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Samstag, 27 November 2021

Black Friday und Cyber Monday: Was ist dein Preis?

  • Online-Händler verfolgen das Surfverhalten ihrer Kundinnen und Kunden und passen Preise an.

  • Ein fiktiver Online-Shop der Verbraucherzentralen zeigt, wie dynamische Preisgestaltung im Netz funktioniert.

  • Am Black Friday oder Cyber Monday: besser nicht auf echte Schnäppchen spekulieren.

Ende November rufen viele Händler zur großen Rabattschlacht. Anlässlich von „Black Friday“ und „Cyber Monday“ lockt vor allem der Online-Handel mit Preisnachlässen. Doch welche Waren und Dienstleistungen Verbraucher:innen zu welchen Preisen in Online-Shops sehen, kann von vielen Faktoren abhängen. Die Verbraucherzentralen stellen die Angebots- und Preismechanismen im Online-Handel in einem fiktiven Shop unter www.wasistdeinpreis.de erstmals anschaulich dar und geben Tipps für das Shoppen im Netz.

Einheitspreise und ein Standardsortiment gehören beim Online-Shopping längst der Vergangenheit an. Gerade zu Aktionstagen ändern Online-Shops regelmäßig die Preise für Teile ihres Sortiments. Oftmals spielt dabei der Zeitpunkt des Kaufs eine Rolle, die Preise der Konkurrenz und zunehmend auch die Nutzer:innen selbst. Denn Online-Händler kennen heute das Surfverhalten ihrer Kundschaft, ihre Interessen, vorab durchgeführte Kaufrecherchen, aber auch Standorte. Das kann beispielsweise dazu führen, dass bestimmte Artikel in Shops besonders prominent platziert werden und andere eher nicht.

Tipps fürs Shoppen im Netz

Wer online einkauft, sollte sparsam mit seinen persönlichen Daten umgehen und Angebote vor dem Kauf vergleichen. Das sind die Tipps der Verbraucherzentralen:

  • Regelmäßig Cookies löschen: So ist es für Shop-Betreiber schwerer, Profile von Käuferinnen und Käufern zu erstellen. Mit den richtigen Einstellungen lassen sich Cookies auch automatisch löschen, wenn das Browser-Fenster geschlossen wird.
  •  Sich unsichtbar machen: Individuelle Einstellungen am Browser liefern einen oft einzigartigen „Fingerabdruck“. So lassen sich Nutzerprofile eindeutig zuordnen. Wer das verhindern möchte, sollte im Inkognito-Modus surfen und die IP-Adresse verbergen. Add-ons im Browser können zusätzlich helfen, die Datenübermittlung an Website-Betreiber zu unterbinden.
  • Kaufen, wenn andere nicht kaufen: Sinkt die Nachfrage, fällt auch der Preis. Wer schon im Herbst das besorgt, was er im nächsten Frühjahr braucht, zahlt meistens weniger. Vor allem Kleidung wird je nach Jahreszeit günstiger oder teurer. Aber auch Möbel, Garten- und Sportgeräte oder Reisen haben zu bestimmten Zeiten Saison. Preischarts zeigen, wie sich der Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung in letzter Zeit entwickelt hat.
  •  „Secret Deals“ und Superschnäppchen links liegen lassen: Was Online-Shops versuchen als exklusives Schnäppchen zu verkaufen, kann in Wahrheit sogar teurer sein als ein reguläres Angebot. Exklusivität heißt nicht zwingend auch bessere Preise.
  • Kaufentscheidung gut überlegen: Unabhängig von den Preisen, die Online-Shops aufrufen, sollte man sich klarmachen, was ein Produkt oder eine Dienstleistung einem wirklich wert ist. Wie viel bin ich bereit zu zahlen? Und: Braucht man die Sache wirklich? Erst dann auf den Bestellen-Button klicken.

Weitere Informationen: Der fiktive Online-Shop der Verbraucherzentralen #wasistdeinpreis mit dynamischen Angebots- und Preismechanismen ist erreichbar unter www.wasistdeinpreis.de. Weitere Informationen zum Thema sind zu finden unter http://www.vz-bw.de/wasistdeinpreis.

Der Online-Shop #wasistdeinpreis und die Begleitinformationen wurden im bundesweiten Projekt „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ erstellt und durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.


Quelle: Verbraucherzentrale


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