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Montag, 20 September 2021
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Den Impfwahn STOPPEN!? Das möchten wir auch!

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Denn irgendwann muss auch mal Schluss sein! Dieser ständige Wahn um Impfungen geht uns nämlich auch auf den Keks!

Wir werden jetzt mal kräftig mithelfen, den Impfwahn zu stoppen. Zu diesem Zweck schauen wir ein Sharepic an, welches derzeit kursiert. Da sind lauter böse Sachen aufgezählt, die sich in Impfungen befinden! Und wir schauen uns dann gleich dazu an, was das für Zeug ist, damit ihr wisst, wie gefährlich das alles ist!

Dann steigen wir also mal ein:

Stoppt das den "Impfwahn"?
Stoppt das den „Impfwahn“?

„Inhaltsstoffe von Impfungen (Stand 2019):
Glyphosat, Quecksilber, Aluminium, Glutamat, Casein, Formaldehyd, Hefeextrakt, Zitronensäure, Neomycin (Antibiotikum), Azeton, Serum von Rinderföten, Nierenzellen von Affen, Gewebe aus Hühnerembryos („Hühnereiweiss“), Gelatine, Humanalbumin (menschliches Blutprotein), humane Diploidzellen (aus menschlichen Föten), Teile menschlicher Föten (Hatugewebe, Organe, Hirnanhangdrüsen)“

Auf dem Sharepic wird als Quelle ein Daniel Prinz genannt, dazu der Link zu einer Zeitung, für die er im Februar 2019 als Gastautor schrieb – oder auch nicht schrieb, denn der Artikel besteht nur aus einem eingebetteten YouTube-Video, welches jedoch vom Ersteller auf Privat gestellt wurde.

Dann schauen wir uns doch stattdessen mal die Inhaltsstoffe an, die sich in Impfungen befinden sollen:

Glyphosat

Diese Behauptung existiert seit 2016. Die Organisation „Moms across America“ verkündete, sie haben einige Impfproben an ein Labor geschickt, wo festgestellt wurde, dass sich in manchen Impfungen Glyphosat befände – wenn auch nur in sehr geringen Mengen von Teilen pro Milliarde.

Grund dafür soll sein, dass Impfstoffe in Petrischalen mit tierischer Gelatine gezüchtet werden. Diese Gelatine stamme von Schweinen, welche wiederum Futter bekamen, das mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat behandelt wurde – ein auch für Wissenschaftler sehr unwahrscheinliches Szenario.

Die Seite Genetic Literacy hat sich mit den Behauptungen genauer beschäftigt und kam zu folgenden Erkenntnissen:

  • Die Organisation MAAM propagiert seit Jahren „Crack Science“, also pseudowissenschaftliche Studien, die nie nachvollzogen werden konnten, dabei konzentriert sich MAAM auf Konzerne, propagiert nebenher pseudo-medizinische Heilmittel
  • Bei Studien an Tieren, die direkt mit Glyphosat gefüttert wurden, konnte im Körper nur eine erste Abbausubstanz, ein Molekül namens AMPA, gefunden werden, nach spätestens 168 Stunden konnte weder Glyphosat noch AMPA nachgewiesen werden
  • Die Impfstoffe, bei denen Glyphosat festgestellt worden sein sollen, werden gar nicht in Petrischalen, sondern in Hühnereiern gezüchtet, und diese Hühner bekommen gar keine Nahrung von freien Feldern, sondern rein chemische Nahrung, damit die Chemie innerhalb der gelegten Eier nicht den Impfstoff beeinflusst
  • Selbst wenn es Glyphosat irgendwie in einen Impfstoff schafft, würde es spätestens bei der Chromatographie und anderen Maßnahmen, die einen Impfstoff von sämtlichen Wirtszellproteinen, Wirtszell-DNA, Viruspartikeln und anderen Kontaminaten reinigen, eliminiert werden

Insofern wird daraus geschlossen, dass unmöglich Glyphosat in Impfstoffen gefunden wurde.

Quecksilber

Quecksilber findet sich überhaupt nicht in Impfungen, wohl aber eine Quecksilberverbindung.

Es handelt sich um Ethylquecksilber, welches gerne mit Methylquecksilber verwechselt wird.
Methylquecksilber findet sich häufig in Fischen und ist in großen Mengen schädlich.

Ethylquecksilber hingegen wird vom Körper viel schneller abgebaut und ausgeschieden. Keine wissenschaftliche Studie hat einen Zusammenhang zwischen Ethylquecksilber und Autismus oder anderen schädlichen Wirkungen gefunden.

Mehrere Impfstoffhersteller haben sich im Jahr 1999 bereit erklärt, auf Thimerosal vorsorglich zu verzichten. Heute enthält kein Impfstoff außer dem Influenza-Impfstoff Thimerosal, es stehen allerdings Thimerosal-freie Alternativen zur Verfügung.

Es findet sich kein Quecksilber in Impfungen, wohl aber eine harmlose Quecksilberverbindung.

Aluminium

Dies findet sich wirklich in Impfstoffen. Dort fungiert Aluminium als sogenanntes Adjuvans, soll also die Immunreaktion des Körpers auf den Impfstoff verstärken. Seit 1926 wird es in Impfungen verwendet, darunter gegen Hepatitis A, Hepatitis B, Diphtherie, Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b und Pneumokokken.

Keine Verwendung findet Aluminium in Lebendimpfstoffen wie Masern, Mumps, Röteln, Varizellen und Rotavirus.

Da die Wirkung von Aluminium auf den Körper trotzdem umstritten ist, werden jene Impfstoffe exzessiv kontrolliert, in diesen Impfungen darf sich nicht mehr Aluminium befinden, als man im Verhältnis zu einer normalen Mahlzeit zu sich nehmen würde.

Beispiel: Säuglinge erhalten durch die Impfungen in den ersten sechs Monaten insgesamt etwa 4.4 Milligramm Aluminium.
In der gleichen Zeit erhalten gestillte Säuglinge 7 Milligramm alleine durch die Muttermilch, durch Säuglingsanfangsnahrung 38 Milligramm, durch eine Ernährung mit Sojamilchnahrung sogar ganze 117 Milligramm.

Wenn man sich also um Aluminium sorgt, sind Impfungen wirklich das geringste Problem.

Tatsächlich befindet sich Aluminium in vielen Impfungen, jedoch weitaus weniger als in natürlicher Nahrung.

Glutamat

Dabei handelt es sich um einen Geschmacksverstärker, der sich häufig in Nahrung findet. In Kritik geriet Glutamat, als sich bei Besuchern von chinesischen Restaurants Beschwerden einstellten, da für das Essen zuviel Glutamat verwendet wurde.

Aber Glutamat wird auch bei der Herstellung von Impfstoffen verwendet, nämlich als Stabilisator. Es sorgt also dafür, dass die Stoffe in Impfungen nicht miteinander reagieren, sich voneinander trennen oder abbauen.

Der Stoff wird allerdings nur bei der Herstellung von einigen wenigen Impfstoffen genutzt, in sehr geringen Mengen kann es trotzdem noch in diversen Medikamenten und Impfstoffen enthalten sein. Namentlich sind das FluMist (Grippe-Nasenspray), ProQuad (Masern, Mumps, Röteln, Windpocken), Zostavax (Gürtelrose), Varivax (Windpocken) und RabAdvert (Tollwut).

Im Endeffekt nimmt man durch die Nahrung um ein vielfaches mehr Glutamat zu sich, als durch eine Impfung.

Die Behauptung ist korrekt für einige Impfstoffe, die Menge ist aber zu gering für eine Schädlichkeit, durch normale Nahrung nimmt man schon weitaus mehr Glutamat täglich zu sich.

Casein

Dabei handelt es sich um einen Bestandteil von Milch, der sich auch in einigen Impfstoffen befindet.
Dies sorgt tatsächlich für wissenschaftliche Untersuchungen, da Personen, insbesondere Kinder mit Allergien gegen Milchprodukte schlecht auf solche Impfungen reagieren könnten.

Deswegen, sollten impfende Ärzte die Eltern von Kindern genau befragen, ob das Kind jemals eine Überempfindlichkeit oder allergische Reaktionen auf Nahrung zeigte, auch wenn noch nie eine Allergie oder Überempfindlichkeit diagnostiziert wurde, um potentiell schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf Impfungen zu verhindern.

Die Behauptung ist korrekt, weswegen Ärzte auch auf eventuelle Allergien oder Überempfindlichkeiten abfragen.

Formaldehyd

Dieser Inhaltsstoff wird am Meisten diskutiert, und darüber gibt es auch die meisten Fehlinformationen.

Formaldehyd ist eine natürlich vorkommende Verbindung. Auch im menschlichen Körper findet sich Formaldehyd, im Körper eines zwei Monate alten Kindes mit 5 Kilogramm finden sich etwa 1.1 Milligramm Formaldehyd.

Und nun schauen wir mal auf die Zahlen: In einer Grippeimpfung für Kinder befinden sich 0.005 – 0.02 Milligramm Formaldehyd. Das bedeutet, dass die Menge an Formaldehyd in einer Impfung gerade einmal ein Bruchteil der Menge ist, die natürlich im Blut enthalten ist! Ein zwei Monate altes Kind, welches alle Impfungen bekommt, nimmt durch alle Impfungen zusammengenommen etwa 0.12 Milligramm Formaldehyd zu sich.

Pro Kilogramm kann der Mensch am Tag 0.2 Milligramm Formaldehyd zu sich nehmen, ohne gesundheitliche Schäden davonzutragen. Bei einem Kind mit einem Gewicht von 5 Kilogramm wären das also 1 Milligramm. Zum Vergleich nochmal: Alle Impfungen zusammen enthalten 0.12 Milligramm, natürlich im Blut enthalten sind bereits 1.1 Milligramm.

Zwar findet sich Formaldehyd in Impfungen, jedoch viel zu wenig, um gesundheitliche Schäden zu verursachen.

Hefeextrakt

Hefe findet sich beispielsweise im HPV-Impfstoff (Gardasil) in Großbritannien. Für Hefe-Allergiker kann dies tatsächlich ein Problem darstellen, weswegen das Gleiche gilt wie bei Casein: Ärzte fragen nach Allergien und Überempfindlichkeit.

Die Behauptung ist korrekt, weswegen Ärzte auch auf eventuelle Allergien oder Überempfindlichkeiten abfragen.

Zitronensäure

Diese findet sich in wenigstens zwei Impfstoffen, sie dient als Konservierungsstoff und Stabilisator. Sie befindet sich sowohl in vielen Früchten als auch ganz natürlich im Körper als Zwischenprodukt im Citratzyklus.

Die Behauptung trifft zwar auf wenige Impfstoffe zu, jedoch ist Zitronenensäure in vielen gesunden Produkten und sogar im menschlichen Körper selbst in viel größeren Mengen enthalten.

Kürzen wir es an dieser Stelle etwas ab

Wie an den bisher aufgezählten Inhaltsstoffen bereits ersichtlich, sind manche davon nicht wirklich enthalten, andere sind es zwar, aber in ungefährlichen Mengen.

Die Behauptungen über Nierenzellen von Affen sind veraltet und irreführend (Affen werden schon lange nicht mehr bei der Entwicklung von Impfstoffen eingesetzt), Teile menschlicher Föten finden sich schon mal gar nicht in Impfstoffen, auch keine Zellteile.

Fazit

Die genannten Inhaltsstoffe klingen beim schnellen Lesen alle gefährlich, doch sind entweder gar nicht in Impfstoffen enthalten oder nur in sehr geringen Mengen. Die Letztgenannten finden sich auch überhaupt gar nicht darin, die Behauptungen beruhen auf weitergehenden Impfmythen, die sich als falsch herausstellten.

Das „Beweis“- Video wurde vom Ersteller – wahrscheinlich aus gutem Grund – auf Privat gestellt, die im Sharepic genannten Personen treten namentlich des öfteren als Verbreiter von Verschwörungstheorien auf, die beiden Links zu ein und derselben Seite von Michael Palomino sind ein Sammelsurium an weiteren Mythen, beispielsweise dass man mit Backpulver Krebs in 10 – 12 Tagen heilen kann.

Also Ja, stoppen wir den Impfwahn – Den Wahn, unreflektierte und irreführende Sharepics über Impfungen zu teilen!


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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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