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Aktuelles Faktencheck: Die Drogen-Visitenkarte Burundanga
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Faktencheck: Die Drogen-Visitenkarte Burundanga

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Burundanga- so soll die Droge heißen, mit der Kriminelle versuchen, kontaminierte Visitenkarten auf Tankstellen zu verteilen.

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Aktuell teilen viele Facebook-Nutzer einen alten Statusbeitrag auf Facebook. Er warnt vor einer angeblichen Masche, bei der Kriminelle sich als Maler verkleiden und in Drogen getränkte Visitenkarten auf Tankstellen verteilen.

Das ist der betreffende Statusbeitrag:

Screenshot des aktuell massiv geteilten Beitrags auf Facebook
Screenshot des aktuell massiv geteilten Beitrags auf Facebook

Vorsicht Bitte weiterleiten an alle, die ihr kennt.

An einer Tankstelle tankte eine Frau ihr Auto, da wurde sie von einem Mann, als Maler bekleidet, angesprochen, ob er ihr helfen könne.
Sie verneinte…
Er bot ihr seine Visitenkarte an, falls sie mal einen Maler bräuchte. Nach einem hin und her, um ihn loszuwerden, nahm sie die Visitenkarte an und der dubiose Herr stieg in ein Auto ein, das von einem zweiten Mann gelenkt wurde, und sie fuhren davon. Nachdem sie losfuhr, fühlte sie sich immer berauschter und hatte Mühe zu atmen. Sie öffnete das Fenster und bemerkte gleichzeitig, dass dieser komische Geruch von ihrer Hand stammt, mit der sie die Visitenkarte entgegen nahm !! Die 2 Männer verfolgten sie. Da es ihr sichtlich immer schlechter ging, fuhr sie auf den nächsten Parkplatz, stoppte, begann wie wild zu hupen und schrie um Hilfe.
Die 2 Verfolger flüchteten, ihr ging es aber immer schlechter.
DIE VISITENKARTE WURDE IN EINE FLÜSSIGE DROGE GETRÄNKT, die BURUNDANGA heißt sie wird von Kriminellen verwendet, um Leute zu berauben oder zu vergewaltigen !!!
Diese Droge kann über die verschiedensten Arten an jeden übertragen werden und somit diese Person außer Gefecht setzen!!!!!
Diese Substanz ist viel schädlicher und wirksamer als jegliche
ursprüngliche Drogen oder Schlafmittel. Also, nehmt keine Visitenkarten oder ähnliches von Wildfremden an !!!!

Ähnliche Maschen:
Sie werfen eine Visitenkarte in den Briefkasten und warten im Auto bis jemand reintappt und dann schlagen sie zu !!! – Andere Möglichkeit sind die VISITENKARTE an der Scheibe der Fahrerseite befestigen !!!
SEID VORSICHTIG und warnt so viel Leute wie möglich.
PHK Wolfgang Schmitz
Leiter Ermittlungsdienst Bundespolizeiinspektion Dortmund

Postfach 100633/44006
Dortmund
Tel.: 0231/562247-20
Offenlegung nach §14

StA Lessing
Staatsanwaltschaft
Deinhardpassage 1
56068 Koblenz
0261-1307-30663

Der Faktencheck

Bereits im Jahr 2009 wurde diese Warnung als Email verschickt.
Ein paar Passagen haben sich über die Jahre ein wenig geändert, jedoch hält sich der Kettenbrief im Kern gut:

Die alte E-Mail zur Warnung
Die alte E-Mail zur Warnung

Sogar die Schweizer Polizei berichtete über den Fake und teilte offiziell mit, dass es sich um eine Falschnachricht handelt:

27.03.2009: Die mit Drogen getränkte Visitenkarte gibt es nicht
Basel. Die Polizei warnt von Mails, die im Moment kursieren. Sie enthalten eine so genannte «urbane Legende». – SiD BS/PN
In der jüngsten Zeit kursieren Mails, in welchen gewarnt wird, wonach jemand in der Regel kurz vor dem Einsteigen in sein Fahrzeug von einer unbekannten Person eine Visitenkarte erhalten hätte. Diese Visitenkarte wäre mit einer betäubenden Flüssigkeit getränkt, so dass der Fahrer bald einmal anhalten muss und kurzfristig  das Bewusstsein verliert. In dieser Zeit wird dann der Fahrer ausgeraubt oder – falls es sich um ein weibliches Opfer handelt – dieses vergewaltigt.
Es handelt sich dabei um eine so genannte urbane Legende, die als Kettenmail von England kommend in der Zwischenzeit bei uns eingetroffen ist und ins Deutsche übersetzt nun weiter verbreitet wird. Die betäubende Droge trägt den Fantasienamen «Burundanga», eine Substanz, die sowenig existiert wie der Fall selbst.
Solche urbanen Legenden tauchen in regelmäßigen Abständen immer wieder auf, seien es nun die Spinne in der Yucca-Palme oder der tote Schwimmer im Waldbrandgebiet, welcher mit einem Löschflugzeug aufgesogen wurde.
Personen, welche solche Mails erhalten, sollten diese löschen und auf keinen Fall weiter verbreiten, auch wenn dies vom Absender teilweise ultimativ gefordert wird.
Quelle: Polizeinews.ch

Fazit:

Dieser Kettenbrief ist schon seit sehr sehr langer Zeit im Internet unterwegs und wird noch immer geteilt.

Die Polizei warnte bereits im Jahr 2009 davor, dass es sich um eine Falschmeldung handelt, der man keinen Glauben schenken braucht und darf!

Das könnte auch interessieren: Sind Falschmeldungen eigentlich strafbar?

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Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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