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Freitag, 22 Oktober 2021

Forscher bekommen mehr Drohungen, wenn sie sich zu Covid19 äußern

Eine Befragung unter Forschern hat ergeben, dass sich die Drohung häufen, wenn sie sich öffentlich zu Covid-19 äußern.

Forscherinnen und Forscher werden laut einer Umfrage von Nature bedroht, wenn sie sich in der Öffentlichkeit über das Coronavirus und Covid-19 äußern. Das Ergebnis: 15 % von ihnen bekamen daraufhin Morddrohung. Doch es gab auch andere Drohungen, denn 22 % der Befragten gaben an, auch körperliche oder sexuelle Gewalt angedroht bekommen zu haben.

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Es handelt sich hierbei um Ergebnisse aus einer von Nature durchgeführten Umfrage unter mehr als 300 Wissenschaftlern, die den Medien Interviews zu COVID-19 gegeben haben. Viele von ihnen hatten sich auch in den Social Media über die Pandemie geäußert. Das Ergebnis verblüfft uns nicht unbedingt, zeigt jedoch deutlich ein Problem: Viele von ihnen wurden daraufhin belästigt oder beschimpft und bekamen Drohungen.

Nature führt einige Beispiele dazu an. Einer der auch hier bekannten und als Beispiel genannten Personen ist. Anthony Fauci. Fauci ist der Leiter des US-amerikanischen National Institute of Allergy and Infectious Diseases (Nationales Institut für Allergien und Infektionskrankheiten). Fauci stand sogar unter Personenschutz (ganz ähnlich wie der damalige Gesundheitsminister Anschober in Österreich).

Aber auch der britische Chefarzt Chris Whitty wird von nature als ein Beispiel mit realen Auswirkungen angeführt: Er wurde auf der Straße gepackt und geschubst. Neben Whitty und Fauci kommt auch Virologe Christian Drosten in dem Artikel von nature vor. Drosten erhielt ein Paket mit einem Fläschchen mit der Aufschrift „positiv“ und einer Notiz, die ihn aufforderte, es zu trinken.

Warum die Drohungen?

Das Ziel dahinter dürfte deutlich sein, es geht um das sogenannte Silencing! Das Ziel der Beleidigungen und Beschimpfungen liegt nämlich darin, potentielle Gegner zum Schweigen zu bringen. Auch bei Mimikama kennen wir diese Silencing-Versuche nur zu gut. Regelmäßig bekommen wir entsprechende E-Mails oder werden in den Kommentaren beschimpft.

Drohungen sollen zum Schweigen bringen
Drohungen sollen zum Schweigen bringenDrohungen sollen zum Schweigen bringen

Egal, wer diese Drohungen bekommt, beim Silencing bemerken wir häufig sehr diffuse und abstrakt gehaltene Abwertungen. Diese müssen nicht zwingend auf die Zielpersonen zutreffen. Deutlich häufiger als Männer bekommen Frauen die volle Brutalität der Beleidigungen und Bedrohungen ab. Hier gehen die Drohungen meist in Richtung Vergewaltigung und Bodyshaming, also Beleidigungen, die auf das Äußere abzielen. In häufig verwendeten Kombinationen wirken Bodyshaming und Vergewaltigungsdrohungen umso stärker.

Das zeigt auch die Umfrage von Nature, die sich mit noch mehr Aspekten zu diesem Thema auseinandersetzt haben. Drohungen als Gefahr für Forschende. Die gesamte Analyse unter dem Titel „‘I hope you die’: how the COVID pandemic unleashed attacks on scientists“ ist HIER zu lesen.

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