Aktuelles Faktencheck: Lasst uns die Köter abschaffen!

Faktencheck: Lasst uns die Köter abschaffen!

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„Lasst uns die Köter abschaffen“ ist der provokative Titel eines Kommentars, der auf Social Media viel Aufsehen erregt. Man kann durchaus auch davon ausgehen, dass das so gewollt ist.

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Aktuell verbreitet sich die Schlagzeile „Lasst uns die Köter abschaffen“ häufig in Form eines Sharepics. Dieses Sharepic besteht aus mehreren Absätzen eines Zeitungsartikels. Angeführt wird dieses Sharepic mit dem Begriff „Unglaublich“.

Die genaue Quelle der abgebildeten Absätze wird nicht genannt. Ferner wird auch nicht der gesamte Text abgebildet, was unter Umständen durchaus hilfreich gewesen wäre.

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Das Sharepic zeigt zudem ein Foto der Autorin des Textes, so wie sie namentlich im Text genannt wird. Optisch tritt es in folgender Form auf Facebook und WhatsApp auf:

Screenshot Facebook
Screenshot Facebook

Beginnen wir zu den provokativen Zeilen „Lasst uns die Köter abschaffen“ den Faktencheck:

Ist der Text echt?

Ja, dieser Artikel ist echt. Er erschien unter der Schlagzeile „Lasst uns die Köter abschaffen“ am 17. Juli 2019 auf der Webseite der Zeitung „Neues Deutschland“ (siehe hier). Die Zeitung Neues Deutschland gehört zu 50% der Partei Die Linken und wird treuhänderisch verwaltet (siehe hier Seite 20).

Es handelt sich bei dieser Art der Berichterstattung um einen sogenannten Kommentar, was auch direkt zu Beginn des Artikels verdeutlicht wird. Kommentare sind eine Form des Journalismus, welche die Meinung, bzw. Ideen eines Autors widerspiegeln. Kommentare sollen und dürfen durchaus kontrovers sein. Allein der Begriff „Köter“ ist schon eine Provokation.

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Will die Autorin Haustiere umbringen?

Der Kommentar ist durchaus radikal, aber die Autorin tötet keine Haustiere. Nach eigener Aussage ist nicht alles in ihrem Kommentar zu 100% ernst gemeint, auf Twitter nimmt die Autorin kurz Stellung zu ihrem Kommentar:

Abgesehen davon liegt es, wie bereits beschrieben, in der Natur eines Kommentars, durchaus auch anstößig zu Schreiben. Daneben muss auch klar sein, dass die Zeitung eine durchaus sozialistische Redaktionslinie hat.

Handelt es sich um die generelle Meinung von Neues Deutschland?

Nein, der Kommentar von Katharina Schwirkus spiegelt nicht die durchgehende Meinung der Zeitung wieder. Was in der gesamten Diskussion völlig unterging ist die Tatsache, dass hier bewusst mithilfe eines zweiten Artikels eine Kontrastdiskussion erschaffen wurde. Dieser zweite Artikel ist jedoch in weiten Teilen nicht beachtet worden.

Der zweite Artikel, ebenfalls sin Form eines Kommentars, trägt den Titel „Das Klima geht nicht vor die Hunde“ und findet sich ebenso auf der Webseite der Zeitung Neues Deutschland (siehe hier).

Der Hinweis auf die Gegendarstellung zu dem Kommentar findet sich mitttlerweile recht weit vorne im Kommentar selbst (vergleiche), so dass die Leser selbst beide Positionen vergleichen können.

Handelt es sich grundsätzlich um eine Meinung von Klimaschützern?

Ganz bestimmt dürfte der Kommentar von Katharina Schwirkus nicht die Ansichten von Klimaschützern widerspiegeln. Haufig finden sich auf Social Media entsprechende Aussagen, dass Klimaaktivisten den Tod von Haustieren fordern. Das stimmt natürlich nicht, hier findet lediglich ein journalistisch geprägter Schlagabtausch statt.

Es handelt sich um eine extreme Position, die journalistisch in Form eines provokativen Kommentars veröffentlicht wurde und der auf demselben Medium direkt durch einen zweiten Kommentar widersprochen wird.

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