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Falsche Polizeibeamte in der Türkei festgenommen

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Ermittlungserfolg der Strafverfolgungsbehörden bzgl. falsche Polizeibeamte.

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Falsche Polizeibeamte in der Türkei festgenommen. Die Betrugsmasche „falscher Polizeibeamter“ ist ein bundesweites Phänomen, bei dem die zumeist im Ausland befindlichen Täter mit perfiden Methoden vorwiegend ältere Mitbürger um ihr Geld und dadurch häufig in finanzielle Not bringen.

Der hiesigen Polizei, der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Bandendelikte bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück, dem Bundeskriminalamt und den türkischen Ermittlungsbehörden ist nun ein großer gemeinsamer Erfolg in diesem Deliktsbereich gelungen.

Bereits Ende März dieses Jahres wurde eine 78-jährige Seniorin aus dem hiesigen Zuständigkeitsbereich durch eine Betrügerbande angerufen. Eine Anruferin gab sich im Telefonat zunächst als Rechtsanwältin aus, die angeblich für die Polizei arbeite. Zur Abwendung eines vermeintlichen Haftbefehls sollte die ältere Dame Geld in die Türkei übersenden.

Durch die Androhung des Haftbefehls und den von Täterseite aufgebauten Druck wurde die Seniorin derart eingeschüchtert, dass sie tatsächlich mehrere Geldzahlungen im fünfstelligen Bereich in die Türkei sandte. Erst durch einen aufmerksamen Bankmitarbeiter gelangte der Betrug am 11.05.2020 zur Kenntnis der Osnabrücker Polizeibehörden, woraufhin die Beamten des zuständigen Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienstes die Ermittlungen aufnahmen.

Die Geschädigte hatte zu diesem Zeitpunkt noch Kontakt zu den Betrügern / falschen Polizeibeamten.

Den Ermittlern gelang es nun mit großem Einsatz und Unterstützung des Bundeskriminalamtes Kontakt zu den zuständigen türkischen Strafverfolgungsbehörden herzustellen.

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Den Tätern wurde gemeinsam eine Falle gestellt.

Bei Abholung einer überwachten Geldsendung konnte so bereits am 14.05.2020 in Bursa (Türkei) zunächst ein 48-jähriger Mann und wenig später dessen 38 und 46 Jahre alten Mittäterinnen festgenommen werden. Im Rahmen der Ermittlungen vor Ort stellten die türkischen Ermittler zudem umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Datenträgern und 25.000,- Euro Bargeld sicher.

Das festgenommene Trio ist geständig und dürfte nach derzeitigem Stand der Ermittlungen noch für eine Vielzahl weiterer Betrugstaten in ganz Deutschland verantwortlich sein. Die Aufarbeitung dieser Taten steht nun im Focus der Osnabrücker Ermittler. Aktuell sind bundesweit 28 Polizeidienststellen damit beauftragt, mutmaßlich weitere Geschädigte zu kontaktieren.

Der zügige Erfolg über Ländergrenzen hinweg ist der hervorragenden Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen zu verdanken. Er belegt eindrucksvoll, dass eine wirksame und effektive Strafverfolgung auch mit dem außereuropäischen Ausland funktioniert und sich die Täter auch dort nicht sicher fühlen können. Ein weiterer Informationsaustausch von Polizei und Justiz mit den türkischen Behörden ist bereits geplant.

Glück im Unglück!

Der Zoll hatte einige auffällige Postsendungen der Seniorin in die Türkei angehalten. Sie wird daher wohl zumindest etwa die Hälfte des versandten Geldes zurückerhalten.

Quelle: Polizei Osnabrück
Artikelbild / Symbolbild: Shutterstock / Sadik Gulec
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