Aktuelles Mord in Frankfurt - Hetze mit einem falschem Foto

Mord in Frankfurt – Hetze mit einem falschem Foto

Facebook-Themen

Ermittlungen wegen sexuellem Missbrauch in Koblenzer Kita

In den sozialen Medien häufen sich derzeit Mitteilungen über einen angeblichen sexuellen Missbrauch in einer Koblenzer Kindertagestätte. Nachdem der Vorfall bekannt wurde, wurden intensivste Ermittlungen...

Nein, die „Baufirma Meyer GmbH“ verlost kein Traumhaus!

Bei der Facebook-Seite "Baufirma Meyer GmbH" handelt es sich um keine offizielle Seite des Unternehmens. Ein gefälschtes Gewinnspiel der "Baufirma Meyer GmbH", das mit dem...

Die Flugblätter mit Falschinformationen über Corona

In vielen Briefkästen finden sich Flugblätter, auf denen sich nachweislich mehrere Falschbehauptungen über Corona finden. Jene Flugblätter, die aus der Querdenker-Szene stammen und oftmals von...

Rarer Fang: Kleiner weißer Hai mit nur einem Auge

Indonesische Fischer machten am 10. Oktober einen ungewöhnlichen Fang: In einem Hai fanden sie drei Babyhaie, einer von ihnen war milchig weiß und hatte nur...
-WERBUNG-

Ein Eriträer stieß Mutter und Kind vor einen einfahrenden Zug, das Kind starb. Nun kursiert ein Foto, welches zusammen mit dem Text die Wut auf den vermeintlichen Täter noch anheizen soll.

- Werbung -

Jenes Sharepic wird derzeit verstärkt auf WhatsApp geteilt:

Screenshot: mimikama.at

Der Text auf dem Bild:

„Der kleine Oskar war erst vor kurzem 8 geworden. Ein gesuchter Gewalttäter ohne Aufenthaltserlaubnis stiess ihn unter die Räder des 100 Tonnen schweren ICE“

Die Intension hinter dem Sharepic ist deutlich:
Es wird mit dem Bild eines Kindes die Tat verbildlicht, das Opfer bekommt ein Gesicht, die Wut auf den Täter wird damit noch intensiver. Der Text soll zudem durch die Beschreibung des Täters suggerieren, dass die Tat hätte verhindern werden können, da ja der Täter laut jener Beschreibung bereits ohnehin ein gesuchter Gewalttäter sei, der zudem noch nicht einmal eine Aufenthaltserlaubnis hatte.

Falsches Bild

Eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt recht schnell, dass es sich nicht um den toten Jungen handelt, sondern um das Foto eines Kindes, welches insbesondere für Frisurenseiten oft verwendet wird.

Screenshot: mimikama.at

Die Fehler im Text

  • Der Name des getöteten Jungens wurde nie veröffentlicht, er hieß also wahrscheinlicht nicht einmal Oskar
  • Der vermeintliche Täter wurde nur in der Schweiz gesucht, da er eine Nachbarin mit dem Messer bedrohte, bei den deutschen Behörden war er nicht zur Fahndung ausgeschrieben
  • Er reiste 2006 illegal in die Schweiz ein, 2008 wurde sein Asylstatus anerkannt, seitdem lebt er legal mit Frau und Kindern in der Schweiz
  • Er fuhr mit dem Zug von Basel nach Frankfurt, nach bisherigem Kenntnisstand war der Grenzübertritt legal

- Werbung -

Fazit

Ein beliebig aus dem Internet herausgesuchtes Bild und der Text mit erfundenem Namen des Kindes und einer falschen und irreführenden Beschreibung des Täters sollen die Wut auf den Täter noch mehr erhöhen. Zwar geschah erst kurz vorher eine ähnliche Tat in Voerde, doch darüber wird sich weitaus weniger aufgeregt, in diesem Fall jedoch schon, da der vermeintliche Täter ein Eriträer ist, die Tat somit politisch besser instrumentalisiert werden kann.

Um dies noch einmal klarzustellen:
Die Tat ist auf das Schärfste zu verurteilen! Es hilft jedoch nichts, die Tat einfach mit der Herkunft des Täters zu „erklären“, es ist auch falsch, dies auf alle Flüchtlinge zu verallgemeinern, da er ja nicht einmal in das Raster „Merkels Flüchtlingspolitik“ passt.
Der Mann lebt schon seit 2006 in der Schweiz, also bereits vor Beginn der Flüchtlingswelle 2015, und dann auch nicht einmal in Deutschland. Er galt als gut integriert, es war nicht voraussehbar, dass er eine solche Tat begehen würde.

DIe Tat an sich ist schon furchtbar genug. Die Nationalität des Täters für politische Zwecke auszuschlachten, ist schon mehr als grenzwertig.
Nun aber auch noch ein Sharepic mit falschen Angaben und einem erfundenen Namen des Opfers und mit falschem Bild zu verteilen, um die Emotionen noch ein wenig höher kochen zu lassen, zeugt schon von einem besonderen Maß an Boshaftigkeit.

- Werbung -
Die Corona-Krise! Wir brauchen deine Unterstützung

Die Corona-Krise stellt uns alle vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen.

Unsere Unterstützung an der Gesellschaft ist es, gegen Fakenews anzukämpfen und dies mittlerweile knapp 20 Stunden am Tag und dies 7 Tage in der Woche. Durch diese Krise haben wir zwar mehr Zugriffe auf die Webseite und unsere Nützlichkeit für NutzerInnen steigt jeden Tag aber andererseits brechen uns seit Monaten, aufgrund der Corona-Krise, Werbeeinnahmen weg. Das Resultat: Umsatzverlust und bevorstehender Abbau von Mitarbeitern.

Gegenüber anderen Medien haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstützen Sie uns und tragen auch Sie dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst Du unterstützen: via
PayPal, Steady oderPatreon

Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Aktuelle Nachrichten aus dem In- und Ausland

Dieser Inhalt wurde von EURONEWS GERMANY zur Verfügung gestellt.

In ganz Deutschland: Beherbergungsverbote für Reisende aus Risikogebieten

0
In Deutschland und in der Schweiz machen höhere Infektionszahlen Sorge. Doch was bringen Beherbergungsverbote?  Die Politik rät zu einem Corona-Urlaub in Deutschland. Doch das ist teils...

Trump-Sprecherin Kayleigh McEnany ebenfalls mit Corona infiziert

0
Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Kayleigh McEnany, ist ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. McEnany gab auf Twitter bekannt, ein Corona-Test sei positiv ausgefallen. Sie...

Top-Artikel

Ermittlungen wegen sexuellem Missbrauch in Koblenzer Kita

In den sozialen Medien häufen sich derzeit Mitteilungen über einen angeblichen sexuellen Missbrauch in einer Koblenzer Kindertagestätte. Nachdem der Vorfall bekannt wurde, wurden intensivste Ermittlungen...

Nein, die „Baufirma Meyer GmbH“ verlost kein Traumhaus!

Bei der Facebook-Seite "Baufirma Meyer GmbH" handelt es sich um keine offizielle Seite des Unternehmens. Ein gefälschtes Gewinnspiel der "Baufirma Meyer GmbH", das mit dem...

Die Flugblätter mit Falschinformationen über Corona

In vielen Briefkästen finden sich Flugblätter, auf denen sich nachweislich mehrere Falschbehauptungen über Corona finden. Jene Flugblätter, die aus der Querdenker-Szene stammen und oftmals von...

Rarer Fang: Kleiner weißer Hai mit nur einem Auge

Indonesische Fischer machten am 10. Oktober einen ungewöhnlichen Fang: In einem Hai fanden sie drei Babyhaie, einer von ihnen war milchig weiß und hatte nur...

Dmitriy Stuzhuk: Warum das Schicksal des verstorbenen Influencers so viral geht.

Dmitriy Stuzhuk war ein sogenannter Fitness-Influencer auf Instagram, der an Covid-19 erkrankte und nun verstorben ist. Sein Schicksal ist derzeit in vielen Medien zu...
-WERBUNG-
-WERBUNG-
Datenschutz
Wir, Mimikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Vereinssitz: Österreich), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Wir, Mimikama-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Vereinssitz: Österreich), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: