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Donnerstag, 2 Dezember 2021

Neue Fake-SMS „Voice-Mail“ und „SIM-Karte deaktiviert“ im Umlauf

Achtung beim Anklicken von Links in SMS. Diese führen zur Installation der Schadsoftware „Flubot“.

Das Forum Mobilkommunikation (FMK) und die österreichischen Mobilfunkanbieter Drei, Magenta und A1 warnen vor betrügerischen SMS, durch die man sich den Trojaner „Flubot“ auf sein Smartphone holen kann.

SMS: „Neue Voicemail“ oder „SIM-Karte deaktiviert“

Zuerst trudelt eine SMS am Handy ein. Darin sind Hinweise enthalten wie zum Beispiel „Neue Voicemail“ oder „Ihre SIM-Karte wird deaktiviert“.

Im Text findet sich auch ein Link. Klickt man diesen an, sind sämtliche Schleusen für den Trojaner „Flubot“ geöffnet, der durch als App getarnte Schadsoftware installiert wird.
Hat man seine Sicherheitseinstellungen verändert, läuft die Installation von selbst ab.

Bisher wurde „Flubot“ nur auf Android-Smartphones entdeckt, allerdings kann man nicht ausschließen, dass auch andere Betriebssysteme gefährdet oder betroffen sind.

Hat man den Trojaner erstmal auf seinem Smartphone, kann dies hohe Kosten für den Nutzer bedeuten.

Versand von tausenden SMS

Damit „Flubot“ noch weiter verbreitet werden kann, versenden betroffene Smartphones SMS mit oben angeführten Inhalten an sämtliche Kontakte. Der Nutzer selbst bekommt hiervon nichts mit, sie werden nicht unter den gesendeten Nachrichten angezeigt.

Auch kann es sein, dass zusätzlich zahlreiche SMS an Mehrwertnummern versendet werden. In diesem Fall muss man mit hohen Kosten rechnen.

Abgreifen von Bank- und Kreditkartendaten

Werden unerwartet Bezahlungs-Apps angezeigt, sollte man unbedingt vorsichtig sein und keinesfalls seine Daten eingeben.

Der Trojaner zeigt selbstständig Fake-Authentifizierungen von Kreditkarten-Apps an. Gibt man in diesen gefälschten Eingabefeldern seine Daten ein, können so Bank- oder Kreditkartendaten abgegriffen werden.

Was tun, wenn man eine solche SMS erhält?

  • Keinesfalls den Link öffnen!
  • Nachrichten konsequent löschen. Auch, wenn sie mehrmals hintereinander eintreffen.

Hat man den Link irrtümlich geöffnet und damit die Schadsoftware auf seinem Smartphone installiert, kann man folgendes tun:

  • Flugmodus aktivieren, um laufende Verbindungen zu unterbrechen.
  • Zugangsdaten zu Bezahl-Apps oder Online-Shops von einem anderen Gerät sofort ändern.
  • Smartphone auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Hier empfiehlt es sich, regelmäßig wichtige Daten extern zu sichern, ansonsten würden diese beim Zurücksetzen verloren gehen.

Security-Pakete von Netzbetreibern

Es lohnt sich, Angebote zur Prävention von Mobilfunkanbietern zu nutzen. Das FMK empfiehlt außerdem, sich auf den Webseiten der Netzbetreiber zu Phishing und Betrugs-SMS zu informieren.

Ist ein Smartphone erstmal von einer Schadsoftware befallen, drohen Datenverlust wegen nötiger Neuinstallationen oder Account-Bereinigungen. Auch können bereits verursachte Kosten durch den Befall nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Passend dazu: Achtung: Banking-Trojaner im Vormarsch!

Quelle: Forum Mobilkommunikation

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