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Darknet und Deep Web – Licht ins Dunkle bringen

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erklärt den verborgenen Teil des Internets, den man im Allgemeinen Darknet nennt.

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Das Darknet sei ein Tummelplatz für kriminelle Machenschaften, heißt es. Und fast jeder hat Geschichten gehört, nach denen im Darknet Drogen, Menschen oder sogar Morde gehandelt werden.

Wie es der Name schon andeutet, ist das Darknet ein dunkles, also ein verborgenes, Netzwerk. Dabei ist es nicht getrennt vom sichtbaren Internet – dem Clear Web, sondern hängt mit diesem zusammen. Grundsätzlich sollte man wissen, dass das gesamte Internet aus drei wesentlichen Komponenten besteht:

  1. Das Clear Web: Das ist der Bereich des Internets, in dem wir shoppen, mit Freunden chatten oder Urlaubsfotos hochladen. Dieser leicht zugängliche Teil des Internets ist jedoch nur ein kleines Fragment des gesamten Netzes.
  2. Das Deep Web: In diesem mit Abstand umfangreichsten Bereich (ca. 90% des gesamten Internets) befinden sich Firmendatenbanken, Streaming-Server sowie Online-Speicher. Grundsätzlich steht das Deep Web allen offen, viele Inhalte sind jedoch geschützt um bspw. Unternehmensgeheimnisse zu schützen.
  3. Das Darknet: Dieser Raum des Internets ist ein vergleichsweise kleines Teilstück des Deep Webs. Es ist nicht auf herkömmliche Weise auffindbar, die Kommunikation wird verschlüsselt und die Urheber der Inhalte sowie seine Besucher bzw. Konsumenten wollen möglichst anonym bleiben.

Darknet und Tor-Netzwerk

Webseiten des Darknets sind nicht durch die üblichen Suchmaschinen oder Browser auffindbar. Nur mit Hilfe von Anonymisierungsnetzwerken wie Tor („The Onion Router“) sind Seiten im Darknet entweder direkt oder über Darknet-Suchmaschinen abrufbar. Die Seiten sind demnach meist nur direkt (Peer-to-Peer) abrufbar und wenn man die genaue URL kennt.

Das Tor-Netzwerk ist dabei der namentlichen Ableitung nach wie eine Zwiebel aufgebaut und verschleiert durch mehrere verschlüsselte Weiterleitungen zwischen den Servern bis hin zum Exit-Node bzw. der entsprechenden Seite im Darknet die Identität der NutzerInnen. Dabei kennt der Knotenpunkt nur jeweils den vorherigen sowie den folgenden Server. Eines sei jedoch klar gesagt: Trotz der Verwendung von Anonymisierungsnetzwerken wie dem Tor kann eine Zurückverfolgung nicht ausgeschlossen werden.

Quelle Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Quelle Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Darknet und Deep Web – wo liegen Unterschiede?

Das Deep Web macht etwa 90% des gesamten World Wide Web aus. Seiten des Deep Web sind nicht indexiert und somit nicht über Suchmaschinen erreichbar. Das Deep Web besteht aus Datenbanken, Webseiten und Services, die zu Unternehmen, Behörden oder Universitäten gehören. Diese Inhalte sind meist zahlungspflichtig oder beispielsweise passwortgeschützt, aber harmlos. Für das Darknet braucht man hingegen spezielle Software und seine Inhalte haben häufiger kriminellen Hintergrund.

Ist das Darknet Tummelplatz für Kriminelle?

Einerseits ja. Das Darknet ist tatsächlich Handelsplatz für Straftaten und illegale Güter aller Art, in dem die Angebote meist mit sogenannten Kryptowährungen bezahlt werden. Aufgrund der verschlüsselten Kommunikation und der damit einhergehenden Anonymität nutzen Kriminelle das Netz aus. Hier liegen auch die größten Gefahren des Darknets: Das Risiko der Verbreitung von Schadsoftware ist hier höher als im Clear Web. Besucher können hier auf dubiose Angebote innerhalb des Darknets hereinfallen und sich so entweder strafbar machen oder mit kriminellen Organisationen in Kontakt geraten.

Andererseits bietet die verschlüsselte Struktur für Journalisten, Verfolgte oder politisch Oppositionelle die Möglichkeit, auf regional gesperrte Inhalte zuzugreifen, Zensur zu umgehen oder mit anderen Menschen zu kommunizieren.

Die Anonymität erlaubt journalistischen Quellen, in einigen Fällen unerkannt zu bleiben und Whistleblowern, ihre Entdeckungen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Wie in vielen anderen Fällen stehen Deep Web und Darknet für etwas, das sowohl für nützliche wie auch für schädliche Absichten verwendet werden kann.

Darknet – was ist erlaubt, wann mache ich mich strafbar?

Das Bewegen im diesem alleine ist nicht illegal, wenn auch ein Sicherheitsrisiko. Durch die vielen Geschichten, die rund um das Darknet kursieren und die Anonymität der Nutzer kommt leicht der Eindruck auf, das Netzwerk sei per se unzulässig. Straffällig werden Sie tatsächlich, sobald Sie illegale Inhalte konsumieren, herunterladen oder rechtswidrige Waren und Dienstleistungen erwerben.

Auch der Verkauf solcher Güter ist unter Strafe gestellt. Hier unterscheidet sich das Darknet kaum von der physischen Welt: Was außerhalb des Internets illegal ist, bleibt es auch im Internet – egal ob Clear Web oder Darknet.

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Das könnte auch interessieren: Fälscherwerkstatt entdeckt! (Personalausweise uvm. im Darknet)

Quelle: BSI
Artikelbild: BeeBright / Shutterstock
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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