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Mittwoch, 1 Dezember 2021

Hunderte gefälschte digitale Impfpässe

Fake Impfausweise: Betrügerbande gefasst

Eine Apothekenmitarbeiterin soll mit Komplizen hunderte gefälschte QR-Codes für den digitalen Corona-Impfausweis hergestellt und im Internet verkauft haben. Die Frau und ein weiterer Beschuldigter kamen in Untersuchungshaft.

Wie BR24 berichtet, hat die Münchner Polizei am Freitag, 22.10.2021 eine Betrügerbande auffliegen lassen, die Hunderte von digitale Impfausweise gefälscht und im Darknet verkauft haben soll. Zwei Personen wurden dabei festgenommen. Die Ermittler sprechen intern von einem Ausmaß, das in Deutschland einmalig ist.

Bis zu 350 Euro für gefälschten QR-Code der digitalen Corona-Impfausweise

Ermittler des Bundeskriminalamtes wurden Mitte August darauf aufmerksam, dass eine anonyme Person in einem deutschsprachigen Cybercrime-Forum unautorisierte QR-Codes für digitale Corona-Impfausweise anbot. Dies teilte die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg, die für das Verfahren zuständig ist, dem BR auf Nachfrage mit. Der Nachweis einer tatsächlichen Impfung war für den Kauf nicht erforderlich, der unbekannte Anbieter verlangte bis zu 350 Euro für den gefälschten QR-Code.

Allein im Oktober soll die unter einem Pseudonym agierende Bande über 500 gefälschte Impfscheine verkauft haben, zum Teil auch in andere EU-Länder. Die Spur führte in den Computer einer Apotheke in München-Schwabing.

Ausgestattet mit einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Nürnberg durchsuchten am Freitag Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes diese und die Privatwohnungen der Tatverdächtigen. Dabei wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Beweismittel, darunter auch elektronisches Beweismaterial, sichergestellt, die den Verdacht erhärteten, dass ein Mitarbeiter zusammen mit drei weiteren Personen für die Fälschungen verantwortlich war.

Gefälschte Impfausweise können Straftatbestände wie Urkundenfälschung erfüllen. Wer sie in Verkehr bringt oder nutzt, macht sich strafbar, in der Folge sind sogar Freiheitsstrafen möglich

Beschlagnahmt wurden neben Bargeld auch Kryptowährungen

Der Inhaber der Apotheke ist nicht unter den Verdächtigen, betont die Behörde ausdrücklich. Gegen zwei Verdächtige, den Apothekenmitarbeiter und einen Komplizen, wurde Haftbefehl wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr erlassen. Außerdem konnten die Ermittler Kryptowährungen und Bargeld in Höhe von knapp 100.000 Euro sicherstellen.


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