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COVID-19: Verändert eine mRNA-Impfung die Erbsubstanz? Nein!

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In einem längeren Text, der auf Facebook kursiert, wird behauptet, eine potentielle mRNA-Impfung gegen COVID-19 würde das Erbgut verändern.

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Der Urheber jenes Textes ist unbekannt. Angeblich handele es sich um eine Mitteilung eines Arztes an seine Patienten, wobei verschiedene Namen von Ärzten genannt werden, größtenteils handelt es sich um Heilpraktiker und Homöopathen. Demnach soll die sogenannte mRNA-Impfung, die eventuell einen potentiellen Schutz gegen COVID-19 bieten könnte, die Gene und somit die Erbsubstanz dauerhaft verändern.

Hier der Text (auszugsweise) mit den wichtigsten Stellen:

„An alle meine Patienten: Bereits jetzt möchte ich Sie/Euch auf wichtige Zusammenhänge in Bezug auf eine kommende Covid-19-Impfung dringend aufmerksam machen:

[…]

Weil aber bislang die Impffolgen hauptsächlich auf die bereits häufiger erwähnten nebenwirkungsreichen Adjuvantien (Wirkstoffverstärker, auch Booster genannt) beruhten, mit deren Ausscheidung der Körper im Einzelfall nicht zurecht kam und daher eine entsprechende leichte bis schwerwiegende Symptomatik entwickelte, war eine homöopathische Therapie, bei der die individuelle Lebenskraft dazu angeregt wurde, die Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten, am Ende erfolgreich und die Impffolgesymptomatik verschwand, wenn auch oft erst nach vielen Monaten.

Aufgrund der neuartigen Wirkweise des zukünftigen Coronavirus-Impfstoffes sind allerdings solche Heilerfolge zukünftig nicht mehr möglich. Denn die sog. mRNA-Impfstoffe der neuesten Generation greifen zum ersten Mal in der Geschichte des Impfens direkt in die Erbsubstanz, in das genetische Erbmaterial des Menschen/Patienten ein und verändern damit das individuelle Erbgut im Sinne einer bislang verbotenen, ja kriminellen Genmanipulation.

[…]

Liebe Patienten, dann werden sie nach einer solchen neuartigen mRNA-Impfung nicht mehr auf alternative Heilweise die Impffolgesymptomatik beheben lassen können, sie werden mit den Folgen leben müssen.

[…]

Im Klartext soll das heißen: Sollten Sie nach einer mRNA-Impfung eine Impffolgesymptomatik entwickeln, werde weder ich noch irgendein anderer Therapeut Ihnen dagegen ursächlich helfen können, weil der Impfschaden genetisch irreversibel sein wird.

Diese neuartigen Impfstoffe stellen meines Erachtens ein Verbrechen an der Menschheit dar, die es in so breiter Form in der Geschichte noch nicht gegeben hat.

[…]“

Kurz gesagt: Homöopathie funktioniere dann nicht mehr, da eine potentielle mRNA-Impfung direkt das genetische Erbmaterial verändern würde, es somit einen „dauerhaften Impfschaden“ gäbe.

Die gleiche Behauptung wurde bereits im Mai anders formuliert verbreitet, wir berichteten darüber.

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Impfungen mit mRNA – Was ist das eigentlich?

Aktuelle Impfstoffe wirken mit Antigenen und aktiven oder passiven Viren – abgeschwächte Viren werden in den Körper injiziert, damit das Immunsystem diese kennenlernt und Antikörper entwickeln kann. Problem dabei: Die Entwicklung solcher Impfstoffe sind äußerst kompliziert und dauert mehrere Jahre.

Diese Zeit haben wir aktuell aber nicht wirklich, deswegen arbeiten einige Labore an der Entwicklung von Impfstoffen mit sogenannter mRNA.

Das m in mRNA steht für Messenger, es handelt sich also um Boten-RNA. Diese Boten-RNA enthält vereinfacht ausgedrückt Anweisungen zur Herstellung von Proteinen in den Zellen; diese Proteine wiederum können dabei helfen, Krankheiten zu bekämpfen oder komplett zu verhindern.

Die mRNA liest als Bote also einen Teilstrang der DNA aus und gibt das weiter an die Ribosomen, die mit der Info Proteine herstellen. Es sind quasi die Laufburschen in einer großen Firma, die zwischen den Abteilungen hin- und her rennen.

Die mRNA in Impfstoffen ist nun so gestaltet, dass sie Teile des Erbmaterials des Virus enthält und dadurch bestimmte Proteine im Körper herstellen lässt. Das Immunsystem erkennt die wenigen Proteine, die gar nicht in den Körper gehören, und entwickelt Abwehrstoffe – wenn dann zu einem späteren Zeitpunkt das richtige Virus auftauchen sollte, kennt das Immunsystem dessen Proteine bereits und kann ihn wirksam bekämpfen.

Kann dadurch unsere DNA verändert werden?

Dies ist mehr als unwahrscheinlich, eine mRNA liest nur von einer DNA etwas ab und wird danach wieder abgebaut, verändert die DNA aber nicht. Theoretisch ist natürlich alles möglich – dies wäre dann eine sogenannte reverse Transkription – praktisch liegt die Wahrscheinlichkeit aber bei Null, wie Tugce Aktas, Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, der dpa erläuterte.

Noch unwahrscheinlicher ist es, dass jene veränderte DNA ausgerechnet in den Keimzellen landet und dadurch weiter vererbt wird. Und absolut unmöglich ist es, dass dadurch alle (!) Zellen des Körpers verändert werden, wie behauptet wird.

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Fazit

Verändert sich der Inhalt eines Buches, wenn man es liest?
Nein, natürlich nicht. Genauso wenig verändert eine mRNA die DNA: Sie liest nur einen Teilabschnitt ab, verändert die DNA aber nicht.

Eigentlich wäre es schon toll: Mit einer Spritze könnte man so viele genetische Krankheiten besiegen! Man könnte sich auch beispielsweise die Haare oder die Augenfarbe damit dauerhaft färben: Eine Spritze, sämtliche Gene ändern sich. Fantastisch, oder?

So funktioniert mRNA aber nicht. Die DNA wird dabei nicht verändert (vor allem nicht die DNA in sämtlichen Zellen!), sondern die mRNA regt die Produktion eines fremden Proteins an, welches vom Immunsystem bekämpft werden kann – und dabei die Struktur des Virus lernt.

Bisher wurden mRNA-Impfstoffe nur an Tieren getestet, dies aber bereits seit den 1990ern, doch wenn die Methode optimiert wird, könnte sie sogar in Zukunft ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Krebs sein.

Artikelbild: Shutterstock / Von Numstocker
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