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Montag, 7 Juni 2021
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Video zeigt keine Reaktion auf COVID-19 Impfung, sondern Epilepsie-Anfall!

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Ein verbreitetes Video zeigt ein Kind, welches angeblich nach einer COVID-19 Impfung unkontrolliert zuckt. Doch der Vater selbst widerspricht den Behauptungen!

Das Video wäre eigentlich nur noch dramatischer, wenn es mit entsprechender Musik unterlegt worden wäre: rechts eine Mutter, die ihr zuckendes Kind hält, links ein Mädchen, welches mit Tränen in den Augen augenscheinlich auf das Video reagiert, dazu eine männliche Stimme, die etwas über die COVID-19 Impfung erzählt.

Hier ein Screenshot des Videos:

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Reaktion auf die COVID-19 Impfung? Nein!
Reaktion auf die COVID-19 Impfung? Nein!

Auf Facebook wird zu dem Video behauptet, dass es ein geimpftes Kind in den USA zeige. Zudem würde die Impfpflicht für Kinder in Deutschland vorangetrieben, sonst drohe das Jugendamt.

An der Behauptung, dass eine Impfpflicht für Kinder vorangetrieben werde, ist überhaupt nichts dran, die Impfung ist weiterhin für alle freiwillig (siehe HIER).

Der Vater widerspricht

Das Video des Kindes und andere Videos seiner beiden Kinder postete der Vater selbst auf seinem Instagram-Account (siehe HIER). Das Bemerkenswerte: Er ist selbst überzeugter Impfgegner, doch betont in zwei Postings (siehe HIER und HIER), dass die Anfälle nichts mit der COVID-19 Impfung zu tun haben.

 

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Ein Beitrag geteilt von David Cromar (@above_genetics)

Laut dem Vater hat sein Sohn seit 2009 epileptische Anfälle, diese seien nach seinen Angaben kurz nach einer Hepatitis-Impfung aufgetreten.

„Ich hasse es also, dass ein Teil des Videos von Holdens Impfschaden, von Hep A und Hib, gekapert wurde und als Covid-Impfstoffreaktion herumgereicht wird“

Dr. Paul Offit, ein Impfstoffexperte am Kinderkrankenhaus von Philadelphia, widerspricht gegenüber AP News der Behauptung, dass die Epilepsie durch eine Impfung entstand. So gäbe es zwar bei vielen Impfungen als Nebenwirkungen Fieber, bei einem kleinen Prozentsatz von Kleinkindern auch Krampfanfälle (Fieberkrämpfe genannt), diese seien jedoch kurzlebig und verursachen keine dauerhaften Schäden.

Fazit

Es sollte ohnehin schon verdächtig erscheinen, dass die Mutter in dem Video so ruhig reagiert und das Kind einfach nur auffordert, zu atmen. Und natürlich ist sie nicht schockiert, denn sie kennt die epileptischen Anfälle ihres Sohnes seit 2009.

  • Die Behauptung: Das Kind hat eine COVID-19 Impfreaktion
  • Die Wahrheit: Das Kind bekommt seit 2009 epileptische Anfälle, es gibt keinen Zusammenhang zu einer COVID-19 Impfung

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Weitere Quellen: AP News, Reuters
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Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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