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Google und Apple: Die Schnittstellen für Corona-Warn-Apps sind nun da

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Aktuell kommt es zu vielen Nutzeranfragen, da viele verwundert sind, da es angeblich ein „Covid19-Update“ auf ihren Smartphones gegeben hätte!

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Mit diesem Artikel wollen wir zu dem Thema aufklären, was es damit auf sich hat!
Android (Google) und iOS (Apple) sind nun Corona-Warn-App-tauglich! Damit eine Corona-Warn-App der Bundesregierungen auch funktionieren kann, müssen Google (Teil des Google-Services) und Apple eine neue Schnittstelle auf den Geräten  aktiveren. Beiden US-Konzerne haben diese Schnittstellen nun veröffentlicht. Voraussetzung dabei ist: Smartphones mit Android-Betriebssystem ab Version 6 und bei iPhones muss iOS 13 installiert sein.

Sobald die ersten Corona-Apps von Gesundheitsbehörden veröffentlicht werden, können diese dann die Tracing-Technik nutzen. Wir selbst haben bereits am 15. April 2020 darüber berichtet.

Beide Unternehmen haben also eine gemeinsam nutzbare Schnittstelle erstellt, durch die es möglich sein soll, die Kontakte von Coronavirus-Infizierten mit gesunden Menschen besser verfolgen zu können. Die Kontaktverfolgung soll anonym und vor Missbrauch geschützt sein.

Wie wird es funktionieren?

Technisch sollte es erst so funktionieren, dass Mitte Mai 2020 Updates für den Google Playstore und den Apple Store kommen sollten, die diese Schnittstelle enthalten. Dies wurde nun zumindest bei Android anders umgesetzt: Die Schnittstelle wurde im Hintergrund in die Einstellungen integriert, zu finden unter Einstellungen -> Google.

Ohne einer Corona-App und aktiven Bluetooth geht gar nichts!

Man kann sich dann freiwillig dafür entscheiden, ob diese Funktion in Verbindung mit einer App des regionalen Gesundheitsministeriums genutzt werden soll.

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Jenes System verwendet dann Bluetooth (was natürlich dann auch aktiviert sein muss), um eine zufällige, anonyme Kennung, die sich alle 10 – 20 Minuten ändert, an Geräte in der Nähe zu übertragen. Infizierte können sich dafür entscheiden, ob sie dem Gerät ihren Gesundheitsstatus anvertrauen.

Wenn nun zwei Geräte die Daten austauschen, wird dem Nutzer, abhängig von der Länge und der Entfernung des Austauschs, mitgeteilt, ob er möglicherweise sich in der Nähe einer infizierten Person befand. Die Identität jener Person bleibe aber anonym.

Google und Apple betonen die Sicherheit des Systems

Beide Unternehmen betonen, dass jener Dienst auf vollständigen Datenschutz ausgerichtet sei: Das System verwende keine Standortdaten, die zufälligen Identifikatoren ändern sich alle 15 Minuten, alle gesammelten Daten werden nur auf dem Gerät selbst verarbeitet, es sei denn, man entschließe sich, die Daten an die Server zu übermitteln. Sprich: Die Covid19-Warn-Apps dürfen nicht auf die GPS-Standortdaten zugreifen oder die Infor­mationen für andere Zwecke verwenden.

Bedenken zu dem System

Sicherheits- und Datenschutzexperten äußern jedoch Bedenken zu dem System, so warnte beispielsweise der FTC-Cheftechnologe Ashkan Soltani, dass das System allzu einfach sowohl falsch-positive als auch falsch-negative Ergebnisse liefern könne.

Fragen und Antworten

Die Seite „TechCrunch“ beteiligte sich an einem Medienaufruf, bei der die Reporter den beiden Unternehmen Fragen zu der geplanten Kontaktverfolgung stellen konnten.

Welche Android- und iOS-Versionen erhalten das Corona – Update?

Laut Apple seien ein Dreiviertel aller Geräte mit iOS 13 ausgestattet, jene werden die Schnittstelle erhalten.
Google wird die Schnittstelle in den Google Playstore in alle Geräte ab Android 6.0 integrieren.

Ab wann ist diese Kontaktverfolgung auf den Geräten verfügbar?

Ab Mitte Mai werden Google und Apple die Software-Updates auf die Geräte aufspielen.
Gesundheitsbehörden werden die Schnittstelle ebenfalls in ihre Apps integrieren.

Wer kann die Schnittstelle nutzen?

Beide Unternehmen sagen, dass nur die Gesundheitsbehörden Zugriff auf die Schnittstelle hätten. Sie sei so ausgerichtet, dass nur autorisierte Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesen die Daten auslesen könnten.

Wo und wie werden die Daten gespeichert?

Die Daten werden grundsätzlich nur auf dem Gerät selbst gespeichert. Bei Übermittlung der Daten werden diese dezentral, also auf weltweit verteilten Servern gespeichert, so dass keine einzelne Regierung beispielsweise Zugriff auf die Daten hat, eine Überwachung somit nicht möglich ist.

Zwar sei, wie Google und Apple zugaben, kein System vollkommen sicher, die Dezentralisierung der Daten mache es aber Hackern mit böswilligen Absichten weitaus schwerer, auf die Daten zuzugreifen.

Wie werden falsch-positive Angaben verhindert?

„Spassvögel“ könnten ja nun auf die Idee kommen, sich bei dem System als COVID-19 Infizierter anzumelden, um Mitmenschen zu ärgern.
Jedoch arbeiten die Unternehmen mit verschiedenen Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens zusammen, die erst eine Diagnose bestätigen müssen, bevor man als Infizierter im System registriert werden kann.

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Fazit

Jene Schnittstelle wird also auf jedem Smartphone landen, es sei denn, man halt ein altes Gerät oder verweigert sich nun jeder Aktualisierung.
Bei der Nutzung ist nun ein hohes Maß an Vertrauen nötig, dass beide Unternehmen ein sicheres System aufgebaut haben, welches weder von Google oder Apple, noch von anderen Unternehmen, Regierungen oder Hackern missbraucht werden kann.

Die Entscheidung, ob man das System dann auch nutzt, ist jedoch letztendlich jedem selbst überlassen.

Nachtrag: Apple und Google richten Schnittstellen für Contact-Tracing auf Smartphones ein, um die Verbreitung von COVID-19 zu beobachten. Die Erwartungen sind jedoch nicht allzu groß. Zu ungenau seien Bluetooth-basierende Lösungen. Die Konzerne sehen Contact-Tracing daher eher als unterstützende Maßnahme für eine klassische Kontaktverfolgung wie Befragungen durch Gesundheitsbehörden.

Verweise: 

Google: Funktion „Benachrichtigungen zu möglichem Kontakt mit COVID-19-Infizierten“ auf Ihrem Android-Smartphone verwenden

Apple: iOS 13 Updates

derStandard: Android: Aufregung um automatische Installation von Contact-Tracing-Framework

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