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Mittwoch, 13 Oktober 2021

Betrüger geben sich als Facebook aus und wollen dein Profil knacken

Diese fiese Masche ist nicht neu und wir wollen es auch nicht mehr verstehen, warum Facebook selbst es weiterhin zulässt, solche Betrugsmaschen zu dulden!

Aktuell bekommen wir von Facebook-Nutzern die Meldung, dass sie von Facebook selbst markiert wurden, weil sie gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen haben. Um eine Sperre des Kontos zu vermeiden, müssen sie einem Link folgen.

In der Markierung heißt es (übersetzt durch Facebook):


„Deine Seite wurde für Aktivitäten erkannt, die gegen die Facebook-Seitenrichtlinien bezüglich Urheberrechtsverletzung verstoßen. Verifizieren Sie Ihr Konto aus Sicherheitsgründen, indem Sie auf den folgenden Link klicken:
>> [Link durch uns entfnernt]
Wenn Sie es nicht bestätigen, sperrt unser System automatisch Ihr Facebook-Konto und Sie können es nicht mehr verwenden. Vielen Dank, dass Sie dazu beitragen, unsere Dienstleistungen zu verbessern.
Social Company Facebook
Die besten Regards
Facebook © 2021″


Die Seite auf Facebook, die sich eben als Facebook ausgibt, nennt sich aktuell „Pages community standart and privacy“

Der Statusbeitrag sieht dazu so aus:

Screenshot: Facebook
Screenshot: Facebook

Im unteren Bereich des Beitrages kann man unterschiedliche markierte Seiten erkennen. Durch diese Markierungen bekommt der Erwähnte auch die Benachrichtigung darüber.

Screenshot: facebook
Screenshot: facebook

Für Nutzer, die bei Ihren Facebook-Benachrichtigungen darüber informiert werden, dass sie von „Facebook“ erwähnt wurden, ist es im ersten Moment ein Schock und genau diesen Schockmoment nutzen die Betrüger aus.

Der jeweilige Nutzer wird auf o.a. Statusbeitrag umgeleitet und im schlimmsten Falle folgt dieser der Anweisung. Und viele Nutzer machen dies auch, denn wer möchte schon von Facebook gesperrt werden.

Folgt man dem angegebenen Link, dann kann man sein Facebook-Profil und die damit in Verbindung stehende(n) Seite(n) und Gruppe(n) verlieren.

Dies passiert dann, wenn man auf der gefälschten Facebook-Login Seite seine Anmelde-Daten eingibt.  Hierbei handelt es sich NICHT um eine LogIn-Seite von Facebook, sondern diese wurde von Betrügern erstellt, um den Opfern das Gefühl zu vermitteln, dass sie sich noch immer auf Facebook befinden.

Screenshot einer von Betrügern erstellen falschen Facebook-Anmeldeseite
Screenshot einer von Betrügern erstellen falschen Facebook-Anmeldeseite

Loggst du dich auf einer solchen gefälschten Seite ein, erhalten die Kriminellen deine Logindaten und damit auch den vollen Zugriff auf dein Konto, sowie alle zugehörigen Seiten und Gruppen, bei denen das Opfer Adminrechte besitzt.

Es ist also absolute Vorsicht bei diesen Betrugsversuchen geboten!

Nochmals als Zusammenfassung:

  1. Betrüger erstellen eine oder mehrere Seiten mit Seitennamen, die sich sehr offiziell nach Facebook anhören.
  2. Als Profilbild verwenden sie die Initialen von Facebook (fb) oder das “F” Facebook-Logo selbst. Dadurch bekommt die genannte Seite einen offiziellen Charakter.
  3. Im nächsten Schritt durchforsten sie Facebookprofile und / oder Facebook-Seiten und markieren diese mit Ihrem Namen.
  4. Ab dem Moment, wo das genannte Profil bzw. Seite markiert wird, bekommt dieser auch eine Benachrichtigung angezeigt und folgt leider oft diesen Hinweisen, wie oben beschrieben.

In der Vergangenheit wurden jedoch auch schon persönliche Nachrichten über den Messenger verschickt oder man wurde direkt in einem Foto markiert. Egal wie diese Betrüger dich als Nutzer kontaktieren – Folge auf gar keinen Fall diesem Link bzw. gib NICHT deine Daten ein!

In die Falle getappt?

Solltest du trotz aller Vorsicht Opfer eines Phishingangriffs werden, ist es zunächst wichtig, die Übersicht zu behalten. Ändere in diesem Falle sofort deine Zugangsdaten zu Facebook und melde bei der darauf folgenden Frage alle deine Geräte von Facebook ab und folge den Anweisungen von Facebook!


Facebook? TU WAS!

Diese Masche ist nicht neu und wir selbst berichten seit mind. 10 Jahren über diese Betrugsmasche. Was wir an dieser Stelle nicht mehr einsehen wollen, ist, dass man solche Seiten zwar immer wieder direkt an Facebook meldet, diese aber nach MONATEN noch immer nicht von Facebook selbst gesperrt wurden, obwohl dieser Betrug mehr als deutlich ersichtlich ist.

Wir finden es befremdlich, dass Facebook einerseits solche Betrugsmaschen durchgehen lässt, andererseits aber Nutzer von Facebook ermahnt werden, wenn diese mit unseren Berichten auf solche Betrügereien innerhalb von Facebook verweisen (mit unserem Link von unserer Seite hier) und andere davor warnen wollen.  

Hier ein Beispiel einer Warnung von Facebook, gegenüber eines Nutzers, der einen Faktencheck von uns in einem Kommentar hinterlassen wollte.

Screenshot: Facebook
Screenshot: Facebook

Auch nach über 10 Jahren, denn solange gibt es uns bereits, tauchen noch immer dieselben Betrugsmaschen auf Facebook auf, die Facebook selbst betreffen. Facebook schafft es nicht, auch nach unzähligen Meldungen der Betrugsseiten, diese zu löschen und lässt so seine Nutzer quasi ins offene Messer laufen.

Es ist aber nicht die erste Beobachtung, die wir an dieser Stelle machen. Das gilt auch für sogenannten ProfilViewer und andere betrügerische Beiträge auf Facebook, die u.a. auch als Werbung getarnt (gesponserte Beiträge) von Betrügern gekauft werden. (Wir haben hier über einen Fall erst kürzlich berichtet)

Facebook dürfte solche Werbezukäufe gar nicht kontrollieren und es macht nach 10 Jahren Erfahrung den Anschein, was auch die Whistleblowerin und Ex-Mitarbeiterin Frances Haugen erst vor wenigen Tagen vor dem Kongress ausgesagt hatte (wir haben hier berichtet)

„Ich habe gesehen, dass Facebook immer wieder in Konflikte zwischen seinen eigenen Gewinnen und unserer Sicherheit geriet. Facebook löste diese Konflikte stets zugunsten seiner eigenen Gewinne…“

 

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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.