Blogheim.at Logo
Start Aktuelles Coronaviren gab es auch schon 2013 - Aber nicht DAS Coronavirus!

Coronaviren gab es auch schon 2013 – Aber nicht DAS Coronavirus!

Facebook-Themen

Facebook-Kommentare versprechen hohen Verdienst? – Achtung, Vorschussbetrug!

Viele Menschen leiden in der Corona-Pandemie an verringertem oder keinem Einkommen. Betrüger machen sich das zunutze. In mehreren Facebook-Gruppen tauchen Kommentare auf, in denen ein...

Nein, die SARS-CoV2 Test-Kits für Schulen stammen nicht aus einem China-Shop

Auf Facebook wird gerätselt, ob die SARS-CoV2 Antigen-Tests, die in Österreichs Schulen verwendet werden, in einem China-Shop käuflich erwerbbar sein würden China-Shops wie "Wish" haben...

Facebook lässt Trumps Sperre von einem unabhängigem Aufsichtsgremium prüfen

Unabhängiges Aufsichtsgremium prüft in Auftrag von Facebook Trump-Sperre! „Beispielloses Handeln erforderlich“: Nachdem sich Trump-Anhänger durch unbelegte Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten in den sozialen Netzwerken aufgestachelt fühlten...

Facebook-Seite „PlayStation 5 Freunde.“ – Vorsicht vor Fake-Gewinnspielen!

Bei der Facebook-Seite "PlayStation 5 Freunde." handelt es sich um eine dubiose Gewinnspiel-Seite. Ein gefälschtes Gewinnspiel der Seite "PlayStation5 Freunde." lockt mit dem großen Gewinn...
-WERBUNG-

Eine Behauptung kursiert anscheinend schon wieder:
„Das“ Coronavirus soll es schon 2013 gegeben haben, wie manche Leute dank Google herausgefunden haben wollen.

- Werbung -

Es gibt Worte, die so falsch und inflationär verwendet werden, dass sie ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren. „Querdenker“ beispielsweise, was früher was Positives war. Oder „Recherchieren“, was heutzutage eher nur „Googlen“ bei vielen ist.
Vielleicht deshalb glauben so viele, dass es bereits 2013 „das“ Coronavirus gab, wenn sie beim Googlen Recherchieren auf alte Artikel stoßen.

Eine der Anfragen zum Coronavirus
Eine der Anfragen zum Coronavirus

Demnach erhalte man, wenn man „Gefahr für die ganze Welt“ googlet, viele Ergebnisse, in denen diese Worte in Überschriften und Texten von diversen Artikeln verwendet werden – und alle stammen aus dem Jahr 2013, wie man selbst nachprüfen kann.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf verwendete diese Worte, um vor dem damals aufgetauchten Erreger MERS-CoV zu warnen – ebenfalls ein Coronavirus!

- Werbung -

Ein Name wäre gut gewesen

Des Autoren Meinung ist, dass es einer der größten Fehler war, dem jetzigen neuen Coronavirus keinen coolen, einprägsamen Namen zu geben. Tom vielleicht. Oder Trantor. Oder Schnieptröte.

Stattdessen nannte man es erst nCoV (new Corona Virus), dann SARS-CoV-2. Das geht einem aber nicht so einfach über die Lippen, weswegen viele einfach nur vom „neuen Coronavirus“ schrieben und redeten.

Und nun kommen bestimmte Leute, recherchieren (sprich: sie googlen) und stoßen auf alte Artikel, in denen auch vom „neuen Coronavirus“ geschrieben wird. Sapperlot! Eine Verschwörung!

Coronavirus ist eine Virenfamilie

Schon im März wussten viele nicht, dass es nicht das Coronavirus gibt, sondern viele. Jene Viren spielen nämlich eine ähnliche unrühmliche Rolle in der Geschichte der Krankheiten wie Influenza-Viren. Sie sind aber fieser!

Im März 2020 veröffentlichten wir auch jenes Sharepic. Darf jeder gerne verteilen, ausdrucken, an die Wand kleben oder aufs Kopfkissen sticken:

Coronavirus-Merkzettel
Coronavirus-Merkzettel

Damals ging es um das MERS-Virus

Jenes Virus, welches 2012 entdeckt wurde und sich ab 2013 verbreitete, gehört zur Familie der Coronaviren, also der gleichen Virenfamilie, zu der auch SARS und SARS-CoV-2 gehören.

Genau wie heute SARS-CoV-2 „das (oder der) neue Coronavirus“ genannt wird, so schrieb man auch damals häufig „das (oder der) neue Coronavirus“, da sich die meisten Menschen nicht den wissenschaftlichen Namen des Virus merken können.

- Werbung -

Aber warum gab es damals keine Maskenpflicht und Einschränkungen?

Tatsächlich befürchtete die WHO, dass das Virus irgendwann mutiert und dann zu einer weltweiten Gefahr werden würde. Zwar mutieren Coronaviren weniger stark als Influenza-Viren, doch die Möglichkeit besteht.

Der damalige und jetzige Stand ist jedoch, dass MERS zwar leicht sich von Kamele auf Menschen überträgt, jedoch nur sehr ineffizient von Mensch zu Mensch. Doch keine Regel ohne Ausnahme: 2015 infizierte ein einziger Reisender 186 Menschen, 38 verstarben.

Die Früherkennungsmaßnahmen verliefen jedoch recht erfolgreich, zwei Impfstoffe gegen MERS erwiesen sich in Phase 1 der klinischen Tests sicher.

Um also die Frage der Zwischenüberschrift zu beantworten:
Es gab damals keine Einschränkungen und Maskenpflicht, da MERS sich nur schlecht von Mensch zu Mensch verbreitet und es zu keiner flächendeckenden Mutation kam, die ein solches Handeln nötig gemacht hätte.

Fazit

Coronaviren sind nicht neu, sondern seit den 1960er Jahren bekannt. 2013 berichteten die Ärztezeitung, die Welt und andere Seiten einfach nur über das damalige „neue Coronavirus“ namens MERS-CoV und verwendeten ein Zitat der WHO-Generaldirektorin.

Verwandter Artikel:

- Werbung -

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Die Corona-Krise! Wir brauchen deine Unterstützung! Die Corona-Krise stellt uns alle vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen. Gegenüber anderen Medien haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstütze uns und tragen auch Du dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon

Tiktok-Sicherheitslücke machte persönliche Nutzerdaten zugänglich

Die Lücke versteckte sich scheinbar im „Freunde finden“- Feature des chinesischen Videodienstes und wurde inzwischen wieder geschlossen. Telefonnummern und Profilbilder bedroht: Durch eine Sicherheitslücke auf der...

Bundeskriminalamt: : In­fra­struk­tur der gefährlichsten Schadsoftware zer­schla­gen

Bundeskriminalamt: Infrastruktur der Emotet-Schadsoftware zerschlagen! Deutschland initiiert "Takedown" im Rahmen international koordinierter Maßnahmen - Schadsoftware auf zahlreichen Opfersystemen für die Täter unbrauchbar gemacht Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt...

Betrüger stehlen WhatsApp-Konten mittels Verifizierungscode

Derzeit haben es Betrüger (fälschlicherweise Hacker genannt) wieder auf WhatsApp-Konten abgesehen: Sie verleiten Nutzer dazu, einen Verifizierungscode zu verraten. Bereits vor einem Jahr (siehe HIER)...

Telegram-Bot bietet Nummern von Facebook-Nutzer*Innen zum Kauf an

Eine Telegram-Bot kann durch eine Sicherheitslücke auf Millionen von Handynummern von Facebook-Nutzer*Innen zugreifen und bietet sie auch noch zum Kauf an. Der Telegram-Bot erklärt sein...

Facebook-Kommentare versprechen hohen Verdienst? – Achtung, Vorschussbetrug!

Viele Menschen leiden in der Corona-Pandemie an verringertem oder keinem Einkommen. Betrüger machen sich das zunutze. In mehreren Facebook-Gruppen tauchen Kommentare auf, in denen ein...
-WERBUNG-
-WERBUNG-