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Cyber-Mobbing: das sagt dein Anwalt (Video)

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Der Begriff „Cyber-Mobbing“ bezeichnet das absichtliche und über einen längeren Zeitraum anhaltende Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen, Belästigen oder Ausgrenzen anderer über digitale Medien.

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Cyber-Mobbing findet vor allem im Internet (Soziale Netzwerke, Chats, Messenger, E-Mails, …) oder per Handy (SMS, lästige Anrufe, Messenger, Handyfotos und -videos …) statt. Die Attacken gehen in der Regel von Personen aus dem eigenen Umfeld aus.

Dein Anwalt Karsten Gulden sagt dazu: Mobbing in der Schule – ein Problem, das immer größer wird. Über WhatsApp-Gruppen verabreden sich die Schüler, um ihre „Opfer“ systematisch „platt“ zu machen. „Opfer“ sind aber auch die Täter, die sich strafbar machen können, wenn sie mindestens 14 Jahre alt sind. Aber auch die jüngeren Täter können mächtigen Ärger bekommen, wenn ihre Eltern Post vom Anwalt bekommen. Diesen Ärger kann man einfach vermeiden: Kein Mobbing + den „Opfern“ helfen

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Mobbing ist an sich kein neues Phänomen – Cyber-Mobbing weist aber dennoch einige Besonderheiten auf:

  • Cyber-Mobbing findet rund um die Uhr statt: Die Belästigungen enden nicht nach der Schule oder der Arbeit. Dort, wo digitale Medien genutzt werden, findet Cyber-Mobbing statt – also auch zuhause. Internet oder Handy nicht mehr zu verwenden, ist für die Betroffenen meist keine Option.
  • Cyber-Mobbing erreicht ein großes Publikum: Im Internet veröffentlichte Gerüchte oder Beschimpfungen verbreiten sich sehr schnell vor einem großen Publikum. Besonders häufig ist auch das Verbreiten peinlicher Fotos oder Videos. Einmal online gestellte Inhalte lassen sich jedoch kaum wieder entfernen.
  • Cyber-Bullys agieren (scheinbar) anonym: Oft glauben die Täter/innen, im Internet anonym zu sein, indem sie sich z.B. hinter einer erfundenen Identität verstecken. Dadurch sinkt die Hemmschwelle.
  • Keine klare Abgrenzung von Rollen: Die Rollen von Täter/in und Opfer sind nicht immer eindeutig zu trennen. Attacken können als Gegenattacken wiederkehren und den Täter/die Täterin zum Opfer machen.
  • „Unabsichtliches“ Cyber-Mobbing: Nicht jeder Mensch empfindet gleich. Was für den einen witzig ist, kann für jemand anderen verletzend sein. So können auch scherzhaft gemeinte „Blödel-Fotos“ unangenehme Folgen haben.

Die wichtigsten Tipps für Kinder und Jugendliche:

  • Vertraue auf deine innere Stimme! Jeder Mensch hat eine natürliche Intuition, die ihn in riskanten Situationen wachsam werden lässt. Vertraue auf dieses „Bauchgefühl“ und sprich mit einer Vertrauensperson, wenn dir etwas komisch vorkommt.
  • Sichere Beweise! Sichere alle Beweise, die du brauchst, damit deine Geschichte glaubhaft ist. Informiere dich, wie du Kopien bzw. Screenshots von unangenehmen Nachrichten, Bildern oder Chats machen kannst. So kann dir schneller geholfen werden.
  • Sperre Nutzer/innen, die dich belästigen! In den meisten Sozialen Netzwerken und Online-Diensten können unerwünschte Personen gesperrt werden. Nutze dieses Angebot, denn du musst dich mit niemandem abgeben, der dich belästigt. Wenn du mit Anrufen oder SMS belästigt wirst, kannst du deine Handynummer ändern lassen. Auch in WhatsApp und Instagram ist es möglich, lästige User/innen zu blockieren (siehe Privatsphäre-Leitfäden).
  • Melde Probleme! Nimm Belästigungen nicht einfach hin, sondern informiere umgehend die Betreiber der Website. In den Saferinternet.at-Leitfäden für Soziale Netzwerke findest du Tipps dazu.
  • Hol dir Rat! Es ist manchmal einfacher, sich erst Hilfe im Familien- oder Freundeskreis zu suchen, bevor man eine offizielle Beratungsstelle kontaktiert. Bei Rat auf Draht erhältst du kostenlos, anonym und rund um die Uhr telefonische Hilfe, wenn du einmal nicht mehr weiter weißt.
  • Kenne deine Rechte! Wenn du es nicht erlaubst, darf niemand Fotos von dir ins Internet stellen, die dich bloßstellen (siehe: Recht am eigenen Bild). Außerdem darf dich niemand vor anderen verspotten oder beleidigen. Wenn Cyber-Mobbing besonders ernst ist, kann dies für den/die Täter/in rechtliche Folgen haben.
  • Friss nichts in dich hinein! Jeder Mensch hat kleine und große Geheimnisse. „Schöne“ Geheimnisse, wie z.B. das erste Verliebtsein, werden gerne mit der besten Freundin/dem besten Freund geteilt. Doch es gibt auch „unangenehme“ Gehemnisse, z.B. wenn du belästigt wirst oder dir jemand zu nahe kommt, obwohl du das nicht willst. Diese Geheimnisse solltest du nicht für dich behalten, auch wenn das von dir verlangt werden sollte. Trau dich, mit anderen darüber zu rede

An dieser Stelle verweisen wir auf Saferinternet: Cyber-Mobbing

Mehr über Dein Anwalt

imageInformation: „Unser“ Anwalt – Karsten Gulden – hat ein privates YouTube Projekt gestartet, mit dem er Menschen helfen will, die rechtliche Fragen haben, für die es sich nicht lohnt, zum Anwalt zu gehen, die einen aber doch brennend interessieren. Etwas Recht, etwas Aufklärung und auch etwas Ethik / Moral. Das ist Dein Anwalt. Viel Spaß beim Zuschauen:-) Dein Anwalt auf YouTube!

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