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Internetbetrug: Anruf falscher Microsoft Mitarbeiter!

Drei aktuelle Fälle.

Fall 1

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Am Donnerstag (16. Mai 2019) bekam ein 56-jähriger Mann aus Uedem einen Anruf von einem angeblichen Microsoft Mitarbeiter. Der Mann behauptete, dass sich Hacker auf dem Computer des 56-Jährigen eingenistet hätten.

Der Betrüger verlangte Zugang zum Rechner und seine IBAN-Nummer. Dies erfüllte der 56-Jährige. Anschließend forderte der Anrufer einen Geldbetrag in Form von Gutscheinkarten. Der 56-Jährige kaufte die Karten online und gab die Seriennummern telefonisch an den Betrüger weiter. Als der Täter noch mehr Geld verlangte, erstattete der 56-Jährige Anzeige. Der Betrüger hatte bereits ein PayPal-Konto auf den Namen des Opfers eingerichtet, Beträge wurden dort nicht abgebucht.

Fall 2

Am Mittwoch (22. Mai 2019) wurde eine 38-jährige Frau aus Kleve ebenfalls Opfer dieser Betrugsmasche.

Gegen 8.30 Uhr rief ein Mann bei ihr an, der sich als Microsoft Mitarbeiter ausgab. Der Mann behauptete auch hier, dass sich Hacker auf dem Computer eingenistet hätten. Der Betrüger fragte die 38-Jährige zunächst nach persönlichen Daten, darunter auch Passwörter, aus.

Das Opfer erteilte ihm Auskunft. Nach mehreren Telefonaten über Festnetz und Mobiltelefon hatte der Täter Zugriff auf den Computer der 38-Jährigen. Das Opfer konnte auf dem Bildschirm nur noch verfolgen, wie der Betrüger ihr Online-Konto öffnete und ihr Guthaben auf ein fremdes Konto überwies.

Fall 3

Bereits am 08.05. wurde ein 62-jähriger Waldseer von einem angeblichen Mitarbeiter von Microsoft angerufen. Der männliche Anrufer, der lediglich Englisch sprach, teilte ihm mit, dass sein Computerzugang gehackt worden sei.

Der 62-jährige gewährte dem Anrufer daraufhin Fernzugriff auf seinen Computer und loggte sich in seinen Online-Bank-Account ein. Über drei Tage hinweg wurde der Waldseer immer wieder angerufen und aufgefordert, TANs mitzuteilen, was er auch tat. Weiterhin gestattete er dem Anrufer Zugriff auf sein Mobiltelefon. Des Weiteren verlangte dieser von ihm, dass er mit seiner Kreditkarte iTunes-Karten im Wert von 1500 EUR kauft und ihm die Codes nennt.

Der Waldseer kaufte dann die Karten für jeweils 500 EUR. Am Dienstag, den 14.05., fiel dem 62-jährigen auf, dass von seinen Konten insgesamt 17.000 EUR abgebucht wurden und somit ein Gesamtschaden von 18.500 EUR entstand. Zwischenzeitlich wurde er auch von einer Frau angerufen, die der deutschen Sprache ohne erkennbaren Akzent mächtig war.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang abermals darauf hin, nicht auf Forderungen am Telefon einzugehen und auch E-Mails mit Vorsicht zu behandeln, in welchen auf angebliche Hackerangriffe, Kontoprüfungen oder ähnliches hingewiesen wird. TANs („Transaktionsnummer“) sind Einmal-Kennwörter, welche vor allem im Bereich des Online-Bankings genutzt werden. Sie sollten -wie die PIN der Bankkarten- niemals an Dritte weitergegeben werden.

Zusammenfassend!

Wie verläuft diese Betrugsmasche?

  • Schritt 1: Sie erhalten einen Anruf von „Microsoft“. Die Telefonnummern variieren, es handelt sich sowohl um inländische, als auch ausländische Nummern. Die Mitarbeiter/innen sprechen meist in gebrochenem Englisch.
  • Schritt 2: Sie werden auf ein Problem mit Ihrem Computer hingewiesen (Virus, Hackerangriff, Fehlermeldung oder Ähnliches).
  • Schritt 3: Ihnen wird Hilfe angeboten, indem die Servicemitarbeiter/innen mit Ihnen das Problem telefonisch beheben.
  • Schritt 4: Gehen Sie auf die Hilfestellung ein, werden Sie zunächst aufgefordert, bestimmte Systembefehle durchzuführen. Schließlich werden Sie gebeten, ein spezielles Programm herunterzuladen.
  • Schritt 5: Nach erfolgtem Download haben Betrüger/innen die volle Kontrolle über Ihren Computer. Sie können nun jeden Klick live mitprotokollieren.
  • Schritt 6: Natürlich ist dieser Service nicht gratis! Sie werden aufgefordert, einen bestimmten Betrag online zu bezahlen. So verschaffen sich Betrüger/innen Zugang zu Ihren Zugangsdaten und Passwörtern.
  • Schritt 7: Betrüger/innen haben vollen Zugriff auf Ihren PC, ändern Passwörter, löschen und stehlen Daten oder installieren Schadsoftware. Sie haben nun keine Kontrolle mehr über Ihren Computer.
  • Schritt 8: Kriminelle verfügen nun über Ihre Bank- und Kreditkartendaten.

Wir empfehlen:

  • Beenden Sie sofort solche Telefonate!
  • Lassen Sie solche Anrufer nie auf Ihren Computer zugreifen!
  • Installieren Sie keine Fernwartungstools nach Aufforderung!
  • Klicken Sie auf keine Links in den gefälschten Support-Webseiten, die Ihnen bei dem Gespräch genannt werden!
  • Microsoft selbst führt keine Anrufe dieser Art durch!
  • Tätigen Sie keine Zahlungen und geben Sie keine Online-Banking Daten ein.
  • Sie sind in die Falle getappt?
  • Unterbrechen sie sofort ihre Netzwerkverbindung.
  • Informieren Sie Ihre Hausbank.
  • Lassen Sie die Kredit- und Bankkarte sperren.
  • Prüfen Sie ab sofort Kontoauszüge.
  • Notieren Sie die Rufnummer, die sie angerufen hat und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei
  • Wenn es Verbindungsdaten aus den Fernwartungstools, in diesem Falle dem “TeamViewer” gibt, dann notieren Sie diese ebenfalls!

Quellen: Polizeidirektion Ludwigshafen, Kreispolizeibehörde Kleve, Kreispolizeibehörde Kleve

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