Aktuelles Coronavirus überlebt 28 Tage auf Oberflächen... im dunklen Labor!

Coronavirus überlebt 28 Tage auf Oberflächen… im dunklen Labor!

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Eine australische Studie über die Überlebensfähigkeit von SARS-CoV-2 sorgt für Schlagzeilen, doch die Aufregung ist übertrieben.

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Nationale und internationale Medien berichten von einer Studie aus Australien, in der herausgefunden wurde, dass das neue Coronavirus unter bestimmten Umständen bis zu 28 Tage auf Oberflächen überleben kann.

Das klingt erstmal erschreckend, dementsprechend beunruhigen auch die Schlagzeilen:

Schlagzeilen über das Coronavirus
Schlagzeilen über das Coronavirus

Leider aber gibt es nur wenige Artikel, die nicht nur die Überschrift entspannter gestalten, sondern auch im Artikel jene Studie genauer erklären.

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Was steht in der Studie?

Bisherige Studien zeigten auf, dass das neue Coronavirus auf Banknoten und Glas bis zu drei Tagen und auf Kunststoff und Edelsstahl sogar bis zu sechs Tagen überleben kann, wobei die Ergebnisse variieren.

Das ist zwar auch schon recht lange, aber umso erschreckender wirken dann die Schlagzeilen, dass SARS-CoV-2 sogar bis zu 28 Tagen auf glatten Oberflächen überleben kann. Doch mit dem Alltag haben die Ergebnisse der Studie nur wenig zu tun.

Die Studie, welche man hier einsehen kann, beschäftigt sich mit dem Einfluß verschiedener Temperaturen auf die Überlebensfähigkeit des neuen Coronavirus auf verschiedenen Oberflächen.

Bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent wurde virenhaltige Flüssigkeit auf verschiedene Oberflächen getropft, diese dann Temepraturen von 20, 30 und 40 Grad Celsius ausgesetzt.

Ergebnis: Bei 20 Grad blieb SARS-CoV-2 extrem robust und überlebte bis zu 28 Tage auf den verschiedenen Oberflächen. Bei 30 Grad immerhin noch bis zu sieben Tagen, bei 40 Grad nur noch bis zu 24 Stunden.

Besonders auf Glasflächen überlebte das neue Coronavirus lange, weswegen in der Studie auf mögliche Infektionsrisiken durch Smartphones oder Bankautomaten hinweist.

Knackpunkt: Licht aus!

Einen großen Einfluß auf das Überleben des neuen Coronavirus auf Oberflächen hat UV-Strahlung, also Sonnenlicht! Bereits in der Einleitung der Studie steht:

„Alle Experimente wurden im Dunkeln durchgeführt, um jegliche Auswirkungen von UV-Licht auszuschließen.“

In der Realität versteckt man aber nicht das Smartphone für einen Monat im Dunkeln, auch Bankautomaten muss man normalerweise nicht mit der Taschenlampe suchen.

Knackpunkt: Tröpfchengröße

Die Tropfen im Labor blieben unberührt. In der Realität jedoch sind die Aerosole, die beim Husten und Sprechen verbreitet werden, viel kleiner, zudem wischt und presst man auf die glatten Oberflächen, was die Tröpfchengröße noch einmal verringert und ein längeres Überleben noch unwahrscheinlicher macht, da sie schneller austrocknen.

Knackpunkt: Schmierinfektion ungewiss

Tatsächlich ist es theoretisch möglich, sich mit dem neuen Coronavirus zu infizieren, indem man beispielsweise erst eine Oberfläche mit Viren berührt und sich dann an den Mund oder Augen fasst, das Virus also schnellen Kontakt mit den Schleimhäuten bekommt.

In der Praxis jedoch ist bisher kein Fall bekannt, dass sich jemand auf die Weise infiziert hat, so das Bundesinstitut für Risikobewertung. Unmöglich ist jedoch nicht, so dass man auch weiterhin die Hygieneregeln einhalten sollte.

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Fazit

Die Überschriften diverser Medien sorgen leider für unnötige Beunruhigung. Ein Positiv-Beispiel ist der Stern, welcher bereits in der Überschrift klar stellt, dass die Studie mit Vorsicht zu geniessen ist.

Regelmäßiges Händewaschen und Reinigen von Oberflächen sind wichtig – doch für die Überlebensdauer von 28 Tagen müssen schon extrem gute Voraussetzungen vorliegen.

Unnütz ist die Studie dennoch nicht. Auf den Alltag lässt sie sich nicht anwenden, jedoch für die Risikobewertung und weitere Forschungen ist die Studie ein wichtiger Beitrag.

Artikelbild: Shutterstock / MR. KHATAWUT / VIKTORIUS-73 / Vector-3D
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