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Samstag, 24 Juli 2021
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Fake News auf Instagram: 5 Entwicklungen, die du noch nicht kanntest

Facebook-Themen

In den letzten beiden Jahren ist Facebook vor allem durch Fake News in den Medien aufgefallen. Insbesondere im Vorfeld der US-Wahlen sollen russische Bürger versucht haben die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

Ein Gastbeitrag von Niklas Hartmann

Nach einem Bericht des US-Senats ist jedoch Instagram zur Verbreitung von Fake News viel häufiger eingesetzt worden. Doch bisher wurde Instagram als Werkzeug zur Verbreitung von Falschmeldungen nur am Rande erwähnt. Auch in den Medien ist Instagram im Bereich Fake News kaum hervorgetreten.

Dieser Artikel soll dir daher aufzeigen, welche Verfahren eingesetzt wurden, um gezielte Falschmeldungen zu verbreiten. Weiterhin werde ich Gründe benennen, die den Erfolg von Fake News auf Instagram aufzeigen.

Falschmeldungen auf Instagram: Ein Überblick

Das Forschungsinstitut New Knowledge, die Universität Columbia und Canfield Research untersuchten Daten von 2015 bis 2018.

Anhand der Forschungsergebnisse kann man sich einen Überblick über den Erfolg von Fake News auf verschiedenen Plattformen verschaffen.

In diesem Zusammenhang teilten die Forscher mit, dass die russische Internet Research Agency (IRA) darauf abzielte Gespräche zu starten, die zur Kritik an Hillary Clinton führten.

Ein Überblick über das Ausmaß der Fake News Kampagnen

Damit du einen Überblick über das Ausmaß der Fake News Kampagnen bekommen kannst, findest du hier stichhaltige Zahlen vor.

  1. 187 Millionen Interaktionen auf Instagram
  2. 77 Millionen Interaktionen auf Facebook
  3. 73 Millionen Interaktionen auf Twitter

Dieser große Unterschied zwischen den Plattformen zeigt auf, dass sich Instagram für die Verbreitung von falschen Nachrichten viel besser eignet. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass die meisten Inhalte der IRA auf Instagram veröffentlicht wurden.

Doch das ist nicht alles!

40% der russischen Fake Accounts erreichten mehr als 10.000 Follower. Weiterhin hatten 10 Instagram Profile mehr als 100.000 Abonnenten.

Das größte Profil @blackstagram__ wies 303.663 Follower auf. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, dass das Profil E-Commerce Funktionen genutzt, um Geld zu verdienen oder mehr Informationen über Wähler zu bekommen.

Doch die Profile erzielten nicht nur viele Follower, sondern wiesen auch eine erstaunliche Diversität auf. Ein weiteres Profil @feminism_tag fokussierte sich auf feministische Ideen und die Idee, dass Clinton eine schlechte Feministin sei.

Gründe für den Erfolg von Fake News auf Instagram

Eine entscheidende Frage ist daher:

Warum funktioniert die Verbreitung von Fake News auf Instagram so gut?

Folgende Gründe geben einen kurzen Überblick über den Erfolg von Fake News auf Instagram:

  • Instagram hat die höchste Interaktionsrate aller Plattformen
  • Bilder vermitteln Gefühle und Einstellungen. Das erleichtert die Verbreitung von Fake News.
  • Es ist einfacher neue Follower auf Instagram zu gewinnen. So kann auch organisch schneller eine größere Reichweite erzielt werden.
  • Instagram und Facebook haben mehr Möglichkeiten mit Nutzern zu interagieren. Stories gibt es zum Beispiel bei Twitter überhaupt nicht.

Fazit

Die Einschätzung des US Senats ist es, dass Instagram auch in Zukunft eine Schlüsselplattform zur Verbreitung von Fake News bleibt. Ich schließe mich dieser Meinung an. Instagram hat eine der höchsten Interaktionsraten für Social Media Plattformen.

Facebook, Twitter & Co. können sowohl bei dem gezielten Aufbau von Followern als auch der Interaktionsrate einfach nicht mithalten. Da Fake News vor allem auf Emotionen setzt, eignen sich Bilder und Videos viel besser für diese Zwecke.

Außerdem weist Instagram eine diverse Zielgruppe auf als Twitter und z.T. auch Facebook. So können verschiedene Gruppen leichter angesprochen werden.

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Über den Autor:

Niklas Hartmann ist verantwortlich für Influencer sowie Instagram Marketing bei der Agentur ReachOn. Er ist zuständig für die Konzeption, Realisierung und Analyse von Kampagnen. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit dem Phänomen Fake News.

E-Mail: n.hartmann[AT]miaku.de

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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