Blogheim.at Logo
Start Aktuelles Faktencheck: die CO2-Prognose von Exxon aus 1982

Faktencheck: die CO2-Prognose von Exxon aus 1982

Facebook-Themen

Jägerin prahlt mit Giraffenherz im Internet

"Mein Schatz, schieß den Giraffenbullen und hol dir sein riesiges Herz. Schönen Valentinstag. Ich liebe dich." Vielleicht waren das die Worte des Ehemanns von Merelize...

Fieser Datenklau-Versuch auf Facebook, mit dem Foto eines bereits verstorbenen Mädchens

"Annika aus Soest wird vermisst!" So beginnt auf Facebook aktuell ein Statusbeitrag, dem auch das Bild eines kleinen Mädchens hinzugefügt wurde. Verständlich, dass dieser...

Facebook-Seite „Sony PlayStation 5 Deutschland.“ – Vorsicht vor Fake-Gewinnspielen!

Bei der Facebook-Seite "Sony PlayStation 5 Deutschland." handelt es sich um eine dubiose Gewinnspiel-Seite. Ein gefälschtes Gewinnspiel der Seite "Sony PlayStation 5 Deutschland." lockt mit...

E-Bikes gewinnen? Vorsicht vor gefälschten Seiten auf Facebook!

Bei der Facebook-Seite "E-Bike Store Müller GmbH." handelt es sich um keine offizielle Seite eines Unternehmens. Die Facebook-Seite "E-Bike Store Müller GmbH." bedient sich einer...
-WERBUNG-

Bereits im Mai 2019 tauchte dieses Dokument des Mineralölkonzerns Exxon auf, das aufzeigt, dass der Konzern bereits 1982 den ungefähren CO2-Gehalt der Atmosphäre prognostizierte.

- Werbung -

Doch jetzt erst verbreitet sich jener Teil des Dokuments in sozialen Medien, der diese Prognose grafisch aufzeigt:

Screenshot: mimikama.at

Anhand der Grafik ist ersichtlich, dass ein atmosphärischer CO2-Gehalt von knapp 420 ppm und ein globaler Temperaturanstieg von etwas über 0,8 Grad Celsius prognostiziert wurde. Die aktuellen Werte betragen 415 ppm und ein Temperaturanstieg von 1 Grad, liegen somit sogar im prognostizierten Rahmen.

- Werbung -

Die Grafik ist echt!

Sie ist in dem Originaldokument der Exxon Research and Engineering Company auf Seite 7 (Seite 14 des PDF) zu finden. Es wurde im April 1982 erstellt und im November 1982 an Ediverse Exxon-Mitarbeiter herausgegeben.
Brisant dabei: Im Begleitschreiben steht, dass geraten wird, das Dokument nur intern an Exxon-Personal weiterzugeben und nicht an die Öffentlichkeit zu bringen.

Doch nicht nur Exxon, auch Shell beschäftigte sich 1988 mit dem Treibhaus-Effekt und prognostizierte im Extremfall sogar eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes zwischen 2050 und 2075.

Screenshot: mimikama.at

In dem Exxon-Dokument wird von „potenziell schwerwiegender Klimaprobleme“ geschrieben, die allerdings, laut den Forschern damals, „erst im späten 21. Jahrhundert oder darüber hinaus“ auftreten würden. Vier Jahrzehnte später muss man allerdings feststellen, dass doch nicht mehr soviel Zeit ist.

Fazit

Bereits in den 80er-Jahren untersuchten Exxon und auch Shell den Treibhauseffekt und kamen zu ähnlichen Ergebnissen, nämlich das der C02-Gehalt in der Atmosphäre kontinuierlich ansteigen wird. Brisant ist das Exxon-Papier, da der Konzern noch 1997 eine Anzeige in der „New York Times“ platzierte, in der der von Menschen verursachte Treibhauseffekt angezweifelt wurde.

- Werbung -

Wichtig aber:
Auch wenn diese Studie einen Zusammenhang zwischen CO2 und Temperatur darstellt, ist dies natürlich nicht der einzige Beweis für einen menschengemachten Klimawandel durch Treibhausgase. Zwar gab es Perioden in der Erdgeschichte, in denen sich die Temperatur scheinbar unabhängig von CO2 entwickelte, doch dies geschah durch Änderung anderer Einflüsse (sog. Strahlungsantrieb) über einen langen Zeitraum, wie z.B. den Milankovitc-Zyklen und der dadurch resultierenden Veränderung der Sonnenintensität.

Dies ist heute nicht der Fall, der maßgebliche Faktor ist nachweislich der rapide Anstieg von Treibhausgasen in unserer Atmosphäre.

- Werbung -

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Die Corona-Krise! Wir brauchen deine Unterstützung! Die Corona-Krise stellt uns alle vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen. Gegenüber anderen Medien haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstütze uns und tragen auch Du dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern. Hier kannst Du unterstützen: via PayPal, Steady oderPatreon

Kosmetik und Beauty: Falinas. com führt in fiese Abofalle!

Du liebst Kosmetik und Beautyprodukte und kaufst am liebsten online ein? Dann sei wachsam, wie meine Freundin und falle nicht auf falinas. com herein! In...

YouTube: Kaum Empfehlungen zu Desinformation

Eine Studie zeigt, dass YouTube bei seinen Empfehlungen offenbar einen gut funktionierenden Algorithmus hat, der Desinformationen nicht pusht. YouTube - "Kurz mal ein Video ansehen"...

Achtung vor gefälschten USB-Sticks und SD-Karten

Günstige Angebote im Internet verlocken viele Menschen zum Kauf von teils manipulierten Speichermedien. Aber wie kann man gefälschte Datenträger erkennen? Kleiner Preis – großer Fake: Datenträger,...

Versteckte Nachricht im Mars-Fallschirm entdeckt

Nach der Veröffentlichung von Bildern des Landeanflugs vom Mars-Rover „Perseverance“, entdeckte die Internetcommunity eine Art geheime Botschaft in dessen Fallschirm. Was hat es damit...

Cybergrooming: Kita-Betreuer gesteht 51 Fälle des Kindesmissbrauchs über WhatsApp

Angeklagter nutzte Online-Spiel zur Kontaktaufnahme Am Hanauer Landgericht wurde der Fall eines 26-Jährigen verhandelt, der 2019 über mehrere Monate Kontakt zu Jungen im Alter von...
-WERBUNG-
-WERBUNG-