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Freitag, 22 Oktober 2021

Achtung, Facebook-Phishing: Falschmeldung über entführtes Mädchen kursiert!

In diversen Facebook-Gruppen taucht ein Beitrag auf, der angeblich zu einem Video führt, das die Entführung eines Mädchens zeigt. Doch dahinter steckt Facebook-Phishing!

Viele Facebook-Nutzer verbreiten derzeit einen Artikel über eine angebliche tagesaktuelle Entführung, die dazu noch direkt in der Nähe stattfand. Jedoch handelt es sich um ein perfides Lockmittel: Es gibt diese Entführung gar nicht, durch Neugier jedoch geraten Nutzer in eine Phishing-Falle.

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So sieht der oft gepostete Beitrag auf Facebook aus:

Der Facebook-Beitrag über ein angeblich entführtes Mädchen
Der Facebook-Beitrag über ein angeblich entführtes Mädchen

Der in den Beiträgen beschreibende Text ist bewusst sehr allgemein gehalten, während die Überschrift der Artikelvorschau immer impliziert, dass es ganz in der Nähe geschehen sei:

„Das Mädchen ist in Gefahr. Kidnapper haben die Tochter meines Freundes entführt. Die Polizei bittet die Bevölkerung, den Fall mitzuteilen und bekannt zu machen, damit vielleicht die Täter erkennt. Man kann ihre Gesichter auf den Überwachungsbildern sehen. Bitte helfen Sie uns, sie zu finden.“

Zudem ist der Text so verfasst, als ob dies tatsächlich der Tochter des Freundes geschehen sei, wodurch andere Facebook-Nutzer dem Link noch mehr trauen sollen.

Die Facebook-Phishing-Falle

Tippt man den Artikel an, sieht man einen gefälschten Zeitungsartikel, der über die Entführung berichtet, wobei der Ort (in diesem Fall Prenzlau) immer wechselt, es handelt sich nämlich um einen Parameter, der in der URL des Links steckt – somit kann jeder beliebige Ort dort erscheinen.

Der Lockartikel über das angeblich entführte Mädchen
Der Lockartikel über das angeblich entführte Mädchen

Die Kamera eines Einkaufszentrums soll die Entführung angeblich gefilmt haben. An dieser Stelle fällt bereits auf, dass das Vorschaubild auf Facebook gar nicht mit dem Vorschaubild der vermeintlichen Aufnahme übereinstimmt.

Tippt man nun das Video an, um die angebliche Entführung zu sehen, gerät man in die Falle:
Das Video soll erst ab 18 sein, weswegen man sein Alter per Facebook (!) bestätigen müsse:

Die gefälschte Altersverifizierung
Die gefälschte Altersverifizierung

Loggt man sich auf der gefälschten Seite ein, bekommen Kriminelle die Login-Daten des eigenen Facebook-Accounts, diese verbreiten unter dem geklauten Account das Video weiter!

Ein Video gibt es übrigens nicht zu sehen: Nachdem man sich scheinbar eingeloggt hat, wird man auf die echte Facebook-Seite umgeleitet – doch die Kriminellen haben nun vollen Zugriff auf den Account der Nutzer!

Fazit

Der Artikel über das entführte Mädchen ist ein reines Lockmittel, um an die Facebook Logindaten der Nutzer zu kommen. Nutzer, die das Video anklickten und ihre echten Login-Daten dort eingaben, sollten schnellstmöglich ihr Facebook-Passwort ändern!


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