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Freitag, 22 Oktober 2021

Faktencheck – „Der Corona-Virustest ist ein pseudowissenschaftliches Roulette“

PCR-Tests auf den neuen Coronavirus sollen laut einem Video eine Fehlerquote von 30 bis 50 Prozent aufweisen. Das stimmt laut RKI und Virologe Christian Drosten jedoch nicht.

„Der Corona-Virustest ist ein pseudowissenschaftliches Roulette“

Das Video warnt vor den Tests. 30-50 Prozent seien falsch positive Tests.
Laut RKI und Virologe Christian Drosten ist diese Angabe nicht nachvollziehbar.

Aktuell erhalten wir einige Anfragen zu einem Video, in dem behauptet wird, die Zahl der Infizierten liege viel niedriger als von offizieller Seite angegeben und der Virustest sei ein „pseudowissenschaftliches Roulette“. Es geht dabei um Inhalte wie folgende:

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Screenshot mimikama.at
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Der Corona-Virustest – ein pseudowissenschaftliches Roulette?

Die Zahl der Corona-Infizierten schnellt weltweit unaufhaltsam in die Höhe. Doch Achtung: Die Coronavirus-Tests stellen sich nach genauerer Überprüfung als Flopp heraus und damit möglicherweise auch die ganze „Pandemie“?!

Der Faktencheck

Diese Behauptung ist nicht nachvollziehbar.

Die Kollegen von Correctiv haben Kontakt mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) aufgenommen. So ist dem RKI zufolge „Eine Angabe von 30-50 Prozent falsch positiver Tests nicht nachvollziehbar.“

Das RKI weist darauf hin, dass Tests falsch positiv ausfallen können, wenn es zu ungewünschten Reaktionen mit anderen, nicht SARS-CoV-2 Erregern kommt oder eine Kontamination vorliegt:

„In jeder Diagnostik können unter sehr besonderen Bedingungen falsche Ergebnisse auftreten, was durch die Verwendung geeigneter Kontrollen minimiert wird.“

PCR steht für Polymerase-Ketten-Reaktion und wird zur Diagnostik von Infektionskrankheiten eingesetzt. Wenn nun ein „falsch positiver Test“ auftaucht, dann handelt es sich um einen Test mit positivem Ergebnis, obwohl der Patient sich gar nicht mit SARS-CoV-2 infiziert hat. Das RKI konnte in der Presseanfrage von Correctiv keine genaue Fehlerquote nennen und verwies an das zuständige Konsiliarlabor.

Diese Labore haben sich auf die Forschung zu bestimmten Bakterien, Viren oder Parasiten spezialisiert und überwachen wichtige Infektionserreger. Leiter des Konsiliarlabors für Coronaviren (Charité Berlin) ist Virologe Christian Drosten.

Werden infizierte Patienten fälschlicherweise als negativ getestet, nennt man dies „falsch negative Tests“. Laut Virologe Christian Drosten, entstehen solche falsch negativen Tests, wenn Proben aus dem Rachen genommen werden, aber das Virus dort nicht mehr nachweisbar ist. So zum Beispiel, wenn nach einer Woche der Erreger bereits in die Lunge gewandert ist. Das hat jedoch nichts mit der Qualität der Tests an sich zu tun.

Gemeinsam mit seinem Team entwickelte er den ersten weltweiten Diagnostiktest. Zur Fehlerquote der PCR-Tests hatte er sich mehrfach im NDR-Podcast zum Coronavirus geäußert.

Vertiefende Informationen findest du in Folge 10, 21, 22 und 27.

Fazit

Die Behauptung ist mit dem Vorwurf verbunden, die aktuelle Pandemie sei gar nicht so „schlimm“ und die Zahl der Infizierten liege viel niedriger als von offizieller Seite angegeben.

Diese Angaben von 30 bis 50 Prozent sind laut RKI und Virologe Christian Drosten nicht nachvollziehbar.

Passend zum Thema: Coronavirus: Sterbende bat „Alexa“ leider erfolglos um Hilfe

Artikelbild: Shutterstock / Von joel bubble ben
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.