Aktuelles Will das Familienministerium "Vater" und "Mutter" abschaffen?

Will das Familienministerium „Vater“ und „Mutter“ abschaffen?

Facebook-Themen

Freundschaftsanfragen: So behält man den Überblick auf Facebook

Wie man die Übersicht über Facebook Freundschaftsanfragen - erhaltene und gesendete - behält. Zu einer neuen Freundschaftsanfrage erhält man eine Benachrichtigung. Doch wo kann man...

Gefälschte MediaMarkt-Seite auf Facebook lockt wieder mit Gewinn

Bei der Facebook-Seite „MediaMarkt, Oberwart“ handelt es sich um keine offizielle Seite des Unternehmens. Die Facebook-Seite „MediaMarkt, Oberwart“ gibt vor, 10 Segway Ninebot ES2 zu...

Zwarte Piet verboten? Nein, aber „blackface“!

Viele Medien berichten, Facebook verbiete den sogenannten "Zwarte Piet“. Stereotype Darstellungen des in den Niederlanden und Belgien bekannten Nikolaushelfers "Zwarte Piet" sind ab sofort auf...

Fragwürdige Corona-Infos: Facebook löscht mehr als 7 Millionen Beiträge

Facebook greift bei Falschinformationen im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus härter durch. Wie der ORF berichtet, hat Facebook seit April mehr als sieben Millionen Beiträge...

Die Kommentare reichen von „Genderwahnsinn“ und „Gendergaga“ bis hin zu handfesten homophoben Beleidigungen: Angeblich sollen die Begriffe „Mutter“ und „Vater“ abgeschafft werden!

- Werbung -

Erst jetzt bekommen wir viele Anfragen dazu, ausgelöst durch einen Artikel der Seite „Manntastisch„, obwohl das Thema bereits im Mai aufkam, im Juni sich dann seitens diverser Parteien darüber aufgeregt wurde. Doch die künstliche Aufregung ist vollkommen sinnlos:

„Mutter“ und „Vater“ werden nicht abgeschafft! Es geht nur um einen Vorschlag für die Änderungen von Formularen, um Solidarität zu zeigen und das Thema nicht zu tabuisieren!

Auch wenn dies nahezu marktschreierisch behauptet wird, wie hier beispielsweise von Beatrix von Storch (AfD):

Oder hier von der CSU:

Völlig irre: Mutter und Vater sollen zu Elternteil 1 und Elternteil 2 werden. So empfiehlt es das SPD-geführte…

Gepostet von CSU (Christlich-Soziale Union) am Donnerstag, 13. Juni 2019

Wie kommt es zu dieser Behauptung?

Angefangen hat es mit dem „Regenbogenportal„, einer Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ). Auf dieser Seite gibt das Ministerium Informationen zu den Themen „gleichgeschlechtliche Lebensweisen“ und „geschlechtliche Vielfalt“.
Eltern, Lehrer, aber auch Schülerinnen und Schüler werden mit Portal angesprochen, um sich mit den Thematiken auseinanderzusetzen. Ziel ist es, dass nicht nur Schüler nicht mehr wegen ihrer sexuellen Einstellung gemobbt werden, sondern dass auch Lehrer, Erzieher und Eltern mehr von einem Schubladendenken abkommen.

Hinweis
Du bist auch auf Facebook? Dann folge uns doch auch in unsere Gruppe 🙂
- Werbung -

Bereits im Mai wurde die Diskussion erstmal durch die Seite „kath.net“ angeheizt, die berichteten, dass es „dem Familienministerium um die Abschaffung von Mann und Frau, von Ehe und Familie und auch um die Abschaffung von Vater und Mutter“ gehe, so der Leiter der christlichen Initiative „Kinder in Gefahr“.

In einem Artikel des im Mai gestarteten „Regenbogenportal“ werden speziell Lehrkräfte angesprochen, wie sie ein Umfeld schaffen können, in dem sich auch nicht-heterosexuelle Schülerinnen und Schüler wohlfühlen.
Ein kleiner Satz in diesem Artikel sorgte nun für die große Aufregung:

Screenshot: mimikama.at, Quelle: Regenbogenportal

„Die mangelnde Sichtbarkeit von LSB (Lesben, Schwule, Bisexuelle) im sozialen Umfeld von Schüler_innen verstärkt viele Vorurteile. Lehrkräfte können diesen entgegen wirken und solidarisches Verhalten fördern, indem sie zum Beispiel in Formularen auf geschlechtsneutrale Formulierungen achten (beispielsweise „Elternteil 1 und 2“ statt „Mutter und Vater“).“

Konkret geht es also nur um einen Vorschlag für die Änderungen von Formularen, um Solidarität zu zeigen und das Thema nicht zu tabuisieren!

Auch das BFMSJ äußerte sich auf Facebook zu den Vorwürfen, die Begriffe „Vater“ und „Mutter“ solle abgeschafft werden:

Klarstellung zur aktuellen Debatte um die Formulierung "Elternteil" in Formularen

Gepostet von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Donnerstag, 13. Juni 2019

„Bei der Bezeichnung von „Elternteil 1“ und „Elternteil 2“ geht es lediglich um einen Oberbegriff in einem Behördenformular. Jede Mutter bleibt Mutter und jeder Vater bleibt Vater. Daran etwas zu ändern, steht überhaupt nicht zur Debatte. Selbstverständlich sprechen wir im Alltag und wenn wir uns unterhalten weiterhin von Müttern und Vätern. In Formularen können mit dem Begriff „Elternteil“ aber alle Familienkonstellationen wert- und hierarchiefrei berücksichtigt werden. Beim Elterngeld-Antrag ist das übrigens schon seit Jahren überall in Deutschland gelebte Praxis und klappt bei 1,8 Millionen Eltern reibungslos.“

- Werbung -

Fazit

Die ganze Empörung ist also absolut sinnlos. Die Begriffe „Mutter“ und „Vater“ sollen nicht abgeschafft werden, auch wird nicht gefordert, sondern nur vorgeschlagen, geschlechtsneutrale Bezeichnungen in Formularen zu verwenden.
Im Übrigen wird auch nur bei einem Vorschlag bleiben, da der Bereich „Bildung“ vor allem Ländersache ist, der Bund somit ohnehin kein wirkliches Mitspracherecht hat, wie die einzelnen Länder ihre Formulare gestalten.

Artikelbild: Shutterstock / Von Bjoern Deutschmann
An alle unsere Leserinnen und Leser! Wir brauchen deine Unterstützung! Wir haben keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten offen halten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon
- Werbung -

Finger weg von fremden Bildern im Internet!

Mal eben aus dem Internet ein Foto nutzen, ein Logo kopieren oder sein Community-Profil mit Bildern aus dem Netz aufpeppen? Vorsicht – wer dabei...

Senioren werden Opfer von Internetbetrügern und verlieren viel Geld

Vorsicht - Betrüger haben es aktuell vor allem auf Senioren abgesehen! Wie die Polizei Neubrandenburg warnt, ist es in den vergangenen Tagen Betrügern in ihrem...

Verwechselte Trump Beirut mit Bayreuth? (Faktencheck)

Es wäre nicht das erste Mal, dass Trump Probleme mit Länder- und Städtenamen hat... Der Screenshot eines Tweets des US-Präsidenten Donald Trump kursiert und sorgt...

Top-Artikel

Freundschaftsanfragen: So behält man den Überblick auf Facebook

Wie man die Übersicht über Facebook Freundschaftsanfragen - erhaltene und gesendete - behält. Zu einer neuen Freundschaftsanfrage erhält man eine Benachrichtigung. Doch wo kann man...

Mann rettet schreiendes Baby aus überhitztem Auto! Vater erstattet Anzeige

Burg auf Fehmarn: Baby schreit in geparktem Pkw - Scheibe eingeschlagen Am Freitag (07.08.2020) wurde von einem Verkehrsteilnehmer aus einem zum Parken abgestellten Auto heraus...

Ägypter outen Sextäter via Social Media

"Opfer können Übergriffe nicht melden": Wut auf Regierung und Elite entlädt sich im Web Aus Verzweiflung über die Untätigkeit der Behörden greifen die Opfer von...

COVID-19: Viele US-Eltern werden Impfmuffel

Experten von Orlando Health warnen bereits bei Kinderkrankheiten vor einer Pandemie In den USA sind die Impfraten inmitten der Corona-Krise stark rückläufig. Forscher von Orlando...

Nein, in Österreich werden keine Kinder in einer Tiefgarage unter Zwang getestet.

"Schulkinder und Kindergartenkinder von 2 bis 6 Jahren wurden in einer Tiefgarage in Oberösterreich mit einem schmerzhaften Mund- Nasenabstrich unter Zwang getestet." So beginnt ein...
-WERBUNG-
-WERBUNG-
-WERBUNG-