man die Liefervereinbarung durch, findet man sofort den Hinweis:

„Ja, ihr Angebot gefällt mir. Ich erhalte 6 Ausgaben gratis. Gefällt mir die Zeitschrift erhalte ich sie für vier weitere Quartale, zum ortsüblichen Verlagspreis inklusive frei-Haus Zustellung und ich brauche nichts weiter zu tun.
Die Gratis Leseprobe kann innerhalb der ersten 6 Gratisausgaben fristgerecht an [email protected] gekündigt werden und verlängert sich in diesem Fall nicht in ein kostenpflichtiges Abonnement.“

Zwilling von „Cash for Food“

Bereits im Februar hat der „Schwarzwälder Bote“  vor der Seite „Cash for Food“ gewarnt. Diese ist aktuell nicht mehr auffindbar.
Die Beschreibung des Ablaufs, das Beinhalten einer Leseprobe über 6 Ausgaben, die fristgerecht gekündigt werden muss – all das absolut ident.

Sogar der Betreiber der Seite scheint auffällig ähnlich:
Im Impressum von Cash for Food war laut „Schwarzwälder Bote“ dieser Eintrag zu finden: Werbeagentur Cash for Food, Amanlisweg 12, 12685 Berlin – Richard Schönau
Das Impressum von Gratis Essen Testen zeigt hier: Agentur CS, Amanlisweg 12, 12685 Berlin – Christian Schönau

Sucht man nach den Angaben aus dem Impressum, findet sich hier auch noch die Seite www.cash-for-style.com / Animal-Big-Picture

Eine Abfrage der angeführten Steuernummer führte zum Ergebnis „nicht gültig“, da diese auch nicht dem gängigen Format (in Deutschland 9 Ziffern) entspricht.

Der „Schwarzwälder Bote“ versuchte, den Betreiber von „Cash for Food“ mit deren Recherche-Ergebnis am Telefon zu konfrontieren, woraufhin dieser einfach auflegte.

Fazit: Unseriös!

Der „Schwarzwälder Bote“ hatte Oliver Buttler, Abteilungsleiter Telekommunikation, Internet, Verbraucherrecht (TIV) bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, ins Boot geholt.

Buttler erklärt: „Die Seite könnte gut ein Fake sein. Eine Gratis-Leseprobe nach Ablauf der Frist kostenpflichtig zu verlängern, sei nicht zulässig. Viele Punkte auf dieser Seite sind abmahnfähig.“

Daten werden für „Werbung, Marktforschung oder zur bedarfsgerechten Gestaltung unserer Internetseite“ gesammelt.
Buttler fährt fort: „Datenverarbeitung muss zweckgebunden sein. Hier weist das Unternehmen zwar in den AGB darauf hin, dass Daten zu Werbezwecken gesammelt werden, das kommt für den Nutzer aber überraschend.“
Da es um Testessen geht, haben die gesammelten Daten mit dem eigentlichen Zweck der Anmeldung nichts zu tun.

So verlockend dieses Angebot auch klingen mag, so sollte man gut überlegen, ob man hier wirklich seine persönlichen Daten eintragen möchte.

Quelle: Schwarzwälder Bote
Artikelbild: Shutterstock / Von HAKINMHAN
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