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Faktencheck: Terrassenstühle und zwei Biere zum Verkauf in den Niederlanden

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Seit einigen Tagen wird ein Sharepic geteilt, in dem behauptet wird, dass ein Kneipenbesitzer die Lockdownmaßnahmen in den Niederlanden überlistet hat.

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Er würde seine Terrassenstühle inklusive zweier Biere für 5 Euro „verkaufen“. Und nachdem die Leute, die den Stuhl gekauft hatten, wieder nach Hause gingen, konnten sie die Stühle dem Café wieder spenden. Und keiner kann etwas dagegen machen, nicht einmal die Polizei.

Ein Kneipenbesitzer in den Niederlanden „verkaufte“seine Terrassenstühle für 5 € pro Stück inklusive 2 Biere.

Die Menschen saßen also in ihren eigenen Stühlen in der Öffentlichkeit und die lästigen „Vollstrecker“konnten gar nichts tun.

Als sie unverrichteter Dinge wieder abgezogen waren, spendeten die Gäste die Stühle einfach zurück an die Kneipe

Die Realität

Das geht natürlich bei den Gegnern der Lockdownmaßnahmen runter wie Öl. Sobald wir nachschauen, von wann das Foto stammt, stellen wir fest, dass es in einem Volkskrant-Artikel vom 1. Juni 2020 erschienen ist.

In dem Artikel ging es um die neuen Corona-Regeln, die ab dem 1. Juni 2020 gelten. Von diesem Zeitpunkt an durften Unternehmer in der Gastronomie in den Niederlanden wieder ihre Türen und Terrassen öffnen, solange sie sich an die Regeln hielten.

Auf dem Bild sind auch zwei „Buitengewoon Opsporingsambtenaar “ oder BOA zu sehen. Die BOA auf dem Foto waren für die Kontrolle zuständig, ob die Unternehmer und Besucher die Corona-Regeln einhalten. Eine BOA kann mit Ordnungsbeamten verglichen werden.

Proteste von Gastronomieunternehmern

Nach weiteren Recherchen können wir keine konkreten Hinweise darauf finden, ob es tatsächlich Unternehmer gab, die ihre Terrassenstühle „verkauften“.

Was wir wissen, ist, dass die niederländische Regierung am 14. Oktober 2020 die Corona-Regeln verschärft hat und alle Ess- und Trinklokale wieder schließen mussten, und daher mehrere Unternehmer in den Niederlanden, im März 2021 eine Protestaktion gestartet haben. Einige haben die Tische und Stühle auf den Kopf gestellt oder sie haben Schaufensterpuppen an die Tische gestellt. All dies als eine Botschaft an die niederländische Regierung.

Fazit

Das Foto beweist nicht, dass ein Unternehmer seine Stühle verkauft hat. Es wurde auch kein Beweis dafür gefunden, dass dies jemals geschehen ist. Dieses Sharepic ist eindeutig darauf ausgelegt, für Aufregung zu sorgen: Zum Zeitpunkt, als das Foto geschossen wurde, durften Gastronomie-Kunden draußen unter Einhaltung der Maßnahmen draußen sitzen.

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Quelle: Volkskrant, DPA-factchecking, De Ondernemer
Auch interessant:
„New York Post“ der Fake News überführt

 

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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