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Mittwoch, 22 September 2021
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Facebook löscht 900 Gruppen und Seiten der QAnon-Bewegung

Facebook-Themen

Facebook geht gegen Anhänger von Verschwörungstheorien vor und löscht hunderte Seiten und Gruppen mit QAnon-Bezug.

Gruppen, Fanseiten und Anzeigen der QAnon-Bewegung fielen nun einer groß angelegten „Räumaktion“ von Facebook zum Opfer.

Vor rund einem Monat hatte Twitter bereits mehr als 7.000 Accounts mit QAnon-Verbindungen dauerhaft gesperrt: The Great Elimination – Twitter löscht Accounts der QAnon-Bewegung

QAnon auf Facebook

Unzählige Seiten und Gruppen von Verschwörungsideologen fanden auf Facebook Gehör. Sie fokussieren sich unter anderem auf Verschwörungen, die gegen US-Präsidenten Trump laufen sollen, und auch sehr gerne auf das Thema Adrenochrome.

Nun hat die Social Media-Plattform aufgeräumt und 790 Gruppen, 100 Seiten und 1.500 Anzeigen mit QAnon-Verbindungen entfernt.

Außerdem wurden für 1.950 Gruppen und 10.000 Accounts auf Instagram Einschränkungen verhängt.

Statement von Facebook

In einem Blog-Beitrag vom 19. August 2020 äußert sich Facebook zu der Löschaktion:

„Heute gehen wir gegen Facebook-Seiten, Gruppen und Instagram-Konten vor, die an anarchistische Offline-Gruppen gebunden sind, die Gewaltakte inmitten von Protesten, US-Milizorganisationen und QAnon unterstützen. Wir entfernen bereits Inhalte, die Gewalt fordern oder befürworten, und verbieten Organisationen und Einzelpersonen, die eine gewalttätige Mission proklamieren. Wir haben jedoch wachsende Bewegungen gesehen, die, obwohl sie Gewalt nicht direkt organisieren, gewalttätige Handlungen gefeiert haben, gezeigt haben, dass sie Waffen haben und vorschlagen, sie einzusetzen.“

Facebook gab außerdem bekannt, dass 980 Gruppen für Aufrufe zu Unruhen gelöscht wurden. Einige dieser Gruppen geben Verbindungen zur Bezeichnung „Antifa“ an, welche Donald Trump für Plünderungen in US-Städten verantwortlich sieht.

Maßnahmen auf Facebook

Für die Plattform wurden nun neue Maßnahmen im Umgang mit QAnon-Inhalten geschaffen.

QAnon-Seiten, -Gruppen und -Instagram-Konten werden entfernt, wenn hier Gewalt diskutiert wird. Auch werden diese aus den Empfehlungen ausgeschlossen.
In den Nachrichten-Feeds wird das Ranking reduziert, sodass diese Inhalte weniger oft zu sehen sein werden. Hashtags sowie Titel werden in der Suche eingeschränkt.
Auch dürfen Facebook-Seiten, die sich auf QAnon beziehen, keine Anzeigen schalten oder Produkte über Marketplace verkaufen.

Quelle: Spiegel / NBC News
Artikelbild: Shutterstock / Von M.Moira

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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