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Aktuelles Bienenwachstücher & Jojobaöl – Gut + Schlecht = Schlecht
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Bienenwachstücher & Jojobaöl – Gut + Schlecht = Schlecht

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Bienenwachstücher eignen sich hervorragend als Alternative zur klassischen Frischhaltefolie aus Plastik, sind nach einem kurzen Reinigungsprozess wiederverwendbar und halten Gemüse, Obst und Speisen nachhaltig frisch. Doch Stiftung Warentest warnt jetzt vor der Verwendung.

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Der Bienenwachstücher – Faktencheck: Seit geraumer Zeit sind nachhaltig lebenden Menschen Küchenutensilien ein Dorn im Auge, da sie in den meisten Fällen viel Plastik enthalten oder unter umweltschädlichen Bedingungen hergestellt werden. Einfache Beispiele hierfür sind Plastikfolie und Alufolie, welche beide nicht nachhaltig sind und dennoch in großen Massen verwendet werden, speziell bei der Aufbewahrung von angebrochenen Speisen oder geöffneten Packungen.

Eine gut funktionierende Alternative stellen Bienenwachstücher dar, welche inzwischen selbst in den großen Drogeriemarktketten zu leistbaren Preisen erworben werden können oder einfach Zuhause selbst hergestellt werden können.

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Im Januar 2020 ließ Stiftung Warentest jedoch mit einem Facebook-Posting aufhorchen, in dem es hieß, dass Bienenwachstücher gesundheitsschädlich sein könnten, da die Bestandteile von vielen Bienenwachstüchern, allen voran Jojobaöl auf die verpackten Lebensmittel übergehen können und gesundheitsschädlich seien.

Jojobaöl wird aus dem Jojobastrauch gewonnen, welcher in den Wüsten Amerikas und Mexikos wächst. Bereits 1716 wurde er von spanischen Missionaren in der Neuen Welt entdeckt, die Entdeckung des Öls wird auf 1895 datiert, und die erste Nutzung des Öls geschah 1933, nachdem man die verblüffende Ähnlichkeit zu Wachs feststellte.

Jojobaöl wird industriell vor allem bei der Herstellung von Hautcremes und pflanzlichen Medikamenten verwendet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat von der Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel abgeraten, dies ist seit 2007 auch gesetzlich verboten, da sich die Samen bei Tierversuchen als toxisch herausgestellt hatten.

Der oben erwähnte Beitrag der Stiftung Warentest basiert also auf der Annahme, dass in Bienenwachstüchern Jojobaöl verwendet wird und dieses, vor allem bei fettigen Speisen, auf die Lebensmittel übergehen kann und somit gesundheitliche Beschwerden hervorruft. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass Bienenwachs als Lebensmittelzusatz zwar erlaubt ist, aber in größeren Mengen ebenfalls ungesund ist.

Halten wir an dieser Stelle zwei Dinge fest:

  1. Die Schädlichkeit des Bienenwachs ist nur dann gegeben, wenn dieses schadstoffbelastet ist, also unter Bedingungen hergestellt wurde, die eine Verschmutzung bzw. Verunreinigung des Bienenwachses zugelassen haben, tritt diese nicht sogar schon im Bienenstock selbst auf. Die Herkunft des Honigs ist also entscheidend.
  2. Jojobaöl dient bei der Herstellung von Bienenwachstüchern als Imprägnierhilfe und geht dann auf Lebensmittel über, wenn diese keine Schale besitzen oder Fett enthalten, die das Loslösen des Jojobaöls vereinfachen.

Die Lösung beider Probleme liegt auf der Hand.

Das verwendete Bienenwachs darf keine Verunreinigung enthalten und sollte ausschließlich aus nachhaltiger Produktion stammen. Dies geht am einfachsten, wenn die Tücher zuhause selbst hergestellt werden, da man das Bienenwachs für die Produktion selbst auswählt und so die Kontrolle selbst übernehmen kann, oder indem man auf zertifizierte Hersteller zurückgreift, die eindeutig offenlegen, aus welchen Quellen das verwendete Bienenwachs bezogen wird.

Außerdem sind viele Hersteller von der Verwendung von Jojobaöl bereits abgekommen und verwenden Alternativen, welche keine gesundheitsgefährdenden Effekte haben.

Mimikama hat sich beim Hersteller von Bienenwachstüchern „BeeFoodWraps – Bienenwachstücher“ erkundigt, welche Alternativen zu Jojobaöl dort verwendet werden.

Simple Antwort: Gar keine!

Die Tücher werden nur mit Bienenwachs hergestellt und zur Kontrolle der Verträglichkeit regelmäßig in Kombination von verschiedenen Lebensmitteln getestet. Dazu werden Nahrungsmittel 24 Stunden in die Tücher eingewickelt und anschließend im Labor getestet. Bis auf sehr fetthaltige Speisen konnte keine Überschreitung der empfohlenen Grenzwerte festgestellt werden. Eine Kontrolle auf Mineralöle findet sogar durch das Gesundheitsamt Böblingen statt.

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Fazit

Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass Bienenwachstücher, die mit Jojobaöl hergestellt werden, tatsächlich gesundheitlich bedenkliche Schadstoffwerte aufweisen können und deswegen vor allem bei fetthaltigen Speisen nicht unbedingt empfehlenswert sind. Allerdings ist das Jojobaöl keine zwingende Zutat und wird wie bei dem von uns kontaktierten Hersteller sogar weggelassen. Somit ist das gesundheitliche Risiko gebannt und die Nachhaltigkeit gewahrt.

Dies ist ein Greenkama-Inhalt. Greenkama ist ein Projekt von Mimikama, denn der bewusste Umwelt- und Klimaschutz muss eine Frage der Verantwortung und Ermutigung sein! Mehr Greenkama-Inhalte hier!

Quellen und Verweise:
Stiftung Warentest: Bienenwachs­tücher sind keine Lösung 
Bundesinstitut für Risikobewertung: Jojobasamen sind nicht für den Verzehr geeignet
Bee Food Wraps: Wachstücher Ja! Aber bitte OHNE Jojoba-Öl.
Bios-Shop-Info: Wertvolles aus der Natur. Das Jojobaöl
Autor: Alexander Herberstein
Artikelbild: Shutterstock / Von Fevziie
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Hinweis: Die Wiedergabe einzelner Bilder oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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