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Falschmeldung: Toilettenpapier nicht mit neuem Coronavirus kontaminiert

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Vorsicht: Die Eilmeldung über kontaminiertes Toilettenpapier vom Discounter ist eine Falschmeldung! Es gibt keine Rückrufaktion!

Die Papierhülsen von Toilettenpapier sind nicht mit SARS-CoV-2 kontaminiert

In einer Eilmeldung wird verkündet, dass Toilettenpapier vom Discounter den neuen Coronavirus übertragen könne.
Es handelt sich um eine Falschmeldung.

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Es geht um folgenden Statusbeitrag, der auf Facebook geteilt wird:

Screenshot mimikama.at
Screenshot mimikama.at

Achtung Achtung Eilmeldung!!!

FAST ALLE DISCOUNTER rufen ihr TOILETTENPAPIER DRINGEND ZURÜCK!!! Es hat sich herausgestellt, dass die Papphülsen in Wuhan, VR China, gefertigt wurden und im Verdacht stehen den Corona-Virus zu übertragen!
Wer also Klopapier in sinnlosen Mengen gekauft hat, ist jetzt ganz schön angeschissen!

Der Faktencheck

Erst vor kurzem erreichten uns Anfragen zu einem ähnlichen Statusbeitrag, in dem behauptet wurde, „COVID-19 wäre in Toilettenpapier gefunden worden und ein Stamm von tödlichen Viren würde in den Gewebefasern brüten“. (wir berichteten)

Auch das aktuelle Gerücht ist an den Haaren herbeigezogen.

Viren überleben auf porösen Oberflächen schwer. Laut Rachel Graham, Epidemiologin an der Universität von North Carolina, „verfangen“ sich die Viren in den winzigen Zwischenräumen und können nur schlecht übertragen werden. Zudem zeigt sich SARS-CoV-2 in der Umwelt instabil.

Generell sollte man sich an die Faustregel halten, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen, wenn man Dinge berührt hat, die vorher von anderen Menschen berührt wurden. Mehr Informationen zu Metallen und Geweben findest du in diesem Artikel.

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Welche Rolle spielt eigentlich der Warentransport, wenn es um ein Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 geht?

Wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erklärt, ist eine Infektion über importierte Waren sehr unwahrscheinlich. Im Vorfeld müsste

  • eine Kontamination stattgefunden haben,
  • das Virus nach mehrtägigem oder mehrwöchigem Transport noch aktiv sein und
  • das Virus als Tröpfchen- oder Schmierinfektion in ausreichender Zahl übertragen werden.

Ob das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 in flüssigem oder getrocknetem Material mehrere Tage infektiös bleibt, ist bisher unbekannt. Ein Erhalt der Infektiosität auf abgetrockneten Oberflächen, z. B. Verpackungen oder technischen Geräten ist unwahrscheinlich.

Hinweise zu Infektionsgefährdungen durch Kontakt mit Waren aus China gibt es und gab es auch bei der SARS-Epidemie 2003 nicht. Es wird die Einhaltung einer Grundhygiene empfohlen, wozu insbesondere regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife gehört.

Halten Sie jedoch die üblichen für Ihre Branche festgelegten Schutzmaßnahmen bei Gefährdungen durch Biostoffe ein, wenn Ungeziefer oder Schimmelbefall auftreten (s.a. DGUV-Praxishilfe Frachtcontainer).

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Tätigkeiten mit Tieren oder Ungeziefer und deren Ausscheidungen können mit einer Exposition gegenüber Biostoffen (Bakterien, Viren, Parasiten und Pilzen) verbunden sein und fallen unter die Biostoffverordnung (BioStoffV). Eine Hilfestellung für die Gefährdungsbeurteilung gibt die TRBA 400. Informationen über tierartspezifische Infektionserreger liefert z. B. die TRBA 230.

Die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung allgemein festzulegenden Arbeitsschutzmaßnahmen sollten in der Regel ausreichend sein, um selbst für den äußerst unwahrscheinlichen Fall einer SARS-CoV-2-Kontamination, einen Schutz auch vor solchen Infektionen sicher zu stellen.

Die aktuellen Auskünfte des RKI und des BfR geben ebenfalls Auskunft zu importierten Waren und weiteren Belangen zum SARS-CoV-2:

RKI: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2

BfR: Atemwegserkrankungen durch neuartiges Coronavirus (2019-nCoV)

Fazit:

Es handelt sich um eine Falschnachricht. Kein Discounter ist von kontaminiertem Klopapier betroffen, dessen Papierhülsen aus Wuhan stammen.

Zudem gehen die oben genannten Forscher davon aus, dass sich der Virus nur sehr schlecht auf porösen Oberflächen halten kann und sich in der Umwelt generell instabil verhält. (schau dir hierzu auch bitte diesen Artikel an)

Leider gibt es bis dato noch keine definitiven Untersuchungen zu den Übertragungswegen speziell für SARS-CoV-2.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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