Aktuelles Fabrizio Brambilla - Der "Hacker" mit dem Hund

Fabrizio Brambilla – Der „Hacker“ mit dem Hund

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Anscheinend entdecken viele aufgrund der Corona-Krise Daheimgebliebenen Facebook neu – und damit auch uralte Kettenbriefe.

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Wir kennen diesen Kettenbrief bereits sehr gut, da im Prinzip nur der Name ausgetauscht wird. Aber vielleicht denken ja viele Nutzer „Oh, das ist jetzt jemand anders! Dann ist es bestimmt wahr, also teile ich das!“. Anders können wir es uns nicht erklären, warum Fabrizio Brambilla wieder unterwegs ist.

Der Kettenbrief über Fabrizio
Der Kettenbrief über Fabrizio

Der Text kursiert aktuell in Deutsch und Englisch:

Bitte sage allen Kontakten in deiner Messenger-Liste, dass Sie nichts von Fabrizio Brambilla akzeptieren sollen. Er hat ein Foto mit einem Hund. Er ist ein Hacker und hat das System mit Ihren Messenger-Konto verbunden. Wenn einer deiner Kontakte es akzeptiert, wirst Du ebenfalls gehackt, also stelle sicher, dass alle deiner Freunde es wissen. Vielen Dank . Bitte weiterleiten

Please tell all the contacts in your messenger list not to accept anything from Fabrizio Brambilla. He has a foto with a dog. He is a hacker and has the system connected to your messanger account. If one of your contacts accepts it, you will also be hacked, so make sure that all your friends know it. Thanks. Forwarded as received.
Hold your finger down on the message. At the bottom in the middle it will say forward. Hit that then click on the names of those in your list and it will send to them

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Das Märchen vom Hack über den Messenger

Der Facebook-Messenger ist dazu da, um Texte und kleinere Dateien mit anderen Nutzern auszutauschen, auch „Chat“ genannt. Somit könnte ein „Hack“ nur stattfinden, wenn jemand eine infizierte Datei geschickt bekommt und diese öffnet.
Man kann aber nicht „gehackt“ werden, indem man einfach einen Kontakt annimmt und dieser einen dann anschreibt. Technisch einfach nicht möglich.

Und wenn er doch ein „Hacker“ ist?

Neugierige Nutzer (und wir) schauen vielleicht auf Facebook, ob es diesen Nutzer überhaupt gibt. Und tatsächlich:

Gleich mehrere Fabrizio Brambilla mit Hunden
Gleich mehrere Fabrizio Brambilla mit Hunden

Es gibt sogar mehrere Fabrizios mit Hunden und sogar eine erst kürzlich erstellte Seite mit dem Namen und dem oftmals genutzten Profilbild mit Hund, auf der hauptsächlich Memes gepostet werden.

Sind das alles „Hacker“? Schließlich stimmen Name und Beschreibung, also muss doch was dran sein!

Wir wiederholen es an dieser Stelle nochmal: Es ist technisch nicht möglich!

Man kann davon ausgehen, dass jene neu erstellte Seite einzig dafür dient, Bekanntheit durch die Nutzung des Namens und des Profilbildes zu erlangen.

Vielleicht ein Körnchen Wahrheit?

Da müssen wir jetzt einfach mal vermuten, aber so wie wir Facebook kennen, gehen wir mal davon aus, dass irgend jemand einmal tatsächlich eine Nachricht eines Fabrizio Brambilla bekommen hat. Möglicherweise eine Nachricht wie ein angebliches Youtube-Video und dem Text „Bist du das?“ oder ähnlich. Wir berichteten über solcherlei Nachrichten: Man klickt ein angebliches Video von sich an, loggt sich auf einer gefälschten Facebook-ähnlichen Seite mit seinen Zugangsdaten ein und verbreitet damit diese Nachricht automatisch an alle Facebook-Freunde weiter, zudem hat man dann auch die Zugangsdaten den Betrügern geschenkt.

Viele Nutzer haben dabei den Eindruck, sie seien „gehackt“ worden, in Wirklichkeit aber haben sie ihre Daten quasi freiwillig Betrügern gegeben, da sie nicht aufpassten, wo sie ihre Daten eingeben. So wird aus der eigenen Naivität plötzlich ein ominöser „Hacker“.

So oder ähnlich können wir uns hypothetisch vorstellen, was passiert ist. Diejenige Person, die den Kettenbrief angefangen hat, ist aber sicher nicht durch eine Freundschaftsanfrage über den Messenger gehackt worden. Falls wir es noch nicht erwähnt haben sollten: Es ist technisch nicht möglich!

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Fazit

Nein, jener Fabrizio ist kein Hacker, der euren Account hacken kann. Sein Name reiht sich nun in die „Hacker“ namens Christoph und Jessica Davies,Peter Enis,Marcel Hohmann, Ute Christoff und Paolo Tizzanini ein. Alles Namen, die in solchen oder ähnlichen „Warnungen vor Hackern“ auftauchten, dessen Namensträger aber wahrscheinlich froh sind, wenn sie endlich nicht mehr als „Facebookprofil-Hacker“ bezeichnet werden.

Im Namen aller als „Hacker“ bezeichneten unschuldigen Personen bitten wir euch also:
Verbreitet solche Kettenbriefe nicht!

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