Blogheim.at Logo
Start Aktuelles Gefahr durch falsche Termineinladungen per E-Mail

Gefahr durch falsche Termineinladungen per E-Mail

Videos

Impfpässe im Darknet bestellen: LKA warnt vor schweren Folgen

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat wertvolle Hinweise über die Gefahren gefälschter Impfpässe veröffentlicht. Das "Grüne Zertifikat" der EU lässt noch auf sich warten, soll aber...

Schneller zur Impfung: Diese Onlineplattform soll Terminvergabe vereinfachen

Die Impfterminvergabe läuft bei vielen Hausärzten alles andere als effizient ab. Die Plattform sofort-impfen.de könnte das jetzt ändern. Bereits über 200.000 Impfwillige haben sich auf...

Amazon deckt Fakes auf: viele Artikel wurden 2020 vernichtet

Amazon hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen im Jahr 2020 mehr als zwei Millionen Fake-Artikel vernichtet hat. Zudem wurden auch über zehn Milliarden Anzeigen...

Videografik: Ransomware und wie sie wirkt

In den USA ist die größte Pipeline des Landes Ziel eines Hackerangriffs geworden. Bei dem Angriff wurde sogenannte Ransomware eingesetzt. Dabei handelt es sich...

Facebook-Themen

Facebook: Pop-up mahnt zum Lesen vor dem Teilen

Ein Facebook-Beitrag ist schnell geteilt! Aber lesen wir alle Beiträge, bevor wir sie teilen? Facebook testet jetzt ein Pop-up, das User auffordert, Nachrichtenartikel vor dem...

Facebook: Lass dich tracken, damit Facebook kostenlos bleibt!

Seit Jahren betont Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dass Facebook immer kostenlos bleiben solle. Mit der neuen Apple App Tracking Transparency erscheint für iOS-User bei Facebook und...

Mit einem realen Zugunglück, sollen Facebook-Nutzer in die Falle gelockt werden.

Nein, es gab kein tragisches Zugunglück in Köln! Beiträge auf Facebook sollen Nutzer in eine Phishing-Falle führen! Auf Facebook wird – vermehrt in Gruppen –...

Faktencheck: „Es geht momentan eine Bande um…“ (Auto angefahren)

Aktuell macht ein Beitrag auf Facebook die Runde, der mittlerweile knapp 7.000x geteilt wurde und viele Nutzer in Angst und Schrecken versetzt. Auf einer Warnung,...
-WERBUNG-

Derzeit werden als Termineinladungen getarnte Phishing-E-Mails verschickt. Die Verbraucherzentrale erklärt, wie man diese Phishing-E-Mails erkennt.

- Werbung -

Der E-Mail-Spam kommt harmlos und unverdächtig daher: Termineinladungen per E-Mail. In den Verbraucherzentralen häufen sich die Beschwerden über falsche Termin-Einladungen, die über verschiedene E-Mail-Programme verschickt werden. Gefahren bestehen nicht nur für Anwender:innen des weit verbreiteten Microsoft-Programms Outlook, sondern auch für Werkzeuge wie Thunderbird, iCal, Google-Kalender etc..

Neben den Möglichkeiten, den Termin anzunehmen oder abzulehnen, enthält die Nachricht oft auch einen Link, der auf gefährlichen Inhalt führt. Den sollten Sie auf keinen Fall öffnen! Dahinter können Internetseiten oder Anwendungen stecken, die sensible Daten – wie zum Beispiel Kreditkarteninformationen, Geburtsdaten und Anschriften – „fischen“. Diese Masche nennt man Phishing. Betrüger:innen können die gewonnenen Daten dann entweder verkaufen oder direkt nutzen, um Konten leer zu räumen oder Waren auf den Namen der Betroffenen zu kaufen.

Screenshot einer Phishing-E-Mail mit Termin-Einladung / Bildquelle: Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern

Besonders tückisch: Die Absender der Spam-Mails können sogar befreundete Personen oder Arbeitskollegen sein, deren Konten gehackt wurden. Bevor Sie so einen Termin ablehnen oder bestätigen, fragen Sie also unbedingt – am besten telefonisch – beim vermeintlichen Absender nach, ob die Einladung wirklich echt ist.

Besonders begehrte persönliche Daten sind E-Mail-Adressen, die nachweislich aktiv sind. Die Termineinladung hilft den Spammern dabei, das herauszufinden. Denn wird ein Termin bestätigt oder abgelehnt, erhalten die Absender der E-Mail meist eine Nachricht darüber. Die Methode an sich ist nicht neu, es gibt sie schon seit einigen Jahren. In letzter Zeit haben derartige Spam-Einladungen und somit die Beschwerden in der Verbraucherzentrale aber stark zugenommen..

So erkennen Sie falsche Termineinladungen

  1. Absender prüfen
    Seien Sie skeptisch, wenn Sie den Absender einer Mail nicht kennen. Mit einem Mouseover (Drüberfahren mit dem Mauszeiger über den Link) können Sie die Zieladresse des Links sehen – ohne dass Sie den Link selbst anklicken müssen. Das reicht oft, um einen Spamversuch aufzudecken. Kennen Sie den Absender, können sie ihn einfach anrufen und nachfragen, ob die Termineinladung echt ist. Oft werden E-Mail-Accounts gehackt und dann von dort mit dem Namen des gehackten Benutzers Spam versendet.
  2. Spam-Mail und Termin löschen
    Löschen Sie nicht nur die Spam-Nachricht aus dem Posteingang, sondern auch den Termin im Kalender selbst. Sie sollten nicht auf „Einladung ablehnen“ klicken, weil Sie dem Absender damit signalisieren, dass Sie Ihren Posteingang nutzen. Wichtig: Auch beim Löschen droht allerdings eine Falle. Denn das E-Mail-Programm Outlook fragt automatisiert nach, ob der Empfänger dem Organisator antworten möchte. Hier ist es wichtig, „Nein“ auszuwählen. Ansonsten erhält der Spammer Ihre Absage und hat damit genau die erhoffte Bestätigung, dass dieses Konto aktiv genutzt wird.
    In manchen Fällen ist der Termin bereits in den Kalender eingetragen. Dann sollten Sie beim Löschen zudem aufpassen, nicht versehentlich eine Bestätigung an den Absender – also den Betrüger:innen – zu senden.
  3. Outlook-Einstellungen prüfen
    Überprüfen Sie die folgenden Einstellungen in Outlook: Unter Datei/Optionen/E-Mail befindet sich eine Einstellung „Besprechungsanfragen und Antworten auf Besprechungsanfragen sowie Abstimmungen automatisch bearbeiten“. Sie ist standardmäßig aktiv. Das bedeutet aber nur, dass beim Eingang einer Einladung automatisch ein Kalendereintrag angelegt wird, eine Antwort wird nicht gesendet. Nehmen Sie den Haken raus, müssen Sie künftige Spam-Termine nicht mehr von Hand löschen.
    Die Einstellung für die automatische Beantwortung von Besprechungsanfragen ist standardmäßig nicht konfiguriert. Wenn Sie hier jedoch Einstellungen für die automatische Verarbeitung vorgenommen haben, können Sie von Kalender-Spam heimgesucht werden. Diese Einstellung können Sie wieder deaktivieren.

Wer Outlook übrigens, zum Beispiel für die Arbeit, mit Businesskonto und der Exchange-Funktion verwendet, für den gibt Microsoft hier passende Informationen.

Termin-Spam im iPhone-Kalender

Wenn Sie ein iPhone oder iPad nutzen, kann es in Ihrem Kalender auch plötzlich mal so aussehen:

Zehn Spam-Termine an einem Tag: Beispiel eines iPhone-Kalenders. / Bildquelle: Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern

Auch auf solche Termine sollten Sie nicht durch „Vielleicht“, „Annehmen“ oder „Ablehnen“ reagieren! Sie können sie stattdessen bei Apple als unerwünschte Werbung melden. Der Apple-Support empfiehlt in solchen Fällen, nach ungewollt abonnierten Kalendern zu suchen und diese zu entfernen. Dass Ihnen nach dem Empfang von Terminen per E-Mail vorgeschlagen wird, die Termine direkt im Kalender anzulegen, können Sie abschalten. Öffnen Sie dazu die Einstellungen Ihres iPhones, tippen dann auf Kalender, danach auf Siri & Suchen und schalten Siri-Vorschläge in App anzeigen ab.

- Werbung -

Quelle: Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern 
Auch interessant:
Im Darknet haben Ermittler eine Kinderpornografie-Plattform mit mehr als 400.000 Mitgliedern stillgelegt. Den Behörden in Deutschland ist ein großer Schlag gegen eine international ausgerichtete Kinderpornografie-Plattform gelungen.
- Werbung -
Mimikama-Buch „Angriff auf die Demokratie"
Mimikama-Buch „Angriff auf die Demokratie"

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Die Corona-Krise! Wir brauchen deine Unterstützung! Die Corona-Krise stellt uns alle vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen. Gegenüber anderen Medien haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstütze uns und tragen auch Du dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon

Die Drei-Schluchten-Talsperre in China durch herabstürzende Raketenteile deformiert?

In der letzten Zeit ist die Drei-Schluchten-Talsperre in China auf Social Media immer wieder ins Gespräch gekommen. Steht die Talsperre mit dem weltgrößten Wasserkraftwerk, die...

SMS-Trojaner breiten sich auf Smartphones aus

Die fast schon alte Leier mit den Paket-SMS hält noch immer an. Nun warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen Schadsoftware, die sich ebenfalls mit betrügerischen SMS...

Das Fax ist nicht sicher !!11! Wie sollen Behörden jetzt bloß kommunizieren?

Wir befinden uns im Jahre 2021 n.Chr. Ganz Deutschland greift zur Datenübertragung auf moderne Technologien zurück. Ganz Deutschland? Nein! Mehrere von Anhängern traditioneller Gerätschaften bevölkerte...

„Instagram for Kids“ bekommt viel Kritik!

Der Plan von Facebook-Chef Mark Zuckerberg, eine Instagram-Version für Kinder und Jugendliche unter 13 Jahren ins Leben zu rufen, erntet harsche Kritik. Ist "Instagram for...

Würdest du das auch zahlen: Über 600.000 Dollar für Super Mario?

Im Auktionshaus "Heritage" wurde nun eine versiegelte Version des Spiels Super Mario Bros. um stattliche 660.000 Dollar versteigert. Der Klassiker der Videospiele, in denen Mario,...
-WERBUNG-
-WERBUNG-