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Dienstag, 21 September 2021
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Faktencheck: Besteht die Gefahr einer CO2-Vergiftung durch das Tragen von Schutzmasken?

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Auf Social Media verbreitet sich derzeit eine Meldung, die besagt, dass sich beim Tragen von Alltagsmasken der Kohlendioxid-Gehalt der Atemluft derart erhöhe, dass die Gefahr einer CO2-Vergiftung entsteht.

Der Posting-Text besagt genauer, dass unter Schutzmasken CO2-Werte gemessen worden seien, die sich im gefährlichen Bereich bewegen. Dies soll durch das Arbeitsschutz-Poster einer Firma für Gaserzeugnisse bewiesen werden, welches auf die Gefahren von CO2 in geschlossenen Räumen hinweist.

Fakt ist: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist nicht mit dem Aufenthalt in einem geschlossenen Raum gleichzusetzen. Bei der Nutzung der Alltagsmaske macht die Luft darunter lediglich einen Bruchteil der wirklichen Atemluft aus, da diese nicht vollkommen luftdicht sind.

CO2-Werte trotz Alltagsmaske nicht im gefährlichen Bereich

Mediziner und Sprecher der des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Michael Achenbach, erklärt, dass die Luft unter einer Maske maximal ein Zehntel der gesamten Luft eines jeden Atemzuges ausmache.

Und auch die Luft unter der Maske ist ein Luftgemisch. Somit liege der mittlere CO2-Wert der Einatemluft, selbst bei erhöhtem Kohlendioxid-Gehalt unter einer Maske bei 0,1 bis 0,2 Prozent, so Professor Uwe Pliquett vom Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik. Diese Werte liegen noch unterhalb eines kritischen Niveaus.

Zwar sind die Angaben des Arbeitsschutz-Posters richtig, allerdings in Verbindung mit CO2- Messungen unter Masken irreführend.

Die Regel und ihre Ausnahme

Gesunde Menschen haben durch das Tragen einer Einweg- Maske oder einer selbstgemachten Variante, keine Gefährdung zu erwarten, da diese teils luftdurchlässig sind. Ebenfalls unwahrscheinlich sei der bedrohliche Anstieg des Kohlendioxid-Gehalts beim Tragen von FFP2 und FFP3 Masken, so die Deutsche Atemwegsliga.

Allerdings könne es bei Menschen mit chronischer Atemschwäche zu vermehrter Atemarbeit und einer Erhöhung des Kohlendioxidanteils kommen, wodurch das Masketragen als unangenehm oder bedrohlich wahrgenommen werden könne.

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Quellen und Verweise:
Gastautorin: Annika Hommer

 

 


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