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Montag, 20 September 2021
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Fakenews-Warnung zu „Die Höhle der Löwen“ in Kombination mit der „BILD“ Zeitung

Facebook-Themen

Hierbei handelt es sich um eine aktuelle Fakenews-Warnung zu gefälschten Beiträgen auf Facebook, die zu einer dubiosen Bitcoin-Plattform führt.

Internetnutzer stolpern auf Facebook laufend über frei erfundene Nachrichtenartikel und sogenannten Fakenews. Berichtet wird meist von einem „Mega-Deal“ bei der Fernsehsendungen „Die Höhle der Löwen“. In diesem aktuellen Fall in Kombination mit der „BILD“-Zeitung. Die Aufmachung der Artikel erinnert stark an die von bekannten Nachrichtenportalen, sodass die betrügerische Absicht auf den ersten Blick für den Verbraucher NICHT erkennbar ist. Die angeblichen News mit Titeln wie „Plattform ist Millionen wert: 19-Jähriger macht Mega-Deal bei „Die Höhle der Löwen„“ berichten von unglaublichen Investmentdeals in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“.

Screenshot des Fakenews-Beitrags auf Facebook
Screenshot des Fakenews-Beitrags auf Facebook

In den Fakenews wird Bitcoin Era als unglaubliche Verdienstmöglichkeit für Verbraucher dargestellt, was zu hohem Interesse der Investoren geführt haben soll. Dabei legen die Ersteller des Artikels sämtlichen abgebildeten Personen Worte in den Mund, die diese NIE gesagt haben.

Was steckt hinter diesen Fakenews?

Kriminelle versuchen durch die erfundenen News-Artikel, Opfer für die Plattform Bitcoin Era anzulocken. Dabei wollen Sie durch die bekannten TV-Shows Vertrauen erwecken und sich als seriöses Unternehmen darstellen, das hohe Gewinnchancen für Verbraucher bietet. Alles was dafür nötig sein soll, ist ein Investment in der Höhe von mindestens 250 Euro auf Bitcoin Era.

Wie lassen sich die Fake-Artikel erkennen?

Die Websites sehen auf den ersten Blick zwar aus wie so manch seriöse Nachrichtenplattform, doch bei genauerem Hinsehen fällt schnell auf, dass es sich lediglich um Nachahmungen handeln kann. So stimmen die Datierungen nicht und sämtliche Links führen entweder auf die unseriösen Trading-Plattformen, zu demselben Fake-Artikel oder funktionieren gar nicht. Ein Klick aufs Impressum führt beispielsweise direkt zu Bitcoin Era, ein Klick in der Navigation zum gleichen Artikel. Die Erfahrungsberichte angeblicher Privatpersonen sind nicht echt.

Screenshot der gefälschten Webseite
Screenshot der gefälschten Webseite

Ähnliches gilt auch für die verlinkten Trading-Plattformen. Auch hier sind keinerlei Informationen über Impressum, Nutzungsbedingungen oder Datenschutzbestimmungen verfügbar, und es werden erfundene Erfahrungsberichte angezeigt.

Was passiert bei einem Investment?

Wenn man den Anweisungen auf folgt und Daten angibt, kommt es Erfahrungsberichten nach zu einem Anruf, bei dem alles Weitere abgeklärt werden soll. Wer die 250 Euro investiert, fährt schnell die ersten Gewinne ein und wird mitunter zu weiteren Investments ermutigt, um schneller höheren Profit erzielen zu können.

Eine Auszahlung der Gewinne erweist sich später meist als unmöglich. Nutzer/innen berichten in diesem Zusammenhang von Geldforderungen, die notwendig seien, um die Auszahlungen einleiten zu können. Ein User gibt beispielsweise an, knapp 600.000 Euro auf dem Konto der Plattform zu haben. Für eine Übertragung der Profite sei aber noch eine Zahlung von knapp 10.000 Euro an die Plattform notwendig. Hier werden beispielsweise steuerrechtliche Vorgaben oder Ähnliches als Vorwand genutzt. Wer den Aufforderungen nachkommt, verliert auch dieses Geld, denn die Gewinne existieren nicht. Vorsicht ist auch bei der Übermittlung von Ausweisdokumenten geboten, denn gelangen diese in die falschen Hände, können sie für weitere Verbrechen unter fremder Identität genutzt werden.

Was können Opfer tun?

An die unseriösen Plattformen überwiesenes Geld ist erfahrungsgemäß verloren. Wir raten daher, so schnell wie möglich Kontakt zur eigenen Bank aufzunehmen und eine Rückbuchung der Beträge einzuleiten. Die Chancen auf Erfolg sind dabei leider äußerst gering.

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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