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Faktencheck: „Flüchtlinge“ führen blutigen Krieg gegen Militär und Polizei – Mafia liquidiert 120 Afrikaner per Kopfschuss

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Italien: „Flüchtlinge“ führen blutigen Krieg gegen Militär und Polizei – Mafia liquidiert 120 Afrikaner per Kopfschuss

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So beginnen etliche Berichte in den einschlägig bekannten Blogs im Web und auf diversen Seiten auf Facebook. Doch inwieweit sind diese Artikel wahr? Zuerst möchten wir vorwegnehmen, dass diese Behauptungen vom „Quotenitaliener“ im Team überprüft wurden. Er spricht fließend italienisch, hat vielseitige Kontakte nach Italien, unter anderem auch zu diversen Debunkern wie z.B. David Puente, die uns bereits häufiger bei diversen Recherchen unterstützt haben.

Nach eingehender Recherche müssen wir feststellen, dass die Berichte über 120 Exekutionen durch die Mafia oder einen blutigen Krieg in dieser Art und Weise nicht bestätigt werden können.

Zu sagen, alles sei friedlich und es gäbe keine Vorfälle und die Migranten und Italiener würden in friedlicher Koexistenz leben, wäre aber auch schlichtweg falsch!

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Doch der Reihe nach:

Spannungen zwischen Italienern und Migranten sind nicht neu für Italien. Diese gibt es bereits seit einigen Jahren. Wie bekannt ist, steckt Italien seit längerer Zeit in einer mehr als nur kritischen wirtschaftlichen Lage. Die Arbeitslosigkeit ist hoch (11,1%, Stand April 2017), die Steuerbelastung enorm und die politische Landschaft ist schlichtweg eine Katastrophe.
Als Beispiel dazu: Italien hatte bisher 28 Ministerpräsidenten (vergleichbar mit dem deutschen Bundeskanzler), Deutschland dagegen nur acht Bundeskanzler. Daher werden bestehende Probleme nicht angegangen bzw. die Regionen damit alleine gelassen.
Die Unterbringung der Migranten ist ein großes Problem, die Städte und Kommunen werden mit diesem Problem alleine gelassen und sind damit heillos überfordert. Zudem ist Italien DER Anlaufpunkt für die Flüchtlinge, die versuchen über das Mittelmeer zu fahren.
Unsere Recherchen haben ergeben, dass dieses behauptete Massaker nicht stattgefunden hat.
In einigen Berichten werden verschiedene Vorkommnisse, die stattgefunden haben, aber teils Jahre zurückliegen, umgeschrieben und für diese Fake-News missbraucht. Unstrittig ist, dass es vor kurzer Zeit in Rom zu Ausschreitungen zwischen der italienischen Polizei und einigen Hundert Migranten (Berichte sprechen von 800 Migranten) bei der Räumung eines besetzten Hauses gekommen ist.

Die Situation eskalierte derart, dass die Migranten mit Steinen und Glasflaschen auf die Polizisten warfen und diese wiederum durch Einsatz von Wasserwerfern und Schlagstöcken reagierte. Es ist Fakt, dass ein Mafioso einen Migranten durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verletzt hat, weil er sich in der örtlichen Szene profilieren und sich den Bossen als Handlanger anbieten wollte. Des weiteren ist erwiesen, dass im Jahr 2008 sechs Nigerianer Opfer eines Angriffes der Camorra wurden. Ihr einziger Fehler war es zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Aus diesem Vorfall heraus entstanden weitere Unruhen.

Dazu ist anzumerken, dass sich dieser Vorfall in der Gegend um Caserta, genaugenommen um die Straße La Domiziana ereignet hat. Es handelt sich dabei um einen absoluten sozialen Brennpunkt, in dem die örtliche Camorra sehr mächtig ist. Dort fand im Jahre 2008 das Massaker von Castel Volturno statt. In diesem wurden die erwähnten sechs Nigerianer von sieben Tätern, die 120 Kugeln abfeuerten, getötet.

Ergebnis:

Die Lage ist alles andere als entspannt, aber weit entfernt von dem genannten blutigen Krieg. Des weiteren gab es die genannte Exekution der 120 Migranten nachweislich nicht. Hier wurden diverse Vorkommnisse vermischt und umgeschrieben, um Stimmung gegen Migranten zu machen und die Angst vor angeblichen bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu schüren. Zudem ist zu sagen, dass Morde, die durch Kopfschüsse ausgeführt werden, sozusagen den Bossen vorenthalten sind und nur durch professionelle Killer ausgeführt werden. Dass eine solche Vorgehensweise benutzt würde, ist hier sehr stark anzuzweifeln. Feststellend und zusammenfassend kann man sagen: Ruhig und entspannt ist die Lage keinesfalls, aber auch nicht so extrem wie beschrieben.
Quellen und Verweise zu anderen Artikeln:

Autor: Paolo B., mimikama.at

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