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Freitag, 28 Januar 2022

Gefälschte BAWAG SMS im Umlauf

Wie unser Kooperationspartner Watchlist Internet berichtet, kursieren momentan gefälschte SMS-Nachrichten im Namen der BAWAG.

Im SMS mit „BawagPSK“ als Absender werden EmpfängerInnen darüber informiert, dass ihr Konto angeblich gesperrt wurde und eine Sicherheitsapp installiert werden muss. Klicken Sie keinesfalls auf den Link. Dieser führt auf eine gefälschte BAWAG-Website!

Mit dem gefälschten BAWAG-SMS zielen Kriminellen darauf ab, möglichst viele EmpfängerInnen auf eine nachgebaute BAWAG-Login-Seite zu locken. Zugangsdaten, die dort eingetippt werden, landen direkt bei den Kriminellen. In weiterer Folge werden Opfer auch noch aufgefordert Schadsoftware herunterzuladen!

Unterschiedliche Varianten der FAKE-SMS

Die betrügerischen SMS-Nachrichten im Namen der BAWAG existieren in unterschiedlichen Varianten. Folgende Formulierungen sind bisher bekannt:

  • Ihr Konto wurde gesperrt. Zur Entsperrung Ihres Kontos, bitte fortfahren unter: [LINK]
  • Um die Sperrung Ihres Kontos zu vermeiden, ist es erforderlich unsere neue Sicherheits-App auf Ihrem Smartphone zu installieren. [LINK]
  • Änderung unserer AGBs. Damit Sie weiterhin Ihr Konto nutzen können, ist erforderlich unsere neue Sicherheits App auf Ihrem Smartphone zu installieren. [LINK]
  • Damit Sie weiterhin Ihr Konto nutzen können, ist erforderlich unsere neue Sicherheits App auf Ihrem Smartphone zu installieren. [LINK]
Tipp: Ein Link in einer SMS ist ein Hinweis, dass eine Nachricht FAKE ist! Klicken Sie diesen niemals übereilt an.

Betrügerische SMS erkennen

Betrügerische SMS-Nachrichten, die darauf abzielen Kreditkarten-, Bank- oder Logindaten zu stehlen, nehmen aktuell immer mehr zu. Sie können sie aber anhand einiger Merkmale als betrügerisch entlarven und löschen:

  • In der Nachricht befindet sich ein Link.
  • Die Nachricht ist voller Rechtschreib- und Grammatikfehler.
  • Der Inhalt der Nachricht macht keinen Sinn oder ist unplausibel, vielleicht sind Sie ja gar keine Kundin oder kein Kunde bei der BAWAG. Unser Tipp: Wenn Sie eine Benachrichtigung beunruhigt, rufen Sie lieber bei Ihrer Bank an und fragen nach, was es auf sich hat.

Keine Apps außerhalb des Play Stores installieren

Einige Links dieser betrügerischen Nachrichten führen in weiterer Folge zu Schadsoftware. Kriminelle fordern EmpfängerInnen auf der gefälschten BAWAG-Webseite auf, die vermeintlich neue Sicherheitsapp herunterzuladen. Achtung: Dabei handelt es sich um Schadsoftware!

Tipp: Laden Sie Apps niemals außerhalb des Play Stores herunter! Bei den meisten Android-Geräten ist der App-Download außerhalb des Play Stores standardmäßig deaktiviert. Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung nicht zu ändern.

Kontrollieren Sie bei Ihrem Gerät, ob der App-Download außerhalb des App-Stores deaktiviert ist:

  • Android: Einstellungen -> Biometrische Daten und Sicherheit -> Unbekannte Apps installieren -> bei allen Anwendungen sowie bei Ihrem Browser auf „Nicht zulässig“ setzen.
  • IOS: Bei IOS-Geräten ist die Installation von Apps aus unbekannten Quellen nicht möglich.

Sie sind in die Falle getappt?

Kontaktieren Sie Ihre Bank und erklären, dass Sie Opfer eines Datendiebstahls wurden. Wenden Sie sich umgehend telefonisch an die Hotline der BAWAG: +43 (0) 5 9905 995. Klären Sie das weitere Vorgehen zur Schadensvermeidung ab.

Ist Ihnen bereits ein finanzieller Schaden entstanden, sollten Sie eine kostenlose Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

Die BAWAG ruft außerdem auf, Phishing-SMS oder Phishing-E-Mails an [email protected] weiterzuleiten.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die Watchlist Internet auf der Seite „Beratung & Hilfe“ aufgelistet hat.

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Quelle: Watchlist Internet, BAWAG


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