Blogheim.at Logo
Donnerstag, 23 September 2021
StartAktuelle Berichte von mimikamaCoronavirus: Telekom teilt Bewegungsdaten!

Bitte unterstütze uns! Werde jetzt mimikamaPLUS- Abonnent und unterstütze so unser Handeln.

Coronavirus: Telekom teilt Bewegungsdaten!

Facebook-Themen

Robert-Koch-Institut will Informationen nutzen – Experten sehen Datenschutzprobleme

Coronavirus: Telekom teilt Bewegungsdaten! – Das Wichtigste zu Beginn:

Die Deutsche Telekom übermittelt Bewegungsdaten von Kunden an das Robert-Koch-Institut, um nachzuvollziehen, welche Kontakte eine infizierte Person hatte. Die Daten seien anonymisiert. Rechtlich ist diese Vorgehensweise doch umstritten.

Deutsche Telekom teilt Bewegungsdaten mit Robert-Koch-Institut

Bonn/Berlin – Im Kampf gegen das Coronavirus teilt die Deutsche Telekom Bewegungsdaten von Handys ihrer Kunden mit dem Robert-Koch-Institut (RKI), ähnlich wie es der österreichische Netzanbieter A1 mit der Regierung bereits macht.

Dieses Vorgehen ist jedoch sehr umstritten, da diese Daten ohne die Einwilligung der Nutzer geteilt werden.

Einzelpersonen nicht verfolgt

„So detaillierte Daten haben wir noch nie jemandem weitergegeben“, zitiert das „Handelsblatt“ eine Telekom-Sprecherin.

Das Unternehmen gebe die Informationen freiwillig und kostenlos an die Behörde für Infektionskrankheiten weiter. Jedoch seien die Daten anonymisiert worden.
Es sei zwar möglich, dadurch Bewegungsströme bundesweit, auf Bundesland-Ebene sowie bis auf die Kreis-Gemeinde-Ebene heruntergebrochen zu analysieren, jedoch würden keine Einzelpersonen dadurch verfolgt werden.

Laut RKI-Präsident Lothar Wieler können Handy-Daten dabei helfen nachzuvollziehen, mit welchen Menschen eine infizierte Person Kontakt hatte. Es sei also durchaus sinnvoll, sie zur Bekämpfung des Coronavirus zu verwenden.

Jedoch zeigen sich vor allem Datenschutzexperten dem gegenüber skeptisch.

Rechtlich mehr als problematisch

Laut einer Empfehlung der Datenschutzkonferenz handelt es sich bei Informationen zur Gesundheit um sehr sensible Daten, die mit viel Verantwortung einhergehen.

Ein staatlich erzwungener Zugriff auf die Handy-Daten von Infizierten sei rechtlich mehr als problematisch. Nur mit Einwilligung der Betroffenen sei so ein Eingriff gerechtfertigt.

Quelle: Pressetext.com
Artikelbild: Shutterstock / Von SFIO CRACHO

Wir brauchen deine Unterstützung!

Im Gegensatz zu anderen Medien haben wir bei unseren Faktenchecks keine “Paywall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es Mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fake-News vorgehen. Unterstütze uns und trage auch du dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst du unterstützen: via PayPal oder Patreon. Gerne kannst Du aber auch ein mimikamaPLUS- Abonnent werden.

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Aktuelle Artikel

Panorama